Regie: Michael Schaack, ...
Verleih: Senator
Bei der Beerdigung von Frau Mövenpick kommt der Großvater des Kleinen Arschlochs (Stimme von Ilona Christina Schulz), allerorts der Alte Sack (Helge Schneider) genannt, auf kuriose Weise scheinbar zu Tode. Während das Kleine Arschloch und sein leidgeprüfter Hund Peppi allerhand wüste Register zieht, um den Sensenmann um seine Beute zu prellen, findet der Alte Sack Gefallen am Dasein in der Hölle und freundet sich gar mit dem Satan persönlich an.
Einmal mehr nimmt sich Trickfilmspezialist Michael Schaack des extraordinären Helden der Kultcomics von Walter Moers an. Badesalz und Dirk Bach sind stimmlich mit von der teuflischen Partie.
Sterben ist scheiße - Schluss mit niedlich! Walter Moers' kultiger Knilch kehrt mit frechem Mundwerk und dreisten Taten auf die große Leinwand zurück.
Um den alten Sack aus den Fängen der Hölle zu retten, schnürt das kleine Arschloch ein deftiges Ideenpaket (Foto: Senator)
"Die Satanisten vögeln Hühner, die Juden vögeln ohne Vorhaut, die Luden ohne zu bezahlen, und die Katholiken werden schwanger ohne zu vögeln." Wer solche Sätze ablässt, droht schon mal auf dem Index der bundesdeutschen Moralwächter zu landen. Beinahe wäre das dem arbeitswütigen Schöpfer des kleinen Arschlochs auch passiert.
Aber Walter Moers, zuletzt wieder mit "Adolf" auffällig geworden, hatte wohl Glück - und vor allem zahlreiche treu ergebene Fans. Als dann 1996 seine respektlos flegelhafte Kreation, die auf politische Korrektheiten pfeift, im Kino die Drei-Millionen-Besucher-Hürde spielend nahm, gehörten derartige Befürchtungen ein für alle Mal der Vergangenheit an.
Satan sticht beizeiten zu, ist aber ansonsten ein großzügiger Gastgeber und Herr über Heerscharen williger Lustdamen (Foto: Senator)
Die Hölle ist, entgegen hartnäckiger Vorurteile, gar nicht mal so übel. Es gibt Pornokanäle, Dampfsaunen voll lüsterner Krankenschwestern, Drogen, gekühlte Drinks - und alles bei wohltemperierten 24 Grad. Wenn nur Satan nicht so verteufelt nach dem kleinen Arschloch aussehen würde! Aber egal, der alte Sack (mit der Stimme von Helge Schneider) lässt es sich in der schwefligen Unterwelt gut gehen, seit er den Löffel abgegeben hat.
Sein Enkel indessen, landläufig bekannt als das kleine Arschloch (gesprochen von Ilona Christina Schulz), arbeitet fieberhaft daran, ihn aus dem Fegefeuer und der Gewalt des Leibhaftigen zu befreien. Dubiose Klontechniken und schwarzmagische Beschwörungen sollen Opa wieder ins Leben zurückbringen.
Wenn da nicht ständig das schwule Pärchen (sychronisiert von Dirk Bach und Ralph Morgenstern) stören würde, das bei der verschiedenen Frau Mövenpick einziehen will. Wie gut, dass ihr Hund Peppi ein neues Herrchen braucht und sich (un-)freiwillig in seine Dienste stellt. Die Zeit drängt, denn dem alten Sack droht nach der 643. Nymphomanin der Exitus - endgültig.
Das bewährte Originalteam steht hinter dem schreikomischen, schlüpfrigen und geschmacklosen Spaß: Moers schrieb das Skript, Michael Schaack inszenierte mit Konrad Weise, die TFC Trickompany ("Werner - Das muß kesseln!!!") animierte, Helge Schneider verlieh dem alten Sack seine prägnante Stimme und spielte obendrein die Musik ein. Bei dieser Comic-Adaption ist für amtliches Amüsement gesorgt und ein weiteres deutsches Kinowunder in Aussicht. Darauf einen Jesus-Chip.
| Sprecher: | Helge Schneider | als Der alte Sack | |
|---|---|---|---|
| Ilona Schulz | als Das Kleine Arschloch | ||
| Badesalz | als Die Flugenten | ||
| Dirk Bach | als Schwuler/ Pilot Alien/ Taxifahrer | ||
| Ralph Morgenstern | als Schwuler/ Pilot Alien | ||
| Arne Elsholtz | als Vater | ||
| Kathrin Ackermann | |||
| Antonia von Romantowski | |||
| Bertram Hiese | |||
| Robert Missler | |||
| Regie: | Michael Schaack | ||
| Konrad Weise | |||
| Drehbuch: | Walter Moers | ||
| Produzent: | Michael Schaack | ||
| Thomas Walker | |||
| Benjamin Herrmann | |||
| Schnitt: | Sascha Wolf | ||
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