Der junge Heizöllieferant Yvon verliert seine Stellung, weil ein Kunde, der ihm einen falschen Geldschein andrehte, vor Gericht gegen ihn aussagt. Ein Freund überredet ihn, bei einem Banküberfall das Fluchtauto zu fahren, doch das Unternehmen mißlingt und Yvon wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Während er seine Strafe absitzt, stirbt sein Kind und seine Frau läßt sich scheiden. Nach der Entlassung tötet er zunächst ein Hotelbesitzerehepaar wegen einer geringen Geldsumme und ermordet dann eine Familie auf dem Land, die ihm Unterschlupf gewährte, bevor er sich der Polizei stellt.
Radikales Alterswerk von Regisseur Robert Bresson, das auf schonungslose Weise eine Gesellschaft portraitiert, in der Gott schon lange vom Geld ersetzt wurde. Unter Verzicht auf Effekthascherrei überträgt Bresson seine Vorlage, Tolstois Novelle "Der gefälschte Coupon", in die Gegenwart und inszeniert in kargen Bildern das Schicksal eines Arbeiters, der schließlich so endet, wie die Welt ihn sehen möchte. Sein unausweichlicher Untergang stellt auch eine Parabel über die Kraft des Bösen dar, die immer weitere Kreise zieht: von der Handlung eines Gymnasiasten, der den falschen Geldschein in Umlauf bringt, bis hin zum Massaker an einer Familie.
| Darsteller: | Christian Patey | als Yvon | |
|---|---|---|---|
| Sylvie van den Elsen | als die alte Frau | ||
| Caroline Lang | als Elise | ||
| Michel Briguet | als der Vater | ||
| Vincent Risterucci | als Lucien | ||
| Regie: | Robert Bresson | ||
| Drehbuch: | Robert Bresson | ||
| Produzent: | Jean-Marc Henchoz | ||
| Buchvorlage: | Leo Tolstoi | ||
| Kamera: | Pasqualino de Santis | ||
| Emmanuel Machuel | |||
| Schnitt: | Jean-François Naudon | ||
| Musik: | Johann Sebastian Bach | ||
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