Knallbuntes von geklauten Filmideen übersprühendes SF-Spektakel, das Luc Besson komisch und comicgleich inszenierte. http://images.kino.de/flbilder/max97/bf97/bf31/b9731002/b150x150.jpg Das fünfte Element

Filmdetails

Das fünfte Element

Knallbuntes von geklauten Filmideen übersprühendes SF-Spektakel, das Luc Besson komisch und comicgleich inszenierte.


Das fünfte Element
Start: 17.06.1998

Originaltitel: The Fifth Element

Science Fiction / Action

Frankreich/USA 1997
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Bruce Willis
Gary Oldman
Sir Ian Holm

Regie: Luc Besson
Verleih: Tobis

Bogey - Box Office Germany Award

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Korben Dallas will nichts, als sich noch ein paar Führerscheinpunkte für seine Taxilizenz zu erhalten. Da fällt ihm ein wunderschönes Mädchen in sein fliegendes Taxi. Er versteht ihre Sprache zwar nicht, doch rettet er sie vor den anrückenden Cops. Was er nicht weiß, ist, daß es sich bei seinem Fahrgast um das "fünfte Element "handelt ...


Kritik

Das fünfte Element

Infantile Entdeckungslust war wohl die Triebfeder für Luc Besson, den 80-Mio.-Dollar-Kosmos zu gestalten, in dem sich Bruce Willis im Spannungsfeld zwischen visionärer "Blade Runner"-Ästhetik und kunterbuntem "Total Recall"-Look durch ein Sammelsurium von Film- und Popzitaten kämpft, um nach dem "fünften Element" und damit der Rettung der Welt zu fahnden. Infantile Entdeckungslust befällt in diesem filmischen Schlaraffenland, der bisher teuersten europäischen Produktion überhaupt, auch den Zuschauer, der die Einladung zur Führung durch Bessons faszinierenden Spielzeugladen auch in Deutschland gerne wahrnehmen wird, nachdem der Film in Frankreich und Belgien bereits Rekordzahlen schreibt und in den USA seit zwei Wochen an der Spitze der Charts steht.

Kino zum Staunen, zum sich Verlieren in traumhaft schönen Bildern war von jeher das Anliegen des in Frankreich absolut kultisch verehrten Punkteddybären Luc Besson. Das trifft auf seine harten, stilisierten Thriller "Nikita" und "Leon - Der Profi" ebenso zu wie auf seine träumerischen Ausflüge unter Wassser, "Im Rausch der Tiefe" und "Atlantis". "Das fünfte Element" setzt Bessons bisherigem Schaffen die Krone auf. Mit der Hilfe der Comiczeichner Moebius und Jean-Claude Mézières, Designerstar Jean-Paul Gaultier und seines Hauskomponisten Eric Serra schuf der Filmemacher einen von dem Comic-Klassiker "Heavy Metal" (die Figur von Bruce Willis trägt überdies den Namen eines "Heavy Metal"-Zeichners) inspirierten Kosmos, an dem man sich nicht sattsehen kann. Bis ins kleinste Detail gestaltete Besson das New York des 23. Jahrhunderts mit seinen endlos tiefen Straßenschluchten, in denen der Verkehr auf mehreren Ebenen fließt, und winzigen Wohnparzellen, in denen man an der Tür von seinem Auto abgeholt wird, als unablässig pulsierenden Großstadtmoloch. Ein gigantisches Weltraumtraumschiff, offensichtlich eine Kreation von Moebius, in der fernen Weite des Universums bildet den luxuriösen Gegenpol und die Kulisse für einen ersten Action-Showdown. Doch in erster Linie ist es Besson ein Anliegen, zu zeigen und noch einmal zu zeigen: Er hat "Das fünfte Element" prall angefüllt mit Filmzitaten von "Scarface" über "Der Pate" bis "Brazil" und Cameoauftritten von so unterschiedlichen Celebrities wie Kollege Mathieu Kassovitz, Supermodel Sybil Buck oder Triphop-Star Tricky. Und doch ist das kakophonische Spektakel nie schwerfällig geraten wie ähnlich geartete Fantasyprojekte der letzten Jahre. Seine schier überschäumende Fantasie und der unerschütterliche Wille zum Mehr lassen Besson den Kopf über dem Wasser halten, auch wenn ihm aufgrund seines übermütigen Sendungsbewußtseins die Handlung gerne einmal zu entgleiten droht.

Zusammengehalten wird "Das fünfte Element" von einer gewohnt kindlich-naiven Geschichte, die - wie es sich für eine von einem sechzehnjährigen entworfene Abenteuerstory gehört - ganz banal vom Kampf zwischen Gut und Böse handelt. In einem augenzwinkernden Prolog im Ägypten des frühen 20. Jahrhunderts finden Archäologen den Schlüssel zum fünften Element. Nur dieses göttliche Wesen kann die vier gängigen Elemente bündeln und damit dem periodisch in den Dunstkreis der Erde geratenden Bösen den Garaus machen. Im 23. Jahrhundert ist es der Taxifahrer Korben Dallas, der dem fünften Element, dem mit orangen Dreadlocks angetanen Riot Girl Leeloo (toll: Milla Jovovich) - eine klassisch-renitente Besson-Heroine -, beistehen muß, um die Destruktion der Erde zu verhindern. Dazu gilt es nicht nur diverse autoritäre Staatskräfte und einen Trupp martialischer Mutations-Keiler ("Super Mario Bros." läßt grüßen) auszuschalten, sondern auch den diabolischen Zorg (Bessons Lieblingsschauspieler Gary Oldman als Mini-Hitler mit dessen entarteten Gesichtszügen) zu bremsen, der im Auftrag des ominösen Bösen handelt. Daß es letztlich die Kraft der Liebe ist, die im letzten Akt die Apokalypse verhindert, ist klassisches Kintopp. Besson praktiziert es mit einer Leidenschaft, die gegenwärtig ohne Beispiel ist. Auch ein Bruce Willis versteht das. Er hält sich lakonisch-elegant zurück und verleiht dem tumultartigen Treiben auf der Leinwand einfach nur die nötige Starpower, um auch die verrückteste Idee seines entfesselten Regisseurs funktionieren zu lassen. Denn eines ist klar: Milla Jovovich und die Realisierung eines durch und durch verblüffenden Universums sind Besson ein größeres Anliegen als seine männlichen Figuren - oder auch die Meinung der Kritik. Wie ein Kästner im "Star Wars"-Rausch spricht er das Kind im Zuschauer an, um gleichzeitig stupende Erwachsenenunterhaltung zu bieten. Wer bereit ist, sich auf diese Vorgabe einzulassen, der wird einen perfekten Film zu sehen bekommen, genau wie Ian Holms Hohepriester von Leeloo als "perfektes Wesen" spricht. ts.

Das fünfte Element

Darsteller:  Bruce Willis   als Korben Dallas
  Gary Oldman   als Jean-Baptiste E. Zorg
  Sir Ian Holm   als Victor Cornelius
  Milla Jovovich   als Leeloo
  Chris Tucker   als DJ Ruby Rhod
  Luke Perry   als Billy
  Brion James   als General Munro
  Tommy 'Tiny' Lister Jr.   als President Lindberg
  Lee Evans   als Fog
  Charlie Creed-Miles   als David
  John Bluthal   als Professor Pacoli
  Christopher Fairbank   als Mactilburgh
  Maïwenn Le Besco   als Diva Plavalaguna
  Mathieu Kassovitz   als Straßenräuber
  John Neville   als General Staedert
  Kim Chan   als Thai
 
Regie:  Luc Besson  
Drehbuch:  Luc Besson  
  Robert Mark Kamen  
Produzent:  Patrice Ledoux  
Koproduzent:  Iain Smith  
  John Alan Amicarella  
Buchvorlage:  Luc Besson  
Kamera:  Thierry Arbogast  
Schnitt:  Sylvie Landra  
Musik:  Eric Serra  
  Gaetano Donizetti  
Produktionsdesign:  Dan Weil  
  Jim Morahan  
  Kevin Phipps  
  Michael Lamont  
  Moebius  
Kostüme:  Jean-Paul Gaultier  
Ton:  Daniel Brisseau  

Milla Jovovich erkennt keinen mehr

Wie, verdammt nochmal, sah bloß mein Mörder aus?

Großansicht Der Star aus "Das fünfte Elemtent" vergisst im nächsten Film Gesichter (Foto: Kurt Krieger)

Der Star aus "Das fünfte Elemtent" vergisst im nächsten Film Gesichter (Foto: Kurt Krieger)

Milla Jovovich, die schon in ihrem letzten Film "A Perfect Getaway" von einem Killer gejagt wurde, lässt sich nun erneut herumhetzen. "Faces in the Crowd", was soviel bedeutet wie "Gesichter in der Masse", heißt ihr neuests Projekt.

Jovovich spielt in dem Psychothriller eine junge Frau, die einen Mordanschlag überlebt. Schwer verletzt wacht sie im Krankenhaus auf und muss feststellen, dass sie keine Gesichter mehr zuordnen kann. Damit ist sie auch nicht mehr in der Lage, anhand des Gesichts einer Person zu unterscheiden, wer Freund ist und wer ihr an den Kragen will. Dumm nur, dass der Mörder seinen Auftrag nun zu Ende bringen will.

Heiß geliebt von männlichen Fans

Drehbeginn ist ab März nächsten Jahres. Milla Jovovich steht derzeit für "Resident Evil 4" vor der Kamera. Berühmt wurde sie unter anderem mit "Das fünfte Element". Vor allem ihre männlichen Fans lieben sie aber für ihre heißen Auftritte in der "Resident Evil"-Reihe sowie im SciFi-Actioner "Ultraviolet".

Bilder von Milla Jovovich

Fotos ansehen

Star

Bruce Willis

Neben Marlon Brando in "Endstation Sehnsucht" trägt Bruce Willis das bekannteste verschwitzte und zerrissene Unterhemd der Filmgeschichte. In...

Star

Gary Oldman

Aus dem Punk wurde ein gesuchter Schurke, dessen lässig dämonische, auch manieriert unbeteiligt wirkende Bösewichter aus Langeweile, weniger aus...

Top-Filme der Woche

 

kino.de kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

Zum Magazin

Das interaktive Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Weitere Clips zum Film

 

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.