Drama http://images.kino.de/flbilder/max98/bf98/bf10/b9810018/b150x150.jpg Das Frankfurter Kreuz

Filmdetails

Das Frankfurter Kreuz


Das Frankfurter Kreuz

Drama

Deutschland/Frankreich 1998
Laufzeit: 58 Min.

Michael Degen
Manfred Zapatka
Jochen Nickel

Regie: Romuald Karmakar
Verleih: unbekannt

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Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
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lau


Kritik

Das Frankfurter Kreuz

Eigenen Angaben zufolge will "Totmacher"-Regisseur Romuald Karmakar den mit dem Götz-George-Psycho-Horrorgramm eingeschlagenen Spielfilmweg weiter verfolgen. Seinem stilistischen Minimalismus mit äußerster Konzentration auf das Wesentliche ist er in dieser nächtlichen Ballade der einsamen eiskalten Herzen treu geblieben. Nach dem Hörspiel "Für eine Mark und acht" des unfallverstorbenen Kultautors Jörg Fauser, das er mit zwei zusätzlichen Szenen anreicherte, entstand ein knapper Reigen von Thekengesprächen, wie sie vor knapp 15 Jahren in Film und Literatur modern waren und jetzt wieder an (sozialbeobachtbarer) Bedeutung gewinnen.

Das titelgebende Lokal "Frankfurter Kreuz" ist eine Mischung aus Eckkneipe, Kioskladen und Schnellimbiß, wo sich zum Jahreswechsel am 31.Dezember 1999 mehrere Personen, die hier teils Stammgäste sind, begegnen, austauschen, wieder verlieren, neuen Lebensmut schöpfen, alte Lasten abwerfen und den Stand der Dinge zwischen Bier, Schnaps, Kaffee und Gummibaum abschätzen. Wirt Walter - Michael Degen als lakonisch raunzende Seele des Restaurationsbetriebes - erlebt, wie sein bester Kunde Harry (großartig halbrasiert: Manfred Zapatka) vor dem Selbstmord steht und durch das Wunder jener Nacht - den vom Karmakar erfundenen Tanz mit der blonden Unbekannten - gerettet wird, wie Herr Faltermann vor der Frau viertelstundenweise flüchtet, wie Malocher Mannie schon wieder Pech mit einer Partnerin hat, wie eine Ärztin von der Nachtschicht erzählt, sich zwei Polizisten buchstäblich verirren und ein Nobel-Paar (schöner Gastauftritt von Matthias Fuchs und Katharina Müller-Elmau) sektenfremde Station macht.

Ein Schauspielerfilm, ein Dialog-Kunststück, eine sorgfältige Inneninszenierung mit kameratechnischer Millimeterarbeit von Cassavetes-Veteran Fred Schuler, eine Grau-Studie mit wenigen Farbsignalen und ein Meisterstück der Komprimierung. Wegen der Unterlänge von 58 Minuten müßte das für ein Arte/WDR-Themenprogramm konzipierte Nachtstück bei der Kinoauswertung in Programmhäusern mit einem hoffentlich ebenso gelungenen Kurzfilm gekoppelt werden (wie "Abgeschminkt!" mit "Der schönste Busen der Welt"). ger.

Das Frankfurter Kreuz

Darsteller:  Michael Degen   als Walter
  Manfred Zapatka   als Harry
  Jochen Nickel   als Mannie
  Kajsa Reingardt   als Roswita
  Ulrich von Dobschütz   als Herr Faltermann
  Birol Ünel   als Mustafa
  Dagmar Manzel   als Die Ärztin
  Matthias Fuchs   als Mann
  Katharina Müller-Elmau   als Frau
 
Regie:  Romuald Karmakar  
Drehbuch:  Romuald Karmakar  
  Michael Farin  
Produzent:  Frank Henschke  
  Caroline Benjo  
  Carole Scotta  
Kamera:  Fred Schuler  
Schnitt:  Juliane Lorenz  
  Margarete Rose  

Star

Michael Degen

Mit seinem prägnanten Gesicht, dem leuchtenden Blick, der sonoren Stimme und dem stets hellwachen präzisen Spiel gehört Michael Degen zu den...

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Manfred Zapatka

Smart und hart zugleich. Er ist als Bundeskanzler und Boxtrainer, Heinrich Himmler und heiliger Trinker, Verleger und Vater einer "...

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