Intensives Drama zwischen Realität und Traum über die Liebe zwischen zwei Mädchen in Buenos Aires. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto47/09470301/b150x150.jpg Das Fischkind

Filmdetails

Das Fischkind

Intensives Drama zwischen Realität und Traum über die Liebe zwischen zwei Mädchen in Buenos Aires.


Das Fischkind
Start: 07.01.2010

Originaltitel: El niño pez

Drama

Argentinien/Spanien/Frankreich 2009
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Inés Efrón
Mariela Vitale
Pep Munne

Regie: Lucía Puenzo
Verleih: Salzgeber

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Lala stammt aus gutem Hause in Buenos Aires. Ihre Familie beschäftigt das aus Paraguay stammende 20-jährige Hausmädchen Guayi. Und die beiden verbindet bald eine innige Liebesbeziehung, die in dem konservativen Umfeld jedoch keine Existenzmöglichkeit hat. Auch Lalas Vater ist an dem Mädchen interessiert. Als der ermordet aufgefunden wird, macht Lala sich auf die Suche nach Guayi, die in ihrem Heimatort, am Ufer des geheimnisvollen Yopa-Sees, untergetaucht sein soll. Dort erzählt man sich die Legende des Fischkindes, dass die Ertrunkenen an den tiefen Grund des Sees führt.


Kritik

Das Fischkind

Nach ihrem hochgelobten Debüt "XXY" erzählt Lucia Puenzo ein magnetisierendes Liebesdrama um zwei füreinander bestimmte Mädchen, die vor Missbrauch und einer Verzweiflungstat flüchten.

Selten waren sich Publikum und Kritik so einig wie über "XXY", einem authentischen Drama um Zweigeschlechtlichkeit eines Teenagers, in dessen problembeladene Sehnsüchte sich die argentinische Regisseurin bravourös einfühlte. Das Gespür für die Gefühlswelten Heranwachsender ist ihr auch in ihrem zweiten Werk, das sie nach eigener Buchvorlage schrieb und drehte, nicht abhanden gekommen. Abermals erzeugt sie eine unvergleichliche Atmosphäre, bringt tragische Liebesgeschichte, mysteriöse Legende, Actionelemente und Missbrauchsdrama unter einen Hut.

Warme und dunkle Bilder vermitteln einen sehr sinnlichen, erotisch aufgeladenen Reiz, geben der traumverlorenen, verschachtelten Geschichte einen ganz eigenen Touch. Mädchenträume ringen hier mit freudloser Realität um Dominanz, was bisweilen surreale Phasen ergibt, wenn sich zwei Heavenly Creatures finden und von einer gemeinsamen Zukunft träumen - allen Widrigkeiten zum Trotz.

In Buenos Aires wächst Lala reich begütert auf. Ihr Vater ist einflussreicher Richter, die Familie leistet sich Hausmädchen, darunter auch die schöne Ailin aus Paraguay, die nicht nur Lala, sondern auch ihrem Vater den Kopf verdreht. Eifersucht, Machtspiele und Rivalität bilden rasch ein Spannungsfeld, in dem dennoch die bedingungslose Liebe zwischen den Mädchen gedeiht. Als der Richter ermordet aufgefunden wird, reißt Lala aus, um die angeblich verschwundene Ailin in Paraguay zu finden. Ihre beiden Väter sind Schweine, muss sie bald herausfinden. Ailin ist ein missbrauchtes, traumatisiertes Mädchen, das glaubt, für die Sünden anderer büßen zu müssen und freiwillig eine Gefängnisstrafe auf sich nimmt. Doch Lala findet einen Weg, ihre Zukunft zu retten - was sie bis an die Gestade eines legendenumwobenen Sees führt.

Puenzos labyrinthischer Pfad zu Romanze und Psychodrama nimmt verblüffende Zeitsprünge vor und gibt sein Thema nur zögerlich Preis. Das besitzt trotzt leiser Natur eine große Intensität tiefer Gefühle. Ein erschütterndes Schicksal fortgesetzten Missbrauchs versteckt sich in der Legende des Fischkinds, das Ertrunkene an den Grund eines entlegenen Sees führt. Wirklichkeit und Fiktion bilden reizvolle Kontraste, ohne den Schrecken zu leugnen in einer Geschichte, in der ein märchenhafter Weg aus der Finsternis führt. tk.

Das Fischkind

Darsteller:  Inés Efrón   als Lala
  Mariela Vitale   als Guayi
  Pep Munne   als Brönté
  Arnaldo André   als Socrates Espina
  Carlos Bardem   als Pulido
  Diego Velázquez   als Vasco
  Sandra Guida   als Felicitas
  Julian Doregger   als Nacho
  Ailín Salas   als Guayi als Kind
  Paloma Contreras   als Chapulina
  Jerónimo Perassolo   als Das Fischkind
 
Regie:  Lucía Puenzo  
Drehbuch:  Lucía Puenzo  
Produzent:  Fernando Sirianni  
  Miguel Morales  
  Claire Dornoy  
Koproduzent:  Marin Karmitz  
  Nathanaël Karmitz  
  Charles Gillibert  
Kamera:  Rolo Pulpeiro  
Schnitt:  Hugo Primero  
Musik:  Andres Goldstein  
  Daniel Tarrab  
  Laura Zisman  
Produktionsdesign:  Mercedes Alfonsín  
Kostüme:  Julio Suarez  
Casting:  Claudia Marquez  

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