Packendes Drama um den Mord an einem schwarzen Bürgerrechtler, der erst nach 30 Jahren juristisch gesühnt wurde. http://images.kino.de/flbilder/max98/em98/em19/e9819014/b150x150.jpg Das Attentat

Filmdetails

Das Attentat

Packendes Drama um den Mord an einem schwarzen Bürgerrechtler, der erst nach 30 Jahren juristisch gesühnt wurde.


Das Attentat
Start: 24.04.1997

Originaltitel: Ghosts of Mississippi

Drama

USA 1996
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Alec Baldwin
Whoopi Goldberg
James Woods

Regie: Rob Reiner
Verleih: Concorde

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Humor
Romantik
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Inhalt

Mississippi, 1963. Vor den Augen seiner Familie wird der schwarze Bürgerrechtler Medgar Evers ermordet, gerichtet von der Kugel des Ku-Klux-Klan-Mitglieds Beckwith, der einer Strafverfolgung in zwei fragwürdigen Prozessen entkommt. Bis Staatsanwalt Bobby DeLaughter 26 Jahre später den Schand-Fall amerikanischer Rechtsprechung wiederaufzurollen beginnt.


Kritik

Das Attentat

Im Vorfeld als heißer Oscar-Kandidat gehandelt, enthüllt sich "Ghosts Of Mississippi" als kompetent inszeniertes und gespieltes, liberales, doch zu glattes Bürgerrechtsdrama, dem inhaltliche und emotionale Höhepunkte fehlen. Zu vorhersehbar entwickelt sich die Geschichte der juristischen Verfolgung eines rassistischen Mörders, den erst nach über 30 Jahren der lahme Arm des Gesetzes trifft. Ehrenwertes, aber auch etwas blutleeres Kino, das an der Kasse ganz auf seine Stars setzen muß.

Erstklassig, aber mit einer zu kleinen Rolle abgespeist, Whoopi Goldberg, die mühelos ihre meist clowneske filmische Vergangenheit vergessen läßt und wie schon in "Die Farbe Lila" oder "Der lange Weg" dramatisch überzeugt. Sie spielt Myrlie Evers, die zu Beginn des Films ihren Mann, einen couragierten schwarzen Bürgerrechtler, in ihren Armen sterben sieht. Erschossen vom Klu-Klux-Klan-Mitglied Byron De La Beckwith (sonnt sich als Widerling: James Woods), der trotz erdrückender Beweise in zwei Prozessen den Gerichtssaal als freier Mann verläßt. Erst 1989, 26 Jahre nach der Tat, beginnt Staatsanwalt Bobby DeLaughter (souverän, aber nicht übermäßig gefordert: Alec Baldwin) den Fall wieder aufzurollen, gegen einflußreiche Kräfte aus dem politischen Establishment, den Ku-Klux-Klan und das kollektive Vergessen. Daß Baldwin als Mitglied feudaler Südstaatenkreise, die mit der Tat des Mörders zumindest sympathisierten, vor der eigenen Türe fegt, daß Beckwith wiederholt als gemeingefährliches Monster beschrieben wird, sorgt nur kurzfristig für aufgestellte Haare, die sich schnell legen, als dramatische Konsequenzen ausbleiben. Von einer Bombendrohung abgesehen, behindern letztlich nur Schweigen und Lügen die Ermittlungen, werden Baldwins anfangs sorgfältig eingeführte Helfer (darunter "Fargo"-Spießer William H. Macy) bald arbeitslos. Nach etwa 90 Minuten Vorbereitung, die für fünf Jahre im realen, auuthentischen Fall stehen, beginnt der wiederaufgenommene Prozeß, der ohne Überraschungen einem vorhersehbaren Finale entgegensteuert, in dem Regisseur Rob Reiner wie schon in "Eine Frage der Ehre" auf Pathos statt besinnliche Zurückhaltung setzt. So spuken sie nicht lange im Kopf, die "Ghosts of Mississippi", weil Reiner ihren subtilen Auswüchsen (Baldwin hat keine afro-amerikanischen Freunde, er singt seiner Tochter das Dixie-Traditional) weniger Platz als seinem plakativen Muster-Fall einräumt. So bleibt ein ordentlicher, aber spannungsarmer Film zurück, der nie den Zorn, die emotionale Sprengkraft, aber immerhin das Einspiel von "Mississippi Burning" (ca. 211.000 Zuschauer) übertreffen kann. kob.

Das Attentat

Darsteller:  Alec Baldwin   als Bobby DeLaughter
  Whoopi Goldberg   als Myrlie Evers
  James Woods   als Byron De La Beckwith
  Craig T. Nelson   als Ed Peters
  Susanna Thompson   als Peggy Lloyd
  Lucas Black   als Burt DeLaughter
  William H. Macy   als Charlie Crisco
  Lloyd "Benny" Bennett   als Benny Bennett
  James Pickens Jr.   als Medgar Evers
  Virginia Madsen   als Dixie DeLaughter
  Wayne Rogers   als Morris Dees
  Bill Cobbs   als Charlie Evers
  Joseph Tello   als Drew DeLaughter
  Alexa Vega   als Claire DeLaughter
  Darrell Evers   als Darrell Evers
  Yolanda King   als Reena Evers
 
Regie:  Rob Reiner  
Drehbuch:  Lewis Colick  
Produzent:  Frederick Zollo  
  Nicholas Paleologos  
  Andrew Scheinman  
  Rob Reiner  
Koproduzent:  Frank Capra III.  
Ausf. Produzent:  Jeffrey Stott  
  Charles Newirth  
Kamera:  John Seale  
Schnitt:  Robert Leighton  
Musik:  Marc Shaiman  
Produktionsdesign:  Lilly Kilvert  
Kostüme:  Gloria Gresham  

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