Komödie http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg D'Artagnans Tochter

Filmdetails

D'Artagnans Tochter

Start: 13.07.1995


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Inhalt

Nachdem ihre Oberin von den Gefolgsleuten des bösen Duke von Grassac ermordet wurde, macht sich die Ordensschwester Eloise auf nach Paris, um ihren Vater, den Musketier D'Artagnan zu finden. Als sie in Paris ankommt zeigt sich dieser gar nicht begeistert von der Aussicht, wieder den Degen in die Hand zu nehmen.


Kritik

Was haben Douglas Fairbanks, Aime Simon-Girard, Don Ameche, Gene Kelly, Jean Marais, Michael York, Chris O'Donnell und Philippe Noiret gemeinsam? Richtig, sie alle haben schon einmal auf der Leinwand den weltberühmten Alexandre-Dumas-Helden D'Artagnan aus "Die drei Musketiere" verkörpert. Rund dreißig Mal wurde der Abenteuerstoff für die Leinwand adaptiert, zum Beispiel von Regiegrößen wie Allan Dwan, James Whale, Budd Boetticher, Abel Gance oder Richard Lester. Nun hat sich der eher auf ernste Themen spezialisierte Bertrand Tavernier ("Der Saustall", "Um Mitternacht", "Der Lockvogel") der Vorlage angenommen und - auch eher ungewöhnlich - den großen Charakterdarsteller Noiret als den heißblütigen Gascoigner besetzt. Das heißt, heißblütig ist Monsieur D'Artagnan in dieser französischen Produktion, die vergangenes Jahr in ihrem Herstellungsland höchst erfolgreich lief, längst nicht mehr. Er ist vielmehr ein in Ehren ergrauter Kämpe, der in einem Pariser Hinterhof, gemütlich in einem Stuhl sitzend, Fechtunterricht erteilt. Mit seiner Ruhe ist es vorbei, als eines Tages seine hitzköpfige Tochter Eloise auftaucht, die behauptet, von einer Verschwörung gegen den König zu wissen. D'Artagnan tut diese Information als Hirngespinst ab. Als die Tochter jedoch von den Handlangern des Kardinals bedroht wird, rafft sich der behäbige Musketier noch einmal auf, trommelt seine Ex-Gefährten zusammen und zieht gegen die finsteren Verschwörer zu Felde. "D'Artagnans Tochter" ist eine sehr freie, sehr eigenwillige Interpretation des Dumas- Klassikers, in dessen Mittelpunkt, wie der Titel schon verrät, Mademoiselle Eloise steht. Sophie Marceau spielt diese mit so viel Schwung und Sexappeal, daß man ihr endgültig ihre pubertären Auftritte in den "La Boum"-Filmchen nachsieht. Überhaupt ist die Besetzung - hervorzuheben an der Seite Noirets sind Sami Frey als bigotter Aramis, Charlotte Kady als die wunderbar verschlagene "Frau in rot" und Luigi Proietti als dümmlicher Kardinal - das größte Guthaben des Werks neben der einfühlsamen Musik Philippe Sardes, der authentischen Ausstattung Geoffrey Larchers und den üppigen Kostümdesigns Jacqueline Moreaus. Die eindeutige Schwachstelle ist das zu langatmige Buch, das viele Brüche aufweist und stellenweise einfach den Faden verliert. Dennoch dürfte mit dieser wohltuend altmodischen Actionkomödie, die mit flotten Sprüchen und amüsanten Fechteinlagen gespickt ist, vor allem bei einem älteren Publikum, das sich wehmütig an Errol Flynn und Konsorten zurückerinnert, ein Blumentopf zu gewinnen sein. GeH.

D'Artagnans Tochter

Darsteller:  Sophie Marceau  
  Nils Tavernier  
  Philippe Noiret  
  Jean-Luc Bideau  
  Raoul Billerey  
  Sami Frey  
  Charlotte Kady  
  Gigi Proietti  
  Claude Rich  
  Jean-Paul Roussillon  
 
Regie:  Bertrand Tavernier  
Drehbuch:  Michel Léviant  
Produzent:  Frédéric Bourboulon  
Kamera:  Patrick Blossier  
Musik:  Philippe Sarde  

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