Stilistischer Film noir von Alex Proyas über eine verdrehte Alptraumwelt. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz33/z0233075/b150x150.jpg Dark City

Filmdetails

Dark City

Stilistischer Film noir von Alex Proyas über eine verdrehte Alptraumwelt.


Dark City
Start: 27.08.1998

Science Fiction / Thriller

USA 1998
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Rufus Sewell
Kiefer Sutherland
Jennifer Connelly

Regie: Alex Proyas
Verleih: Studiocanal

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

John Murdoch erwacht in einem schmuddeligen Hotelzimmer und kann sich an nichts mehr erinnern. Er leidet an Amnesie. Doch nicht nur die Polizei ist ihm auf den Fersen, auch die bleichgesichtigen, glatzköpfigen "Fremden", die die Bewohner von Dark City als Versuchsobjekte benutzen, um der menschlichen Seele auf die Spur zu kommen und sich selbst das Fortbestehen zu sichern.


Kritik

Dark City

Mit seinem tragikumwitterten Debüt "Die Krähe" (bei den Dreharbeiten kam sein Star Brandon Lee ums Leben) gelang es dem australischen Regisseur Alex Proyas, einen ebenso überraschenden wie überzeugenden Teenager-Gothic-Kulthit zu kreieren. Sein vier Jahre später folgender Zweitling ist ein durch seine traumartigen visuellen Kompositionen bestechender Science-fiction-Thriller mit kafkaesken Untertönen, dem es wie seinem Vorgänger gelingt, eine komplett artifizielle Welt zu schaffen. Die von Proyas mitverfaßte Paranoia-Story beschäftigt sich fragmentarisch mit provokanten Konzepten wie Gedankenkontrolle, Realitätsmanipulation, die Suche nach der humanen Essenz und der Fähigkeit zu lieben.

Seinen Ausgang nimmt die deprimierend-düstere Zukunftsparabel in klassischer Film-noir-Tradition, wie sie auch den Coen-Brüdern nicht besser hätte einfallen können. Der Protagonist John Murdoch (Rufus Sewell) erwacht in einem schmuddeligen Hotelzimmer, um eine Frauenleiche vorzufinden und festzustellen, daß er an Amnesie leidet. Das Noir-Element wird zudem durch das superbe Produktionsdesign verstärkt, das die dunkle Stadt, in der niemals die Sonne scheint, trotz zahlreicher Verfremdungen wie eine amerikanische Metropole während der Depressionsära erscheinen läßt. Murdochs plastische Kindheitserinnerungen an das farblich fröhliche Strandidyll Shellbeach bilden einen grellen Konstrast zu den klaustrophischen Stadtkatakomben. Die Kostüme fügen sich nahtlos in diesen Retro-Rahmen ein.

Murdoch wird nicht nur von dem Polizeidetektiv Bumstead (William Hurt) und seiner Frau Emma (Sexbombe Jennifer Connelly aus "Nach eigenen Regeln" verströmt hier sensibel-spröde Eleganz), sondern auch von den bleichgesichtigen Glatzköpfen "Strangers" gesucht, die, in lange schwarze Kutten gehüllt, aussehen wie nahe Verwandte von Nosferatu und Pinhead aus "Hellraiser". Sie benutzen die menschlichen Bewohner der von ihnen wie ein Labyrinth konstruierten Dark City als Versuchskaninchen, um der Substanz der menschlichen Seele auf die Spur zu kommen und somit ihr eigenes Überleben zu sichern. Murdochs wahnsinniger Psychiater Schreber (Kiefer Sutherland wandelt mit verzerrten Grimassen und Sprachrhythmen ein wenig übertrieben auf Peter-Lorre-Pfaden), der den Außerirdischen als Handlanger dient, spielt schließlich eine entscheidende Rolle im infernalischen Showdown.

Proyas bediente sich für sein exzentrisches Szenario bei ebenso plakativen wie bekannten Ideen - beispielsweise aus "Metropolis", "Blade Runner", "Brazil" und "Die Stadt der verlorenen Kinder". Auch einige von Tim Burtons bizarren Gedankeninkarnationen glaubt man zu erkennen. Proyas' Protagonist ist ein Mann ohne greifbare Identität, der wie die Stranger telekinetische Fähigkeiten besitzt und schließlich mit schierer Willenskraft zum Schöpfer seines eigenen Universum wird. Bewußt abgehackt wirkt die Erzählstruktur und verstärkt so den Eindruck eines zum Film gewordenen Comics, wobei der rastlose Schnitt sicherlich nicht ohne Reiz, aber auch nicht jedermanns Sache ist. Charakterentwicklung und logische Abläufe spielen in dieser beeindruckenden "Dark City" ohnehin nur untergeordnete Rollen. Dem Filmemacher ist es deutlich wichtiger, faszinierende Traumwelten zu erschaffen, und das ist ihm mit in Erinnerung bleibenden, teils geradezu hypnotischen Bildkonstruktionen auch bestens gelungen. ara.

Dark City

Darsteller:  Rufus Sewell   als John Murdoch
  Kiefer Sutherland   als Dr. Daniel Schreber
  Jennifer Connelly   als Emma Murdoch
  William Hurt   als Frank Bumstead
  Richard O'Brien   als Mr. Hand
  Ian Richardson   als Mr. Book
  Colin Friels   als Walenski
  Mitchell Butel   als Husselbeck
  Frank Gallacher   als Stromboli
  Bruce Spence   als Mr. Wall
  Melissa George   als May
  John Bluthal   als Karl Harris
 
Regie:  Alex Proyas  
Drehbuch:  Alex Proyas  
  Lem Dobbs  
  David S. Goyer  
Produzent:  Andrew Mason  
  Alex Proyas  
Ausf. Produzent:  Michael De Luca  
  Brian Witten  
Kamera:  Dariusz Wolski  
Schnitt:  Dov Hoenig  
Musik:  Trevor Jones  
Produktionsdesign:  George Liddle  
  Patrick Tatopoulos  
  Michelle McGahey  
  Richard Hobbs  
Kostüme:  Liz Keogh  
Ton:  David Lee  

Cage rettet die Welt

Es gibt Funde, die für die Allgemeinheit von großer Bedeutung sind, und die, die besser unentdeckt tief in der Erde schlummern.

Großansicht Nic Cage acht das, was er am besten kann: die Welt retten (Foto: Kurt Krieger)

Nic Cage acht das, was er am besten kann: die Welt retten (Foto: Kurt Krieger)

Gerade noch war Nicolas Cage zu Gast bei Wetten dass?! in Graz und stellte mit Moderator Thomas Gottschalk seinen aktuellen Kracher "Das Vermächtnis des geheimen Buches" vor. Jetzt wurde bekannt, wie der US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln nächstes Jahr Ostern verbringen wird: am Set des Thrillers "Knowing"!

Im neuen Projekt von Regisseur Alex Proyas ("Dark City") spielt Nic einen Lehrer, der eine Zeitkapsel untersucht, die an der Schule seines Sohnes gefunden wurde. Schnell stellt er fest, dass sich bereits einige Vorhersagen, die sie enthält, bewahrheitet haben. Da darin auch der Untergang der Menschheit bis zum Ende der Woche beschrieben ist, befürchtet der Pauker das Schlimmste.

Nic spielt Down Under

Hört sich genau nach dem Filmstoff an, in dem wir Nic Cage am liebsten rackern sehen. Der Actioner beruht auf einer Idee des Romanautors Ryne Douglas Pearson ("Das Mercury Puzzle"). Der Drehstart soll am 17. März 2008 im australischen Melbourne sein.

Star

Kiefer Sutherland

Vielseitiger Darsteller, der in Rollen zwielichtiger Charaktere brillierte und in über 70 Filmen seine Bandbreite als Musketier,...

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Jennifer Connelly

Eine der schönsten Oscar-Preisträgerinnen Hollywoods. Mit ihrem verträumten Blick, den dichten Augenbrauen und den langen braunen...

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