Kurt Russell
Scott Speedman
Michael Michele
Regie: Ron Shelton
Verleih: Tobis
1991 am Vorabend der Rassenunruhen nach dem Rodney-King-Urteil. Sergeant Eldon Perry (Kurt Russell) kann es nicht fassen, dass seine Kollegen wegen Bagatellen angeklagt werden, hat aber momentan andere Sorgen mit seiner unzufriedenen Frau, den miesen Jobperspektiven und einem unreifen Juniorpartner (Scott Speedman). Der stellvertretende Chef des LAPD (Ving Rhames) möchte derweil das korrupte Geflecht rassistischer Seilschaften innerhalb der Polizei zerschneiden und könnte dazu einen aussagewilligen Cop gut gebrauchen....
David Ayer, Autor von "Training Day", schrieb auch diese ähnlich aufschlussreiche und fesselnde Charakterstudie über Gewalt, Korruption und Rassismus hinterm Bullenstern.
In einem prickelnd-spannenden Cop-Drama spielt Kurt Russell einen Polizisten, der selbst auf die schiefe Bahn gerät.
Los Angeles im April 1992. Die Stimmung in der sommerlich heißen Stadt ist zum Zerreißen gespannt. Ein Jahr zuvor haben vier Polizisten den Schwarzen Rodney King zusammengeschlagen. Jetzt wird ihnen der Prozess gemacht. Wenn es nach Sgt. Eldon Perry (Kurt Russell) ginge, müssten die Kollegen freigesprochen werden.
Perry ist Ermittler einer Elite-Einheit des L. A. Police Department und für seine harte Linie bekannt. Er ist kein schlechter Mensch. Aber über 20 Jahre Dienst haben ihn zu einem Zyniker und Befürworter von Selbstjustiz gemacht. Ganz anders sein junger Kollege Bobby Keough (Scott Speedman): Er glaubt noch an den klassischen Ehrenkodex, seine Berufung zum Guten.
Das ungleiche Duo untersucht einen brutalen Raubüberfall auf einen Lebensmittelladen, bei dem vier Menschen erschossen wurden. Bald sind sie auf der Spur der Täter, aber ihr korrupter Abteilungsleiter Van Meter (Brendan Gleeson) scheint in den Fall verwickelt. Währenddessen gibt es Freisprüche beim Rodney-King-Prozess. Inmitten der losbrechenden Unruhen kommt es zu einem aufwühlenden Showdown...
Nach einer Vorlage des Kult-Autors James Ellroy ("L.A. Confidential") ist Regisseur Ron Shelton ein Polizeithriller gelungen, der sich dem Gut-Böse-Schema Hollywoods entzieht. Kurt Russell ("Die Klapperschlange") beeindruckt dabei in seiner wohl besten Rolle seit Jahren: hart, aber auch auf tragische Weise gebrochen.
Ein mitreißender, brisanter Thriller, der Farbe bekennt bei Themen wie Gewalt, Zynismus und Rassismus. Und der gleichzeitig mit rasanter Action den Puls beschleunigt.
| Darsteller: | Kurt Russell | als Eldon Perry | |
|---|---|---|---|
| Scott Speedman | als Bobby Keough | ||
| Michael Michele | als Beth Williamson | ||
| Brendan Gleeson | als Jack Van Meter | ||
| Ving Rhames | als Arthur Holland | ||
| Kurupt | als Darryl Orchard | ||
| Dash Mihok | als Gary Sidwell | ||
| Lolita Davidovich | als Sally Perry | ||
| Master P. | als Maniac | ||
| Khandi Alexander | als Janelle Holland | ||
| Dana Lee | als Henry Kim | ||
| Chapman Russell Way | als Eldon Perry III | ||
| Marin Hinkle | als Deena Schultz | ||
| Regie: | Ron Shelton | ||
| Drehbuch: | David Ayer | ||
| Produzent: | Caldecot Chubb | ||
| David Blocker | |||
| Sean Daniel | |||
| James Jacks | |||
| Ausf. Produzent: | Guy East | ||
| Nigel Sinclair | |||
| Moritz Borman | |||
| Buchvorlage: | James Ellroy | ||
| Kamera: | Barry Peterson | ||
| Schnitt: | Paul Seydor | ||
| Musik: | Terence Blanchard | ||
| Produktionsdesign: | Dennis Washington | ||
| Thomas T. Taylor | |||
| Kostüme: | Kathryn Morrison | ||
| Ton: | Matthew C. Beville | ||
| Casting: | Francine Maisler | ||
Eben noch ließ sie einen vorgeblich schwulen Feuerwehrmann ihre Brüste betatschen, nun heftet sie sich an die Fersen einer Femme fatale um ihren Bruder zu schützen.
Größer könnte der Unterschied für Jessica Biel kaum sein. Nachdem sie im Überraschungshit "Chuck und Larry" in unverblümter Komödien-Manier Adam Sandler mit der Echtheit ihrer weiblichen Kurven beeindruckte, macht die sexy Schauspielerin im Thriller "Die A Little" richtig ernst. Sie spielt die Schwester eines Cops in Los Angeles, der eine Kostümbildnerin heiratet. Doch die Schneiderin hat eine verdammt dunkle Vergangenheit.
Vorlage ist der gleichnamige Erfolgsroman von Megan Abbott. Während dieser jedoch im Jahr 1954 angesiedelt ist, soll die Verfilmung in der Gegenwart spielen. Der Clou des Romans ist der Abstieg von Jessica Biels Figur aus der behüteten Welt einer Lehrerin in die dunklen Gassen und Hinterhöfe der Gangsterwelt von Los Angeles.
"Die A Little" wird übrigens oft mit den Romanen von James Ellroy verglichen, die im Fall von "L.A. Confidential", "Dark Blue" oder "Black Dahlia" auch den Weg ins Kino fanden - und eine durch und durch verdorbene Welt auf die Leinwand zeichneten. Da passt es, dass sich Jessica Biel, die den neuen Film auch selbst produziert, mit einem langjährigen Weggefährten von Quentin Tarantino zusammengetan hat: Koproduzent Richard N. Gladstein hatte bei "Reservoir Dogs", "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" die Finger im Spiel, ebenso wie bei "Die Bourne Identität".
Klingt nach einem äußerst viel versprechenden Projekt für Jessy!
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