Originaltitel: Eye See You
USA 2000
Sylvester Stallone
Tom Berenger
Charles S. Dutton
Regie: Jim Gillespie
Verleih: UIP
Cop Jake Malloy hält den Druck seines Jobs nicht mehr länger aus. Nachdem er als Zeuge eines Gewaltakts einen Nervenzusammenbruch erleidet, wird er in eine Rehabilitationsklinik überwiesen, die sich auf Fälle wie seinen spezialisiert hat und vor allem Gesetzeshüter behandelt. Als ein Kollege nach dem anderen in dem Hospital ermordet wird, muss Jake einschreiten.

Die therapeutischen Absichten von "28 Tage", das Klima von "The Shining" (metereologisch), das Misstrauen von "Das Ding aus einer anderen Welt" und die Grundmuster der Schlitzerfilmkultur ergeben Sylvester Stallones nächsten Versuch, in der A-Liste Hollywoods zu bleiben. Man weiß, was Regisseur Jim Gillespie den letzten Sommer getan hat: er wartete auf die Veröffentlichung seines Thrillers, der über zwei Jahre nach Ende der Dreharbeiten nun in die Kinos kommt und sich für einen typischen Genrebeitrag eine erstaunlich namhafte Besetzung sichern konnte.
Wie sehr Hollywood-Piranhas respektierte Genre-Stoffe bis auf ihr Gerippe abnagen, um darauf eine reißerische, kommerziell noch tauglichere Geschichte aufzubauen, zeigt auch diese Adaption eines Thrillers des dreifachen Pulitzerpreisträgers Howard Swindle. Aus Swindles Hauptfigur, einem alkoholsüchtigen Cop, der unter dem Druck einer scheiternden Ehe in eine Entzugsklinik geht, in der dann merkwürdige Dinge passieren, entwickeln Jim Gillespie ("Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast") und seine Autoren die Story eines Serienmörders auf Rachefeldzug und eines traumatisierten Cops, dem der Killer bis in die Therapie folgt. Das erste Drittel von "D-Tox - Im Auge der Angst" ist eine durchaus spannende, atmosphärisch an "Sieben" erinnernde Einführung des Copkillers, der an penetrierten Augen und aufgehängten Leichen in allen Variationen Geschmack findet. Stallone spielt FBI-Mann Malloy, den der Killer aus einem dubiosen Motiv heraus gnadenlos verfolgt und mit der Ermordung seiner großen Liebe schließlich in den Alkoholismus treibt. Unter Druck gesetzt von seinem besten Freund (Charles Dutton als loyale und humorvolle Seele), reist Malloy zum Entzug in die entlegene Klinik eines ehemaligen Polizeiarztes, in der, isoliert und vom eisigen Winter Wyomings stürmisch umtost, neun andere Cops auf ihre Therapie warten. Der düstere, ehemals vom Militär genutzte Bunkerbau mit langen dunklen Gängen und einladenden Zellen wirkt als Option für eine Entzugsklinik absurd, soll aber durch seine Konstruktion das Gefühl von Ausgeliefertsein und Uneinsehbarkeit vermitteln, wenn der Copkiller seine urbanen Aktivitäten hierher verlagert und den Patientenstamm reduziert. Zeit, um die Figuren kennenzulernen, damit ihr Tod auch Spuren hinterlässt, bleibt dabei kaum. Mit der Ankunft Stallones tauchen auch hier die ersten Leichen auf. Bis der Täter schließlich enttarnt und seiner Verhaltensbilanz wegen grausam bestraft wird, schleicht man als Zuschauer mit verängstigten Cops durch die Gänge, stolpert über Leichen und bewundert den Aktionsradius des Killers, der außerhalb und innerhalb des Bunkers zuschlägt und selbst unter Druck noch Zeit findet, seine Opfer dekorativ auszustellen. kob.
| Darsteller: | Sylvester Stallone | als Jake Malloy | |
|---|---|---|---|
| Tom Berenger | als Hank | ||
| Charles S. Dutton | als Chuck Hendricks | ||
| Kris Kristofferson | als Dr. John Mitchell/Doc | ||
| Polly Walker | als Jenny Munroe | ||
| Sean Patrick Flanery | als Connor | ||
| Christopher Fulford | als Frank Slater | ||
| Dina Meyer | als Mary Donahue | ||
| Robert Patrick | als Pete Noah | ||
| Robert Prosky | als McKenzie | ||
| Courtney B. Vance | als Willie Jones | ||
| Jeffrey Wright | als Smiley | ||
| Stephen Lang | |||
| Regie: | Jim Gillespie | ||
| Drehbuch: | Ron Brinkerhoff | ||
| Patrick Smith Kelly | |||
| Produzent: | Karen Kehela | ||
| Ric Kidney | |||
| Brian Grazer | |||
| Ausf. Produzent: | Maureen Peyrot | ||
| Kamera: | Dean Semler | ||
| Schnitt: | Steve Mirkovich | ||
| Musik: | John Powell | ||
| Produktionsdesign: | Gary Wissner | ||
| Gershon Ginsburg | |||
| Kostüme: | Catherine Adair | ||
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