Kunstmaler Henri Kappes hockt den lieben langen Tag in seiner düsteren Berliner Mietwohnung und harrt des Musenkusses. Da zieht in die Wohnung gegenüber ein wortkarger Fremdling ein und entwickelt sonderbare Aktivitäten, die des Malers Neugier wecken. Also beginnt Henri den neuen Nachbarn nach Strich und Faden auszuspionieren. Diese Aktivitäten tun allerdings weder ihm noch seiner Beziehung gut. Als Henri immer weiter in die fremde Welt aus Verbrechen und schmerzvollem Sex eindringt, gerät er selbst in Lebensgefahr.
Vom latenten Voyeur, der in uns allen wohnt (vor allem in uns Filmguckern...), erzählt der frühere Herausgeber des Filmzines "X-Tro" Christian Alvart in seinem Leinwanddebüt, das bereits beim Max Ophüls Festival 1999 ein kunstsinniges Publikum in Erstaunen versetzte. Angesiedelt im kommerziellen Niemandsland zwischen experimentellem Arthouse und Zitat-gespicktem (von Franco bis Ferrara) Genrekleinod verfehlt der Film das Massenpublikum um Längen, ist jedoch ein Tip für die wohlsortierte Thrillersammlung. Man wird von Alvart hören.
Kapriziös und erotisch, verspielt und knallhart im Durchsetzen ihrer Interessen sind die von Nadeshda Brennicke verkörperten...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.