Originaltitel: 3000 Miles to Graceland
USA 2000
Kurt Russell
Kevin Costner
Courteney Cox
Regie: Demian Lichtenstein
Verleih: Warner
Fünf Männer überfallen in Elvis-Kostümen das Riviera-Casino in Las Vegas und entkommen mit einer Millionenbeute. Doch ihr eiskalter Anführer will das Geld für sich allein behalten und erschießt seine Partner. Nur einer, Michael, überlebt und reißt sich den Geldsack unter den Nagel. Es kommt zum erbitterten Duell zwischen den beiden.
Die Maschinenpistole im Gitarrenkasten: Kevin Costner und Kurt Russell sacken in Las Vegas eben 3,2 Millionen Dollar ein.
In Las Vegas ist nicht der Teufel, sondern der Elvis los. Imitatoren des Rock-Idols in schrillen Outfits bevölkern den Strip.
Zwischen der wogenden Menge im berühmten Riviera-Hotel marschieren ein paar als Elvis verkleidete Gangster auf - ganz traditionell mit Maschinenpistolen im Gitarrenkoffer - und sacken 3,2 Millionen Dollar ein.
Mit dem Hubschrauber geht's dann up and away vom Dach des Casinos. Doch Gang-Anführer Murphy (Kevin Costner) entpuppt sich als geldgeiler Typ, der nicht davor zurückschreckt, seine Kumpels abzuknallen, wenn's um die Kohle geht.
Nur Ex-Knacki Michael Zane (Kurt Russell) entkommt dem skrupellosen Ganoven. Und verfolgt ihn und die Beute. Aber auch die Marshals hetzen den wahnsinnigen Killer.
Jeder gegen jeden. Das Spiel ist nicht neu, aber hier gewinnt es neue Spannung. Kevin Costner, so richtig amoralisch als durchgeknallter Krimineller, sorgt dafür, dass der Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen schnellt.
Er tanzt nicht mit dem Wolf, sondern den Jailhouse-Rock mit dem Tod. Ein paranoider Pop-Mix aus Tarantino und John Woo. Aber nur für ganz Coole!
Viele kennen Las Vegas nur als große Spielhölle. Doch die Stadt der Lichter hat mehr zu bieten als Black Jack und Luxusherbergen. Das wissen vor allem Hollywoods Filmemacher zu schätzen. Einwohner und Besucher dienen im Zockerparadies fast täglich als Statisten.
"Crime Is King", "Rat Race - Der nackte Wahnsinn", "Rush Hour 2" oder "Ocean's Eleven" - viele Filmhits der letzten Monate sind in der Showkapitale Las Vegas entstanden. Als Kulissen dienten den Regisseuren pompöse Hotels, luxuriöse Anwesen und schummrige Hinterhöfe - den weltberühmten Las Vegas Strip nicht zu vergessen.
Aufgereiht wie Perlen an einer Schnur thronen an der Schlagader der Wüstenoase die schönsten Hotels der Welt. Und mittendrin tummeln sich während der wochenlangen Dreharbeiten Hollywoods Superstars. Die Schauspielgötter fühlen sich wohl im Lichter- und Menschengewimmel. So sorgte Frauenschwarm George Clooney mit seinen Gags am Set von "Ocean"s Eleven" ständig für gute Laune.
Filmdreh gehört zum Alltag
Mittendrin im Filmgeschehen sind auch regelmäßig etliche Touristen und Einheimische. Sie fungieren teils bewusst, teils unbewusst als nützliche Statisten. Für die über zwei Millionen Bewohner des Zockerparadieses ist das mittlerweile nichts besonderes mehr. Ständig fallen Hollywoods Filmemacher in der Stadt der Superlative ein, die ihren Höhenflug übrigens Gangsterboss Bugsy Siegel zu verdanken hat.
Der Mobster eröffnete 1946 das Flamingo Hotel und Casino. Lange erfreuen konnte sich der Visionär jedoch nicht an seinem Werk. Die Fertigstellung des Casinos hatte viele Millionen mehr verschlungen als ursprünglich geplant. Dazu kam, dass die Geschäfte schlecht liefen. Bugsys Partner ließen ihn fallen und jagten ihm eine Kugel durch den Kopf. Den sensationellen Aufstieg "seiner Stadt" hat er nicht mehr erlebt. Auch nicht den Rückzug der Mafia- und den Einzug der Filmbosse.
Luxushotels als Filmkulissen
Hollywoodstudios wie MGM erkannten früh, dass mit dem Glücksspiel eine Menge Geld zu verdienen ist. Also wurden riesige Hotelkomplexe des höchsten Standards an den Strip gebaut - das MGM Grand war mit über 5.000 Zimmern lange Zeit das größte Hotel der Welt. Die Herbergen dienen nicht nur als luxuriöse Bettenburgen, sondern auch als erstklassige Filmkulissen.
Dass die Rechnung aufging, haben die Majorstudios einem weiteren Visionär zu verdanken: Steve Wynn. Der Geschäftsmann nahm der Stadt ihr Schmuddel-Image, verbannte abgebrannte Zockerseelen und verwandelte Las Vegas mit seinen grandiosen Themenhotels in ein wahres Familienparadies. Den Grundstein dafür legte er mit seinem 1989 eröffneten Südsee-Traum "Mirage-Hotel".
Weiße Tiger und Poollandschaften
Durch die eigenwillige sternförmige Bauweise konnte der Bau-Tycoon seinen Besuchern von jedem Zimmer aus den begehrten Blick auf den Strip bieten. Gleichzeitig nahm er Siegfried & Roy, die besten Illusionisten der Welt, unter Vertrag. Bis heute gehört deren Show zum Feinsten, das Las Vegas zu bieten hat.
Milliardär Sheldon Adelson hat mit dem Bau des "Venetian" das Hotel mit den schönsten Zimmern genau gegenüber des "Mirage" gestellt. Wer stilvoll und opulent schwimmen möchte, wird in der Poollandschaft des "Bellagio" auf seine Kosten kommen.
Den besten Thrillfaktor gibt's dagegen in 300 Meter Höhe. Auf der Spitze des "Stratosphere Tower Hotel & Casino" windet sich eine Achterbahn um den Turm. Wem dieser Gruselfaktor noch zu wenig ist, kann sich von der gleichen Plattform aus im "Freefall-Tower" 50 Meter in die Luft schießen lassen und nebenbei die Vögel grüßen.
Leckerbissen für Magen und Ohr
Diejenigen, die sich lieber leibliche Genüsse gönnen, sollten unbedingt im "Le Cirque" im Bellagio-Hotel einkehren. Besitzer Sirio Maccioni hat sein Edelrestaurant von New York nach Las Vegas transferiert. Das Hamachi-Wildlachs-Tartar mit Kaviar ist einfach ein Gedicht.
Poetisch wird es auch, wenn Celine Dion im eigens für sie errichteten Showtheater im "Caesar's Palace" auf der Bühne steht. Der Klassiker unter den Hotels diente schon in vielen Hollywood-Blockbustern als Kulisse. Der stete Drang nach neuen Superlativen wird der Traumfabrik auch in den nächsten Jahren wunderbare Filmkulissen in Las Vegas liefern. Wir freuen uns schon...
weitere Infos:
www.lasvegas.com
www.vegas.com
www.lasvegasweekly.com
www.vegas-online.de
www.las-vegas-live.de
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