Daniel Craig
Harrison Ford
Olivia Wilde
Regie: Jon Favreau
Verleih: Paramount
Jake Lonergan wacht mitten in der Prärie auf, ohne sich an etwas zu erinnern: Weder an seinen Namen noch wie er an diesen Ort kam und erst recht nicht, warum er dieses seltsame Metallarmband trägt. Im nächsten Ort sorgt er erst einmal für Unruhe, als er den verzogenen Sohn des lokalen Viehgroßhändlers vermöbelt. Der Sheriff erkennt in ihm schließlich einen gesuchten Verbrecher und sperrt ihn ein. Als aber eine Horde von Außerirdischen plötzlich das Dorf angreift und mehrere Bewohner entführt, bietet sich für Lonergan die Chance zur Rehabilitierung, denn das Armband entpuppt sich als mächtige Waffe. Zusammen mit den restlichen Bewohnern begibt er sich auf die Jagd nach den Aliens.

Topbesetzte Comicverfilmung von Jon Favreau, in der es eine Handvoll Cowboys unerwartet mit überlegenen Aliens zu tun bekommt, und diesen entschlossen entgegen tritt.
Dank Hollywoods aktueller Themenplünderung in Comic-Gefilden, finden die absurdesten Geschichten mittlerweile ihren Weg auf die große Leinwand. Doch vielen Kritikerunkenrufe zum Trotz, bringt diese nicht nur filmische Katastrophen hervor, sondern kann, wie zuletzt "Thor" eindrucksvoll bewies, auch für Perlen im Franchise-Dschungel sorgen. Mit Cowboys, die sich auf die Jagd nach Außerirdischen Invasoren begeben, hatte aber wahrscheinlich niemand gerechnet.
Doch genau diese Prämisse liegt Jon Favreaus Verfilmung von Scott Mitchell Rosenbergs Comic "Cowboys & Aliens" zugrunde. Und Favreau, der bereits mit "Iron Man" unter Beweis stellte, dass er Comicfiguren Leben und vor allem Charme einhauchen kann, weiß genau, was er den, wohl zumeist männlichen Lesern und Kinozuschauern schuldig ist: Wie der wahrgewordene Traum eines Genrenerds bewegt sich der Film sicher zwischen der Welt harter Western-Männer und den effektlastigen Schauwerten eines Science-Fiction-Actioners. Mittendrin blickt Daniel Craig als Mann der Tat grimmig unter seinem Hut hervor, während er auf der Suche nach seiner verlorenen Erinnerung in einem kleinen Ort zunächst für Unruhe sorgt und schließlich als gesuchter Verbrecher festgenommen wird. Erst der Angriff seltsamer Flugmaschinen, die - im wahrsten Sinne des Wortes - völlig aus der Luft nach den Bewohnern greifen, bietet ihm die Möglichkeit zur Rehabilitierung. Schließlich ist er im unfreiwilligen Besitz einer ganz besonderen Handfeuerwaffe.
Unter anderem der hochkarätigen Besetzung der Posse, die sich nun auf den Weg macht, den Aliens klar zu machen, dass sie sich dieses Mal den falschen Planeten als Jagdrevier ausgesucht haben, ist es im Folgenden zu verdanken, dass Dialogschwächen, Vorhersehbarkeiten und teils Canyon-große Logiklöcher wohlwollend ignoriert werden können. So schickt Favreau neben Craig auch Harrison Ford, Sam Rockwell, Paul Dano, Keith Carradine und Olivia Wilde in die Sättel. Vor allem Ford zeigt sich ideal als knorriger Viehgroßhändler. Favreau und das Autorenteam, das insgesamt sechs Kreative umfasst, was sich leider teilweise auch im fehlenden Fluss der Geschichte zeigt, legten vor allem Wert auf markante Sprüche, staubige Settings und eindeutige Charaktere. Diese sind zwar oft nicht weit vom Klischee entfernt, was aber wiederum perfekt in die Stimmung des ganzen Films passt. Kindern gleich, die fasziniert durch die skurrilsten Comicuniversen blättern, wagen die Filmemacher einen fast schon nostalgischen Blick auf Abenteuer, in denen es noch keinen Platz für psychologisierende Feinheiten gab. Wünschenswert wäre allenfalls gewesen, diese Atmosphäre, die schon durch die wunderbare Eingangssequenz aufgebaut wird, hätte auch im Mittelteil mehr Bestand. Tiefsinnigkeit sucht der Zuschauer hier jedenfalls vergebens und insgesamt leider auch die Qualität eines "Iron Man". Wenn er aber gewillt ist, sich auf die absurde Welt von "Cowboys & Aliens" einzulassen, erwartet ihn harmlose Blockbuster-Unterhaltung par excellence. Also genau das Richtige, um sich an sommerlichen Kinoabenden ans kindliche Cowboy-und-Indianer-Spielen zurückzuerinnern.
mahe.
Da waren es nur noch zehn: Die 'Academy' hat weitere fünf Kandidaten für den Visual Effects-Oscar aus dem Rennen genommen. Auch "Thor" und "Sherlock Holmes" wurden aussortiert.
Vor einem Monat gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences 15 Filme bekannt, die in diesem Jahr eine Chance auf den Oscar für die besten visuellen Effekte haben. Nun wurde die Liste eingedampft und fünf große Filme sind in der Oscar-Kategorie für den besten Bombast aus dem Rennen.
Aussortiert wurden "Cowboys & Aliens", "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten", "Sucker Punch", "Super 8" und "Thor".
Von den verbliebenen zehn Filmen werden in den nächsten beiden Wochen nochmals fünf gestrichen, die Finalisten dann am 24. Januar zusammen mit den Nominierungen aus allen anderen Kategorien veröffentlicht. Die Oscar-Verleihung 2012 selbst steigt am 26. Februar. Im vergangenen Jahr gewann den "Visual Effects"-Oscar "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1".
1. "Captain America"
2. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2"
3."Hugo Cabret"
4. "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"
5. "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten"
6. "Real Steel"
7. "Planet der Affen: Prevolution"
8. "Transformers 3"
9. "The Tree of Life"
10. "X-Men: First Class"
Am 14. Oktober 2005 übernahm er, standesgemäß per Schnellboot auf der Themse zur Pressekonferenz in London eintreffend, als sechster...
Dass Harrison Ford 1996 zum erfolgreichsten Schauspieler des Jahrhunderts gewählt wurde und 2008 zum vierten Mal die Filmikone "Indiana Jones...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.