Epische Verfilmung des Romans von Louis de Bernieres über eine ungewöhnliche Liebe auf einer griechischen Insel in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz42/z0142138/b150x150.jpg Corellis Mandoline

Filmdetails

Corellis Mandoline

Epische Verfilmung des Romans von Louis de Bernieres über eine ungewöhnliche Liebe auf einer griechischen Insel in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.


Corellis Mandoline
Start: 01.11.2001

Originaltitel: Captain Corelli's Mandolin

Drama

USA 2001
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Nicolas Cage
Penélope Cruz
John Hurt

Regie: John Madden
Verleih: UIP

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

In der unberührten Idylle von Kephallonia verliebt sich Arzttochter Pelagia in den Fischer Madras. Als italienische Truppen einmarschieren und der Zweite Weltkrieg seine Schatten vorauswirft, geht Madras in den Untergrund und lässt Pelagia zurück, die Vertrauen zum italienischen Offizier Corelli fasst. Dann schlägt das Schicksal zu.


Kritik

Corellis Mandoline

"Der italienische Patient" verguckt sich in "Alexa Zorbas", ehe es auf der griechischen Insel Kefalonia zu einem Mini-"Pearl Harbor" kommt. Wie ein "Best of" zum Thema "Liebe in Zeiten des Krieges" mutet Regisseur John Maddens ambitionierter "Shakespeare in Love"-Nachfolger an. Insgesamt etwas schwerfälliger inszeniert als sein kurzweiliger Oscar-Abräumer aus dem Jahre 1998, besticht die aktuelle, zu Herzen gehende Bestseller-Adaption vor allem durch die hochkarätige Besetzung und pittoreske Schauplätze.

Seit seinem Part als einarmiger Bäcker in "Mondsüchtig" hat er nicht mehr so traurig geschaut - Nicolas Cage, der sich nach diversen Ausflügen ins Action-Fach hier mal wieder als romantischer Liebhaber versucht. Seinem Kollegen Ralph Fiennes, dem "englischen Patienten", gleich, erleidet er als italienischer Offizier Corelli an Körper und Geist die Qualen von Liebe und Krieg. Dabei fängt alles harmlos und idyllisch an: Über dem Ägäis-Eiland Kefalonia scheint die Sonne, die Fische beißen, die Einheimischen ringen frohen Mutes dem kargen Boden ihren Lebensunterhalt ab, genießen harzigen Wein sowie ab und zu ein kleines Tänzchen. Nur der Dorfarzt - John Hurt mit hochgezwirbeltem Schnurrbart - blickt sorgenvoll philosophierend in die Zukunft. Da ist zum einen der Zweite Weltkrieg, der seine bedrohlichen Schatten vorauswirft, zum anderen seine hübsche, medizinisch begabte, willensstarke Tochter Pelagia, die ihr Herz ausgerechnet an den strammen, nicht sonderlich intelligenten Fischer Madras verloren hat. Der taucht in den Untergrund ab, um als Partisan zu kämpfen, als Mussolinis Truppen auf seiner Insel landen. Angeführt werden die Italiener vom lebenslustigen Hauptmann Antonio Corelli, der seine Mandoline und Puccini-Arien mehr liebt als alles andere auf der Welt - bis er Pelagia erblickt...

Was hier klingt wie eine Mischung aus Hedwig Courths-Mahler und "Gartenlaube"-Prosa stammt ursprünglich aus der Feder von Louis de Bernière und war vor Shawn Slovos Umarbeitung zum Drehbuch im Jahre 1994 ein veritabler Bestseller, der Liebe, Leidenschaft, Patriotismus, Krieg und Moral auf wunderbar eingängige Weise miteinander in Einklang bringt. Ein idealer Kinostoff also, ganz in der Tradition populärer Meilensteine wie "Doktor Schiwago" oder "Wem die Stunde schlägt". Was dem Werk über weite Strecken jedoch im Gegensatz zum Buch fehlt, sind die leisen, nachdenklichen Zwischentöne. Regisseur John Madden, der sich bei "Ihre Majestät: Mrs. Brown" (1997) noch als überaus differenzierter, genauer Beobachter erwies, neigt hier - mit Blick auf die Kinokasse? - zu Vereinfachungen. Christian Bale ("American Psycho") als Madras beispielsweise ist so ein edles Individuum, dass für ihn allein der Begriff "Gutmensch" hätte erfunden werden müssen. Und die unverwüstliche Irene Papas als dessen Mutter gibt dem Zorbas Zucker, sprich, spielt eine schwarz gewandete hellenistische Mutti wie man sie sich "typischer" gar nicht vorstellen kann.

Hat man sich aber mit dem einen oder anderen überflüssigen Klischee arrangiert und die zarte, treffend besetzte Spanierin Penelope Cruz ("Woman on Top", "All die schönen Pferde") als griechische Liebesmuse akzeptiert, funktioniert "Corellis Mandoline" als ansehnliche, unterhaltsame Romanze vor tragischem Hintergrund. Von John Toll ("Braveheart") vorzüglich fotografiert, bestechen besonders - durchaus vergleichbar mit "Pearl Harbor" - die realistischen Kriegsszenen, die den Zuschauer immer wieder wie Schockwellen überrollen. Getragen wird das Epos, dem es manchmal an der richtigen Fallhöhe der Gefühle fehlt, von der ruhigen Präsenz Nicolas Cages, der wunderbar mit Penelope Cruz harmoniert und dem das happy ending der Geschichte durchaus zu gönnen ist. Fazit: Herz-Schmerz mit Anspruch, der, entsprechend platziert und beworben, der UIP ein solides Geschäft garantieren sollte.geh.

Corellis Mandoline

Darsteller:  Nicolas Cage   als Capt. Antonio Corelli
  Penélope Cruz   als Pelagia
  John Hurt   als Dr. Iannis
  Christian Bale   als Mandras
  David Morrissey   als Capt. Gunter Weber
  Irene Papas   als Drosoula
  Piero Maggio   als Carlo
  Gerassimos Skiadaressis   als Stamatis
  Roberto Citran   als General Gandin
  Patrick Malahide   als Col. Barge
 
Regie:  John Madden  
Drehbuch:  Shawn Slovo  
Produzent:  Tim Bevan  
  Eric Fellner  
  Kevin Loader  
  Mark Huffam  
Koproduzent:  Jane Frazer  
  Debra Hayward  
  Liza Chasin  
Buchvorlage:  Louis de Bernières  
Kamera:  John Toll  
Schnitt:  Mick Audsley  
Musik:  Stephen Warbeck  
Produktionsdesign:  Jim Clay  
  Gary Freeman  
  Chris Seagers  
Kostüme:  Alexandra Byrne  
Ton:  Peter Lindsay  
  Adrian Rhodes  

Star

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