Anspruchsvolles, atmosphärisch-dichtes Polizei-Korruptions-Drama mit sensationeller Besetzung. http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008268/b150x150.jpg Cop Land

Filmdetails

Cop Land

Anspruchsvolles, atmosphärisch-dichtes Polizei-Korruptions-Drama mit sensationeller Besetzung.


Cop Land
Start: 29.01.1998

Drama / Thriller

USA 1997
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sylvester Stallone
Harvey Keitel
Ray Liotta

Regie: James Mangold
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Freddy Heflin erwartet nicht mehr viel vom Leben. Seinen Dienst als Sheriff in "Cop Land", einem Städtchen für Cops und deren Familien erbaut, reißt er ab. Als Internal-Affairs-Agent Tilden dem Verschwinden eines Polizisten, der zwei Schwarze auf dem Gewissen hat, nachspürt, muß Heflin sich zwischen Loyalität und Wahrheit entscheiden. Denn "Cop Land" wurde von der Mafia finanziert.


Kritik

Cop Land

Als adrenalingesteuerter Action-Bimbo stieg Sylvester "Rambo" Stallone zu Weltruhm auf. Des belächelten Karikatur-Images und Respektmangels müde, erklärte er sich bereit, für den reizvollen und schauspielerisch anspruchsvollen Part des phlegmatisch-passiven Dorf-Sheriffs Freddy Heflin in dem atmospärischen Polizeikorruptionsdrama "Copland" auf seine übliche Gagenforderung zu verzichten, sondern gegen Tarifbezahlung mitzuwirken. Dafür hat der "Rocky"-Darsteller wie ein wilder Stier 40 Pfund um die Hüften zugelegt und kann aus dem schauspielerischen Sparring selbst mit so schwergewichtigen Partnern wie Robert De Niro und Harvey Keitel ohne Blessuren hervorgehen.

Regie und Drehbuch des sensationell besetzten Ensemblemoralstücks gehen auf das Konto des relativ unbeschriebenen Blatts James Mangold, dessen Debüt "Heavy" ebenfalls um einen übergewichtigen und resignierten Verlierertypen kreiste, der von seiner Umwelt nicht für voll genommen wird. Als Mangolds Stärke kristallisiert sich erneut die exakte Studie eines isolierten Milieus heraus. In diesem Fall handelt es sich um den fiktiven 1280-Einwohner-Ort Garrison, der hartgesottenen New-York-City-Cops und ihren Familien als sichere Enklave fernab vom Großstadt-Hexenkessel dient. Dieses "Copland" wurde jedoch mit Mafia-Darlehen finanziert, so daß die korrupten Gesetzeshüter unter der Führung von Ray Donlan (Keitel) sich auf interne Loyalität verlassen müssen. Ihre schmutzig erkaufte Idylle ist erheblicher Gefahr ausgesetzt, als der junge Polizist Murray Babitch (Michael Rappaport) im Eifer des Gefechts überreagiert und zwei unbewaffnete Schwarze erschießt. Ray beschließt, seinen völlig aufgelösten Neffen Murray von der Bildfläche verschwinden zu lassen, bevor dieser zu plappern beginnen kann. Damit wird das Interesse des Internal-Affairs-Agenten Moe Tilden (De Niro) geweckt, der bei Garrisons Sheriff Heflin (Stallone) vorspricht, ihm bei seinen Ermittlungen behilflich zu sein. Der auf einem Ohr taube Heflin wird dadurch in einen tiefen Gewissenskonflikt gezogen: Zum einen gäbe es ihm endlich Gelegenheit, seinen lange verlorenen Traum vom Cop-Dasein auszuleben, andererseits fühlt er sich dem ihn mit milder Herablassung tolerierenden Ray und seiner Gang gegenüber verbunden.

In starken Nebenrollen glänzen Ray Liotta, Peter Berg und Robert Patrick (als Cops), Annabelle Sciorra (als Love Interest), Cathy Moriarty (Rays untreue Ehefrau) und Janeane Garofalo (als Hilfssheriff). Zentraler Punkt der Geschehnisse ist jedoch Protagonist Stallone, der von seinen hervorragenden Mitspielern gleichzeitig getragen und zu Höchstleistungen angespornt wird. Mit niedergeschlagenem Blick, marionettenhaftem Gang, verzögertem Bewegungsrhythmus und zurückhaltender Stimme verkörpert er perfekt die verbitterte Hoffnungslosigkeit, verzweifelte Isolation und traurige Passivität seiner bemitleidenswerten, vom Schicksal getretenen Außenseiterfigur - was teils als etwas kalkuliert sympathieheischend ausgelegt werden könnte. Erst zum Schluß, als Heflin das ganze abstoßende Ausmaß des moralischen Morasts bewußt wird, eskalieren die Ereignisse in traditioneller "Zwölf Uhr mittags"-Westernmanier, die ihn in eine Variation seiner bestens bekannten Action-Persönlichkeit schlüpfen läßt.

Momente dynamisch inszenierter Konfrontationen wechseln sich balanciert mit zwischenmenschlichem Drama und konventioneller Action ab. Dennoch mangelt es der eindringlichen Moralfabel um Bestechlichkeit, Nepotismus, Kleinstadtleben, Loyalität, Mord, verlorenen Träumen und Gerechtigkeit vielleicht ein wenig an dramaturgischer Power, da der Plot kaum Überraschungen bereithält. Das eingeschränkte Suspense-Element wird mit atmosphärischer Dichte - nicht zuletzt mit dem requiemartigen Score und den funktionellen, in triste Farben getauchten Bildkompositionen erzeugt - zufriedenstellend ausgegeglichen. Mit Unterstützung des "Taxi Driver" und zwei "GoodFellas" konnte Sly jedenfalls am Startwochenende resolut das amerikanische Boxoffice dominieren. ara.

Cop Land

Darsteller:  Sylvester Stallone   als Freddy Heflin
  Harvey Keitel   als Ray Donlan
  Ray Liotta   als Gary Figgis
  Robert De Niro   als Moe Tilden
  Peter Berg   als Joey Randone
  Janeane Garofalo   als Deputy Cindy Betts
  Robert Patrick   als Jack Rucker
  Michael Rapaport   als Murray Babitch
  Annabella Sciorra   als Liz Randone
  Noah Emmerich   als Deputy Bill Geisler
  Cathy Moriarty   als Rose Donlan
  John Spencer   als Leo Crosby
  Frank Vincent   als President Lassaro
  Arthur Nascarella   als Frank Lagondo
  Malik Yoba   als Detective Carson
 
Regie:  James Mangold  
Drehbuch:  James Mangold  
Produzent:  Cary Woods  
  Cathy Konrad  
  Ezra Swerdlow  
Koproduzent:  Kerry Orent  
  Christopher Goode  
  Kevin King  
  Richard Miller  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
  Meryl Poster  
Kamera:  Eric Alan Edwards  
Schnitt:  Craig McKay  
Musik:  Howard Shore  
Produktionsdesign:  Lester Cohen  
  Wing Lee  
Kostüme:  Ellen Lutter  
Ton:  Allan Byer  

Stallone in "Spy Kids"

Das hätte nun wirklich niemand gedacht! Action-Held Sylvester Stallone wird auf seine alten Tage zum Kinderstar. In "Spy Kids 3: Game Over" wird Stallone den Gegenspieler von Familie Cortez spielen.

Ausnahmsweise als B&ouml;sewicht:<br />Sylvester Stallone

Ausnahmsweise als Bösewicht:
Sylvester Stallone

Sylvester Stallone übernimmt die Rolle des Oberschurken "Toymaker", der die Familie Cortez schon seit Jahren als seine ganz privaten Todfeinde ansieht. Jetzt holt er zum finalen Schlag aus. Er entführt Töchterchen Alexa in ein von ihm entwickeltes, virtuelles Computerspiel. Nun müssen ihm nur noch Papa, Mama und der Sohnemann in die Falle gehen.

Für Stallone ist der Auftritt in der Komödie der erste kindergerechte Film seit Jahren. Nach "Stop! Oder meine Mami schießt" und "Oscar - Vom Regen in die Traufe" hat sich "Sly" eher auf humorig angehauchte Actionfilme wie "Demolition Man" und "Assassins" verlegt. Hin und wieder eine anspruchsvolle Rolle wie in "Cop Land" - Jugendliche unter 16 Jahren bekamen die lebende Leinwandlegende so gut wie gar nicht zu sehen.

Robert Rodriguez ist es zu verdanken, dass Stallone in der Kinderkomödie mitwirkt. Der Regisseur hatte schon lange den Wunsch, mit dem Superstar zusammenzuarbeiten: "Ich war schon immer ein großer Fan von 'Sly'. Er ist einfach eine Nummer größer als normale Schauspieler. Seine Anwesenheit wird 'Spy Kids 3: Game Over' sicherlich gut tun."

Neben Sylvester Stallone kann Rodriguez auf die bewährten Kräfte der ersten beiden "Spy Kids"-Abenteuer zurückgreifen: Antonio Banderas, Alexa Vega, Daryl Sabara und Carla Gugino geben sich wieder als durchgeknallte Agenten-Familie die Ehre.

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Sylvester Stallone

Mit der Figur des Boxers "Rocky" und der des Vietnam-Veteranen "Rambo" schuf Sylvester Stallone zwei Ikonen des Action-Films der...

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Harvey Keitel

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