Drama über den revolutionären Geist der Kreativität der Modeschöpferin Chanel und des Komponisten Stravinsky. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto12/10120217/b150x150.jpg Coco Chanel & Igor Stravinsky

Filmdetails

Coco Chanel & Igor Stravinsky

Drama über den revolutionären Geist der Kreativität der Modeschöpferin Chanel und des Komponisten Stravinsky.


Coco Chanel & Igor Stravinsky
Start: 15.04.2010

Drama

Frankreich 2009
Laufzeit: 132 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Anna Mouglalis
Mads Mikkelsen
Yelena Morozova

Regie: Jan Kounen
Verleih: Pa Co (24 Bilder)

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Paris, 1913. Coco Chanel ist in den jungen und vermögenden Boy Chapel verliebt - aber hauptsächlich ist sie von ihrer Arbeit eingenommen. Igor Stravinsky studiert "Le Sacre du Printemps" ein. Die revolutionären Dissonanzen dieser Partitur erinnern an die radikale Arbeit der Modeschöpferin. Coco besucht die Premiere von "Sacre du Printemps", gekleidet in einem weißen Kleid - im Gegensatz zu der Abendrobe der schwermütigen Pariser Bourgeoisie. Als viel zu modern und antikonform empfunden, werden die Musik und das Ballett von den tobenden Premierengästen ausgebuht. Igor ist untröstlich.


Kritik

Coco Chanel & Igor Stravinsky

Visuell starkes und emotional unterkühltes Arthousedrama von "39,90"-Regisseur Jan Kounen über die Amour Fou zwischen der französischen Modeschöpferin und dem russischen Komponisten.

Nur wenige Monate nach Start des Biopics "Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft" lädt das legendäre enfant terrible der Modeszene abermals zum Kinobesuch, der zwar biografische Eckdaten umfasst, vornehmlich aber um eine kaum bekannte Affäre ein kunstsinniges Deko-Drama dichtet. In dem schwelgerisch ausgestatteten Kostümfilm kommen nicht nur Chanels Original-Kollektionen und Accessoires zur Geltung, auch Mode-Zar Karl Lagerfeld ließ es sich nicht nehmen, extra Kleider im Chanel-Chic zu entwerfen.

Der Lieblingsfarbe der Mode-Revolutionärin gewidmet, ist Kounens Werk ganz in Schwarz getaucht, ein weitreichendes ästhetisches Konzept, aus dessen Dunkel sich die spektakuläre Eingangssequenz schält: Stravinskys legendäre Premiere seines avantgardistischen Ballet-Stücks "Le sacre du printemps" 1913 in Paris. Die experimentelle Aufführung am Vorabend des Ersten Weltkriegs eskaliert in einem Publikums-Tumult, den die Gendarmerie sprengen muss. Allein Coco Chanel (beachtlich: Anna Mouglalis) ist beeindruckt von dem modernen Schauspiel, das Kounen intensiv als Rausch der Sinne montiert und zu einer furiosen Kakophonie steigert.

Nach dem anschließenden Zeitsprung ins Jahr 1920 dominieren zwar weiterhin die opulenten Kulissen, stilistisch nimmt sich der Film jedoch sehr zurück und konzentriert sich auf eine Begegnung der beiden Künstler: Die Mäzenin lädt den armen Komponisten (zugeknöpft: Europas Charakterstar Mads Mikkelsen) samt seiner vier Kinder und der unheilbar an Tuberkulose siechenden Gattin (Yelena Morozova) in ihre Designervilla. In dem von knisternd-kühler Erotik geprägten Miteinander verliebt sich Stravinsky in die attraktive Gönnerin und beginnt eine Affäre, ohne zu merken, dass er damit nicht nur seine Ehe ruiniert, sondern einer Man-Eaterin ins Netz geht, die gerne Männer sammelt. Ein elegischer Ton wird angeschlagen, der dramaturgisch wenig zu bieten hat. Spannung bezieht der Film nur aus den fabelhaften Akteuren. Besonders Morozova, deren Frauentyp das Gegenteil der als gefühlskalt geschilderten Gastgeberin verkörpert - traditionell gegen modern - gelingt es, einige emotionale Akzente in dem unterkühlten Spiel der Hauptfiguren zu setzen. Kounen, der nach Storys um Gangster, Drogen und zuletzt einem durchgeknallten Werbewrack seine Vielseitigkeit unterstreicht, überrascht mit einem schillernden Gemälde, das Stravinskys Musik und Chanels Designs kunstvoll arrangiert.

tk.

Coco Chanel & Igor Stravinsky

Darsteller:  Anna Mouglalis   als Coco Chanel
  Mads Mikkelsen   als Igor Stravinsky
  Yelena Morozova   als Catherine Stravinsky
  Anatole Taubman   als Arthur "Boy" Capel
  Natacha Lindinger   als Misia Sert
  Grigori Manoukow   als Sergeï Diaghilev
  Radivoje Bukvic   als Großherzog Dimitri
  Nicolas Vaude   als Ernest Beaux
 
Regie:  Jan Kounen  
Drehbuch:  Chris Greenhalgh  
  Carlo de Boutiny  
  Jan Kounen  
Produzent:  Claudie Ossard  
  Chris Bolzli  
Koproduzent:  Veronika Zonabend  
Buchvorlage:  Chris Greenhalgh  
Kamera:  David Ungaro  
Schnitt:  Anny Danche  
Musik:  Gabriel Yared  
Produktionsdesign:  Marie-Helene Sulmoni  
Kostüme:  Chattoune  
Maske:  Joël Lavau  
Ton:  Vincent Tulli  

"Im Endeffekt haben wir uns gegenseitig umgebracht"

Als Wikinger Einauge ist Mads Mikkelsen in "Walhalla Rising" eine Urgewalt. Wir sprachen mit ihm über wortlose Schauspielkunst und das Dasein als dünner Gorilla.

Großansicht Mads Mikkelsen wird in "Walhalla Rising" zum Tier (Foto: Filmfest München)

Mads Mikkelsen wird in "Walhalla Rising" zum Tier (Foto: Filmfest München)

In "Walhalla Rising" spielen Sie eine der wohl extremsten Rollen ihrer Karriere: Ein Mann, der kein Wort sagt, der nur ein Auge hat, der anfangs ein Tier ist und später menschlich wird. Würden Sie selbst sagen, das war eine der heftigsten Rollen, die Sie je gespielt haben?

Für mich war es in anderer Hinsicht extrem. Ich hatte ja gerade "Coco Chanel & Igor Stravinsky" gedreht, einen Film, für den ich innerhalb von zwei Wochen Französisch, Englisch und Pianospielen lernen musste. Insofern habe ich mich durchaus darauf gefreut, keinen Text zu haben, weil das schön einfach klang. Aber natürlich war es das nicht. Wenn man einen Filmcharakter seiner Worte beraubt, ist das eine Sache, aber wenn man ihm auch seine Emotionen nimmt, seine Psyche, dann ist das schon sehr befremdlich. Deswegen habe ich irrsinnig viel geredet, wenn ich nach Hause kam. Der wirklich harte Teil waren aber die körperlichen Anforderungen. Die Kampfszenen waren äußerst brutal. Wir haben bei Nullgraden gedreht, ohne Kleidung am Leib, im Endeffekt haben wir uns gegenseitig umgebracht.

Großansicht Den stummen Kämpfer Einauge spielt er extrem minimalistisch (Foto: Sunfilm)

Den stummen Kämpfer Einauge spielt er extrem minimalistisch (Foto: Sunfilm)

Wie viel mussten Sie für die Rolle trainieren?

Das Training war nicht darauf ausgerichtet, richtig viel Muskelmasse aufzubauen. Es geht da ja um Menschen, die Sklaven sind, die wirklich ungesundes Zeug essen, der Arnold-Schwarzenegger-Look wäre also falsch gewesen - mal abgesehen davon, dass ich den eh nicht hin bekommen hätte. Wir wollten dünne, ausgemergelte Körper. Aber natürlich mussten wir die Kampfszenen in den Bergen irgendwie meistern. Also habe ich mich einfach ein wenig zurückgehalten.

Sie haben mal gesagt, dass Sie für "Walhalla Rising" auf ihr Schauspieler-Einmaleins zurückgegriffen und eins der Basics, den Gorilla, das Tier, gespielt haben...

Ja, ein bisschen hab ich mich ja dafür geschämt, weil das in den 70ern so ein Schauspieler-Klischee war: "Was für ein Tier bist du?" Aber bei dieser Rolle kam ich nicht drumrum, weil Einauge nun mal ein Tier ist. Ein Gorilla. Wenn auch ein dünner Gorilla.

Großansicht "...im Endeffekt haben wir uns gegenseitig umgebracht." Wer die Kampfszenen in "Walhalla Rising" sieht, glaubt's (Foto: Sunfilm)

"...im Endeffekt haben wir uns gegenseitig umgebracht." Wer die Kampfszenen in "Walhalla Rising" sieht, glaubt's (Foto: Sunfilm)

Vor Ihrer Schauspielkarriere waren professioneller Tänzer - hat Ihnen das bei der Choreografie der Kampfszenen geholfen?

Klar - solange ich nicht wie ein Tänzer aussehe, wenn ich kämpfe. (lacht) Die Leute sehen das nicht so gerne. Es sei denn, man heißt Gene Kelly. Aber wahrscheinlich kommt da mehr der Turner in mir raus. Als Kind habe ich immer Stunts gemacht. Ich bin von Dächern gesprungen oder von fahrenden Autos, dumme Sachen eben, frühes Jackass-Zeug. Aber das habe ich einfach schon immer geliebt. Mir war schon immer sehr bewusst, wie man durch die Luft fliegt und sich abrollt, damit man wieder sicher auf den Füßen landet. Das wichtige an einem Stunt ist ja auch, dass man aussieht, als würde man sich gerade tierisch weh tun.

Star

Anna Mouglalis

* 26.04.1978

Star

Mads Mikkelsen

In seiner Heimat Dänemark seit Mitte der 90er-Jahre ein populärer Schauspieler, übernahm Mads Mikkelsen 2006 als Erzbösewicht und Spieler...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Weitere Clips zum Film

 

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.