Originaltitel: Bride of Chucky
USA 1998
Jennifer Tilly
Katherine Heigl
Nick Stabile
Regie: Ronny Yu
Verleih: Studiocanal
Mordbube Chucky wird von seiner Braut zusammengenäht und dankt ihr damit, sie in zu ermorden und ihre Seele ebenfalls in eine Plastikpuppe zu befördern. Unterwegs mit einem jungen Liebespaar auf der Flucht, schlittern sie von einer blutigen Situation in die nächste. Für die Puppen gilt es zu einem Friedhof zu gelangen, um sich wieder in menschlichen Körpern manifestieren zu können.

In der Regel sind die Erfolgsraten von Horrorfortsetzungen proportional zu den aufsteigenden Ziffern hinter dem Titel von zunehmender kommerzieller Grabeskälte umweht. Doch Chucky got lucky: In ihrer nunmehr vierten Inkarnation, seit sie 1988 erstmals auf der Leinwand ihr blutig-brutales Unwesen trieb, konnte die Mörderpuppe am Startwochenende mit 11,8 Mio. Dollar den zweiten Platz der US-Charts erklettern - und hielt sich auch an den folgenden Wochenenden prächtig.
Auf die Figur des Jungen Andy, dem bisherigen Besitzer des garstigen Gummignoms, wurde diesmal verzichtet. Stattdessen wurde Chucky in der Horrortradition von "Frankensteins Braut" aus dem Jahr 1935 eine sexy Begleitung verpaßt, mit der er sich in der pechschwarzen Schockersatire in "Natural Born Killers"-Manier auf Mordtour begibt. Flamme Tiffany ist eine verruchte und mordlustige Wohnwagen-Schlampe, die in ihrer menschlichen Form von der Oscar-nominierten Jennifer Tilly ("Bullets Over Broadway") kurvenreich und voller Camp-Appeal verkörpert wird. Sie näht ihren im dritten Teil zerschlitzten Lover Chucky wieder zusammen und erweckt ihn per Anleitung aus "Voodoo für Dummies" zu neuem Leben. Doch der Haussegen zwischen den toughen Turteltauben hängt alsbald schief, und Mordbube Chucky befördert Tiff ins Jenseits. Ihre Seele wird von Chucky in eine weibliche Puppe befördert. Weitere Mitspieler in dem makabren Puppentheater sind Katharine Heigl und Nick Stabile als jugendliches Pärchen in Bedrängnis, dem vom Polizeichef-Onkel (John Ritter) des Mädchens ununterbrochen Stolpersteine in den Weg ihrer aufkeimenden Romanze geworfen werden. Sie machen sich mit den - ohne ihr Wissen - sehr lebendigen Terrorpuppen auf die Flucht, um fortan von einer prekären Situation in die nächste zu schlittern. Für das zänkische Puppenpaar gilt es, zu einem Friedhof in New Jersey zu gelangen, um dort mit Hilfe eines geheimnisvollen Amuletts ihre Seelen in den Körpern der nichtsahnenden Teens zu manifestieren.
Die von Hongkong-Regisseur Ronny Yu ("China White") recht energetisch in Szene gesetzte Horrorkomödie bezieht ihren mitunter kokett-kruden Humor aus einer Vielzahl von Quellen. Bei drei Vorgängern dürfen die augenzwinkernd-selbstironischen Gags nicht fehlen, Popkulturreferenzen (selbst Trash-Papst Jerry Springer wird gehuldigt) gehören spätestens seit "Scream - Schrei!" zum guten Ton, und am ergiebigsten für humorvolle Einschübe erweist sich die aufgepeppte sexuelle Komponente. So darf Tilly an einem Gothrocker (Alex Arquette) ihre Fesselkünste üben und eine angedeutete Ménage-à-trois einfädeln, und eine Sexszene der Puppen im Schattenschnittstil wird geneigte Teenager garantiert zum Johlen animieren. ara.
| Darsteller: | Jennifer Tilly | als Meg/Tiffany Doll | |
|---|---|---|---|
| Katherine Heigl | als Jade | ||
| Nick Stabile | als Jesse | ||
| John Ritter | als Chief Warren Kincaid | ||
| Alexis Arquette | als Damien Baylock | ||
| Gordon Michael Woolvett | als David | ||
| Lawrence Dane | als Lt. Preston | ||
| Michael Johnson | als Norton | ||
| James Gallanders | als Russ | ||
| Janet Kidder | als Diane | ||
| Kathy Najimy | als Motelangestellte | ||
| Regie: | Ronny Yu | ||
| Drehbuch: | Don Mancini | ||
| Produzent: | David Kirschner | ||
| David Gilroy | |||
| Koproduzent: | Laura Moskowitz | ||
| Ausf. Produzent: | Don Mancini | ||
| Corey Sienega | |||
| Kamera: | Peter Pau | ||
| Schnitt: | David Wu | ||
| Produktionsdesign: | Alicia Keywan | ||
| James McAteer | |||
| Kostüme: | Lynne MacKay | ||
| Ton: | Owen Langevin | ||
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