Sympathische Fabel über die magische, moralisch-religiöse Fesseln lösende Kraft von Schokolade. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz06/z0206504/b150x150.jpg Chocolat

Filmdetails

Chocolat

Sympathische Fabel über die magische, moralisch-religiöse Fesseln lösende Kraft von Schokolade.


Chocolat
Start: 23.05.2002

Komödie

USA 2000
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Juliette Binoche
Johnny Depp
Lena Olin

Regie: Lasse Hallström
Verleih: Senator

Bogey - Box Office Germany Award

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Mitten in der Fastenzeit eröffnet Vianne, Neuzugang in einem verschlafenen französischen Städtchen, ihre Chocolaterie und verwöhnt die Menschen mit Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Vergnügen bereitenden süßen Genüssen. Schnell bricht Viannes Freigeist verkrustete Strukturen auf und zwingt den einflussreichen Sittenwächter des Ortes zum aggressiven Handeln.


Kritik

Chocolat

Als wäre die Zeit erstarrt, wie im Schauplatz seines neuen Films, versucht Regisseur Lasse Hallström die Wiederholung eines kleinen Wunders. Fast exakt ein Jahr nach dem Erfolg seiner John-Irving-Verfilmung "Gottes Werk und Teufels Beitrag" kommt eine weitere Adaption eines literarischen Stoffes ins Kino, die mit guten Darstellern und in gewohnt ruhigem Ton von den Facetten des Lebens und der Magie der Liebe erzählt. "Chocolat" ist ein zärtlicher, sympathischer Film, der aber hinter den berührenden Momenten, der Vielschichtigkeit der Charaktere und der Dramatik des Vorgängers zurückbleibt. Trotz Starbesetzung ist so dessen Ergebnis von über eine Million Zuschauern eine Herausforderung.

Das Bittersüße von "Gottes Werk und Teufels Beitrag", aber auch menschlich packende Figuren wie Michael Caines Arzt oder Delroy Lindos Pflücker fehlen dieser Verfilmung von Joanne Harris' Roman, die jedoch wie schon der Vorgänger handwerklich wenig Wünsche offen lässt. Produktionsdesign, Lichtsetzung oder auch Musik stehen für den Qualitätsanspruch Hallströms, der hier eine mitunter etwas langatmige Fabel vorlegt, die mit relativ schlichter Symbolik von der Entfesselung der Menschen erzählt, die in Traditionen, Moral und seelischen Wunden gefangen sind. Hauptfigur des Ende der Fünfzigerjahre angesiedelten Märchens ist die philanthropische Nomadin Vianne (Juliette Binoche), die mit ihrer Tochter von Ort zu Ort zieht, um die Menschen mit liebevoll zubereiteten Schokoladespezialitäten emotional zu befreien und Vergnügen zu säen, wo Verbitterung und moralische Rigidität herrschten. Durch ihren Auftrag selbst eine Gefangene, muss auch Vianne die Süße des Lebens entdecken, wobei in ihrem Fall nicht Schokolade, sondern Johnny Depp die Barrieren bricht, der kurz nach "In stürmischen Zeiten" erneut den romantischen Kitsch-Zigeuner gibt. Schauplatz der Handlung ist das verschlafene französische Städtchen Lansquenet, das Joanne Harris in ihrem neuen Roman ein weiteres Mal besuchen wird. Dort eröffnet Vianne ausgerechnet zur Fastenzeit ihre Chocolaterie, was den selbstgerechten, streng religiösen Comte de Reynaud (Alfred Molina), den einflussreichsten Mann des Ortes, von Beginn an zu ihrem größten Widersacher macht. Machtlos muss der Sittenwächter zusehen, wie sich die Menschen allmählich aus dem repressiven Klima befreien. Allen voran Judi Denchs griesgrämige, aber gutherzige Armande, die endlich Kontakt zu ihrem Enkel bekommt, und Lena Olins leidgeprüfte Josephine, die Binoches beste Freundin wird, als sie sich von ihrem cholerischen Mann lösen kann. Diese gewalttätige Figur erfährt als einzige keine Vergebung im Film und muss für ein wenig Dramatik sorgen, wenn der zornige Poltergeist die zum Frauenhaus umfunktionierte Chocolaterie stürmt oder Johnny Depps Zigeunerschiff in Brand setzt. Echten Schaden erleidet hier allerdings niemand, denn "Chocolat" will die Menschen mit dem Leben versöhnen. Eine Absicht, die in der Regel vom Publikum gerne angenommen wird, auch wenn man diesem Märchen etwas mehr Leidenschaft (wie etwa in "Bittersüße Schokolade") und Überraschungsmomente gewünscht hätte. kob.

Chocolat

Darsteller:  Juliette Binoche   als Vianne Rocher
  Johnny Depp   als Roux
  Lena Olin   als Josephine Muscat
  Dame Judi Dench   als Armande Voizin
  Alfred Molina   als Comte de Reynaud
  Peter Stormare   als Serge Muscat
  Carrie-Anne Moss   als Caroline Clairmont
  Leslie Caron   als Madame Audel
  John Wood   als Guillaume Blerot
  Hugh O'Conor   als Pere Henri
  Victoire Thivisol   als Anouk Rocher
  Aurélien Parent Koenig   als Luc Clairmont
  Antonio Gil-Martinez   als Jean-Marc Drou
  Helene Cardona   als Francoise Drou
  Harrison Pratt   als Dedou Drou
  Gaelan Connell   als Didi Drou
  Elisabeth Commelin   als Yvette Marceau
  Ron Cook   als Alphonse Marceau
  Guillaume Tardieu   als Baptiste Marceau
  Michèle Gleizer   als Madame Rivet
  Dominique MacAvoy   als Madame Pouget
  Arnaud Adam   als George Rocher
  Christianne Gadd   als Chitza
  Marion Hauducoeur   als Gati
  Esteban Antonio   als Dünner grauhaariger Mann
  J.J. Holiday   als Musiker
  Malcolm Ross   als Musiker
  Ged Barry   als Musiker
  Iain Stoddard   als Musiker
 
Regie:  Lasse Hallström  
Drehbuch:  Robert Nelson Jacobs  
Produzent:  David Brown  
  Kit Golden  
  Leslie Holleran  
Koproduzent:  Mark Cooper  
Ausf. Produzent:  Bob Weinstein  
  Harvey Weinstein  
  Meryl Poster  
  Alan C. Blomquist  
Buchvorlage:  Joanne Harris  
Kamera:  Roger Pratt  
Schnitt:  Andrew Mondshein  
Musik:  Rachel Portman  
Produktionsdesign:  David Gropman  
  John Frankish  
Kostüme:  Renée Ehrlich Kalfus  
Ton:  Chris Munro  

Harrison Ford forscht nach Wundermittel

Für sein nächstes Projekt wechselt Harrison Ford die wissenschaftliche Disziplin - er tauscht den berühmten Schlapphut von Abenteuerarchäologe Indiana Jones gegen einen medizinischen Laborkittel ein.

Großansicht Bald Held in Weiß: Harrison Ford (Foto: Kurt Krieger)

Bald Held in Weiß: Harrison Ford (Foto: Kurt Krieger)

Nur knapp 10.000 Menschen weltweit leiden an Morbus Pompe, dementsprechend gering ist das Interesse der Forschung an einer Bekämpfung der Krankheit. Diese schmerzliche Erfahrung machten auch John und Aileen Crowley, deren zwei Kinder Megan und Patrick zunehmend an der erblich bedingten Muskelschwäche litten.

Doch das Ehepaar ließ sich nicht unterkriegen. Havard-Absolvent John kündigte seinen Job, stieg als Geschäftsführer bei einem Pharmaunternehmen ein und traf schließlich auf einen Forscher, der ein vielversprechendes Medikament entwickelt hatte. In der Verfilmung dieser wahren Geschichte spielt jetzt Harrison Ford diesen unermüdlichen Wissenschaftler, der ermöglicht hat, dass Megan und Patrick nicht im Alter von fünf Jahren gestorben sind, sondern inzwischen zur Schule gehen.

Harrisons Öl

Das Projekt mit dem Arbeitstitel "Crowley" liegt Ford am Herzen: Er übernimmt nicht nur eine der Hauptrollen, sondern wird das Drama auch noch produzieren. Robert Nelson Jacobs, der schon für "Chocolat" und "Schiffsmeldungen" Gefühle mit Fingerspitzengefühl eingefangen hat, schreibt das Drehbuch. Für Regiekandidat Tom Vaughan wäre "Crowley" Neuland, denn bisher hat er nur Komödien wie "Love Vegas" in Szene gesetzt.

Star

Juliette Binoche

Ihre Krankenschwester in Italien, die sich in dem Welterfolg "Der englische Patient" in einem verlassenen Kloster um den mysteriösen...

Star

Johnny Depp

Unter den jüngeren Hollywood-Stars ist er der Anspruchsvolle, der mit seinen persönlichen, für Hollywood experimentierfreudig zu nennenden Filmen...

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