Veröffentlicht am 23.05.2002
Chocolat USA 2000
Chocolat Kinostart 23.05.2002, USA 2000
  • Chocolat / Judi Dench

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Chocolat - Filmplakat

Sympathische Fabel über die magische, moralisch-religiöse Fesseln lösende Kraft von Schokolade.

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Filmkritik zu Chocolat

Als wäre die Zeit erstarrt, wie im Schauplatz seines neuen Films, versucht Regisseur Lasse Hallström die Wiederholung eines kleinen Wunders. Fast exakt ein Jahr nach dem Erfolg seiner John-Irving-Verfilmung "Gottes Werk und Teufels Beitrag" kommt eine weitere Adaption eines literarischen Stoffes ins Kino, die mit guten Darstellern und in gewohnt ruhigem Ton von den Facetten des Lebens und der Magie der Liebe erzählt. "Chocolat" ist ein zärtlicher, sympathischer Film, der aber hinter den berührenden Momenten, der Vielschichtigkeit der Charaktere und der Dramatik des Vorgängers zurückbleibt. Trotz Starbesetzung ist so dessen Ergebnis von über eine Million Zuschauern eine Herausforderung.

Das Bittersüße von "Gottes Werk und Teufels Beitrag", aber auch menschlich packende Figuren wie Michael Caines Arzt oder Delroy Lindos Pflücker fehlen dieser Verfilmung von Joanne Harris' Roman, die jedoch wie schon der Vorgänger handwerklich wenig Wünsche offen lässt. Produktionsdesign, Lichtsetzung oder auch Musik stehen für den Qualitätsanspruch Hallströms, der hier eine mitunter etwas langatmige Fabel vorlegt, die mit relativ schlichter Symbolik von der Entfesselung der Menschen erzählt, die in Traditionen, Moral und seelischen Wunden gefangen sind. Hauptfigur des Ende der Fünfzigerjahre angesiedelten Märchens ist die philanthropische Nomadin Vianne (Juliette Binoche), die mit ihrer Tochter von Ort zu Ort zieht, um die Menschen mit liebevoll zubereiteten Schokoladespezialitäten emotional zu befreien und Vergnügen zu säen, wo Verbitterung und moralische Rigidität herrschten. Durch ihren Auftrag selbst eine Gefangene, muss auch Vianne die Süße des Lebens entdecken, wobei in ihrem Fall nicht Schokolade, sondern Johnny Depp die Barrieren bricht, der kurz nach "In stürmischen Zeiten" erneut den romantischen Kitsch-Zigeuner gibt. Schauplatz der Handlung ist das verschlafene französische Städtchen Lansquenet, das Joanne Harris in ihrem neuen Roman ein weiteres Mal besuchen wird. Dort eröffnet Vianne ausgerechnet zur Fastenzeit ihre Chocolaterie, was den selbstgerechten, streng religiösen Comte de Reynaud (Alfred Molina), den einflussreichsten Mann des Ortes, von Beginn an zu ihrem größten Widersacher macht. Machtlos muss der Sittenwächter zusehen, wie sich die Menschen allmählich aus dem repressiven Klima befreien. Allen voran Judi Denchs griesgrämige, aber gutherzige Armande, die endlich Kontakt zu ihrem Enkel bekommt, und Lena Olins leidgeprüfte Josephine, die Binoches beste Freundin wird, als sie sich von ihrem cholerischen Mann lösen kann. Diese gewalttätige Figur erfährt als einzige keine Vergebung im Film und muss für ein wenig Dramatik sorgen, wenn der zornige Poltergeist die zum Frauenhaus umfunktionierte Chocolaterie stürmt oder Johnny Depps Zigeunerschiff in Brand setzt. Echten Schaden erleidet hier allerdings niemand, denn "Chocolat" will die Menschen mit dem Leben versöhnen. Eine Absicht, die in der Regel vom Publikum gerne angenommen wird, auch wenn man diesem Märchen etwas mehr Leidenschaft (wie etwa in "Bittersüße Schokolade") und Überraschungsmomente gewünscht hätte. kob.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Chocolat

Mitten in der Fastenzeit eröffnet Vianne, Neuzugang in einem verschlafenen französischen Städtchen, ihre Chocolaterie und verwöhnt die Menschen mit Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Vergnügen bereitenden süßen Genüssen. Schnell bricht Viannes Freigeist verkrustete Strukturen auf und zwingt den einflussreichen Sittenwächter des Ortes zum aggressiven Handeln.



Ende der 50er Jahre weht der Nordwind die zauberhafte Vianne und deren kleine Tochter Anouk in das französische Dörfchen Lansquenet-sous-Tannes, das seit dem Mittelalter allen Modernisierungsbestrebungen erfolgreich widersteht. Dort wünscht man sich nichts sehnlicher als seine Ruhe. Doch genau die bekommt man mit der resoluten Frau gerade nicht, die mitten in der Fastenzeit in Kirchennähe eine Chocolaterie eröffnet. Die bigotte Dorfgemeinde geht auf die Barrikaden - aber Vianne versteht sich mit geradezu magischem Geschick zu wehren...



Vianne eröffnet in einem kleinen, altmodischen Dörfchen eine Chocolaterie, um die Menschen mit ihren Schokoladenspezialitäten von Verbitterung und moralischer Rigidität zu befreien.

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Originaltitel Chocolat
OV -
OmU -
Genre Komödie
Filmpreis -
USA-Start 15.12.2000
Kinostart (D) 23.05.2002
Besucher (D) 3.034.911
Einspielergebnis (D) € 18.139.857
Bes. (EDI) 3.034.911
Bes. (FFA) 3.058.361
FSK ab 6 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Chocolat
Regisseur Lasse Hallström Künstlerporträt 212688 Hallström, Lasse / 62. Filmfestspiele Venedig 2005 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Juliette Binoche Künstlerporträt 697232 Juliette Binoche / Berlinale 2012 / 62. Internationale Filmfestspiele Berlin 2012 Vianne Rocher © Kurt Krieger
Darsteller Johnny Depp Künstlerporträt 800519 Johnny Depp / Filmpremiere Roux © Kurt Krieger
Darsteller Lena Olin Künstlerporträt 212692 Olin, Lena / 62. Filmfestspiele Venedig 2005 / Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica Josephine Muscat © Kurt Krieger
Darsteller Dame Judi Dench Künstlerporträt 810330 Dame Judi Dench / 70. Internationale Filmfestspiele Venedig 2013 Armande Voizin © Kurt Krieger
Darsteller Alfred Molina Filmbild 833895 letzte Beweis, Der / Alfred Molina Comte de Reynaud © VOX/TM & (C) Turner Entertainment Networks
Darsteller Peter Stormare Agenturporträt/Star 773267 Stormare, Peter Serge Muscat © Michael Tullberg / Getty Images
Darsteller Carrie-Anne Moss Künstlerporträt 144732 Moss, Carrie-Anne Caroline Clairmont
Darsteller Leslie Caron Künstlerporträt 108527 Caron, Leslie Madame Audel © Kurt Krieger
Drehbuch Robert Nelson Jacobs Drehbuch
Weitere Darsteller
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
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News & Stories zu Chocolat
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