Drama http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Chelsea Walls

Filmdetails

Chelsea Walls


So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau


Kritik

"If these walls could talk," wird sich der Schauspieler, Poet und Songwriter Ethan Hawke gedacht haben, als er die Flure des berühmten New Yorker Künstlerhotels Chelsea durchstreifte. Immerhin haben in der würdevoll heruntergekommenen Absteige schon Mark Twain, Tennessee Williams, Bob Dylan und Jimi Hendrix gewohnt. So strukturierte Hawke sein Regiedebüt wie einen Querschnitt durch die Zimmer und Leben einer Reihe von Figuren, die in einer langen Nacht auf der Suche nach Inspiration, Liebe oder Gesellschaft sind. Doch wo das echte Chelsea Hotel vor Leidenschaft und Genialität seiner Gäste gesummt haben mag, verschwimmen die Episoden und Vignetten von Hawkes Films - trotz erstklassiger Besetzung - zu einem dumpfen weißen Rauschen.

Den losen Rahmen für dieses Patchwork aus Menschen und Geschichten bildet der Leichenfund eines Selbstmörders, und es soll während der folgenden Rückblende wohl für ein Mindestmaß an Spannung sorgen, welche der gezeigten Figuren die Nacht nicht überleben wird. Da wäre die Kellnerin Grace (Uma Thurman), deren Freund kein Interesse für ihre Gedichte zeigt und auf dem Rückweg aus Hollywood ist; der schüchterne Maler (Vincent D'Onofrio), der ein bisschen in Grace verschossen ist; der knorrige Autor (Kris Kristofferson), der durch die Schnapsflasche auf ein ungeordnetes Manuskript blickt und seine Frauen (Tuesday Weld und Natasha Richardson) schlecht behandelt; der Folkmusiker (Kevin Corrigan) und sein Kumpel (Steve Zahn); sowie ein junges Liebespaar, ein alter Jazzer und ein paar Verrückte, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit Kurzgedichte zum Besten geben. Wie überhaupt die Sprache des Films weniger aus Dialogen besteht, sondern aus dem Proklamieren von Poesie, Träumen oder Gedanken. Keiner redet hier wirklich mit dem anderen, es ist eher ein ständiges aneinandervorbeireden, mit dem Hawke vor allem die Einsamkeit der Künstlerseelen auszudrücken versucht. Als Interludien zwischen den einzelnen Episoden dienen Songs, eingespielt von den Gästen auf ihrem Zimmer, in einer Bar oder vom Plattenspieler. Dieser Effekt einer hippen Theatralik mag gewollt sein, doch weil sich auch durch die digitale Videokamera, die wie ein stummer Besucher durch die Zimmer schleicht, keine Intimität mit den Figuren einstellen will, wird "Chelsea Walls" zunehmend zu einer Übung in Zuschauergeduld. Die Darsteller, deren Intensität nur noch von ihrem Zigarettenkonsum übertroffen wird, trifft dabei die wenigste Schuld. Hawke hat, wie das bei vielen Mimen ist, die hinter die Kamera wechseln, einfach zu viel Aufmerksamkeit auf die Schauspielerei gelegt und vergisst darüber das Geschichtenerzählen. Auch das Drehbuch von Nicole Burdette, basierend auf ihrem gleichnamigen Theaterstück, schafft es nicht, diesem Sammelsurium gequälter und leidender Kunstschaffender bis zum Morgengrauen einen Moment der Wandlung oder Katharsis zu gönnen. Alles bleibt, wie es anfangs war, mit Ausnahme der Erkenntnis, dass 109 Minuten sehr lang sein können. evo.

Chelsea Walls

Darsteller:  Kevin Corrigan   als Crutches
  Rosario Dawson   als Audrey
  Vincent D'Onofrio   als Frank
  Kris Kristofferson   als Bud
  Robert Sean Leonard   als Terry
  Natasha Richardson   als Mary
  Uma Thurman   als Grace
  Mark Webber   als Val
  Tuesday Weld   als Greta
  Frank Whaley   als Lynny
  Steve Zahn   als Ross
  Jimmy Scott  
  John Seitz  
  Harris Yulin  
 
Regie:  Ethan Hawke  
Drehbuch:  Nicole Burdette  
Produzent:  Gary Winick  
  Alexis Alexanian  
  Christine Vachon  
  Pamela Koffler  
Ausf. Produzent:  Jonathan Sehring  
  John Sloss  
Kamera:  Tom Richmond  
  Richard Rutowski  
Schnitt:  Adriana Pacheco  
Musik:  Jeff Tweedy  
Produktionsdesign:  Rick Butler  
  Emmy Castlen  
Kostüme:  Catherine Thomas  
Ton:  Robert Lauren  

Star

Rosario Dawson

Amerikanische Schauspielerin. Buchstäblich auf der Straße entdeckt und mit ihrem attraktiven Aussehen eine der erotischten jungen Frauen im...

Star

Vincent D'Onofrio

Seinen größten Erfolg hatte der untersetzte, bullige und breitnasige Vincent d'Onofrio als einfacher schottischer Fischer, in den...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.