Halle Berry
Benjamin Bratt
Sharon Stone
Regie: Jean-Christophe "Pitof" Comar
Verleih: Warner
Graphikdesignerin Patience Philips (Halle Berry) ist zwar hochbegabt, doch mit keinerlei Selbstbewusstsein gesegnet. Als sie im Rahmen einer Auftragsarbeit für den semikriminellen Kosmetikkonzern Hedare Beauty zu viel über die Hintergründe eines neuen, revolutionären Antialterungsproduktes erfährt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Stattdessen entsteigt sie - um Superkräfte verstärkt - wie Phoenix der Asche und sorgt für Recht und Ordnung.
Batman sei Dank. Halle Berry fährt in der neusten Big-Budget-Comicadaption aus Hollywood die Klauen aus. Sharon Stone gibt die adäquate Bösewichtin, und Benjamin Bratt ist das Love Interest aus dem Polizeidienst.
12 Jahre nach "Batmans Rückkehr" bekommt die legendäre Katzenfrau ihr großes Kinosolo und Halle Berry eine Traumrolle.
Katzenfrauen, die Rivalinnen nachts am Pool belauern oder den Lover zerfleischen, haben ihren Platz in der Filmgeschichte, nicht aber in diesem Comic-Abenteuer. 12 Jahre mussten die Fans auf diesen Gotham-City-Ableger warten, seit Michelle Pfeiffer Batman die Peitsche gab.
Die neue Catwoman heißt Halle Berry und lässt Kino-Vorbilder ("Cat People") wie auch den Batman-Kosmos weitgehend zurück. Ihr Eigenleben beginnt Comic-konform mit ihrem Tod. Wie ein ausgelöschter Engel treibt Patience Phillips (Halle Berry) im Wasser, bevor ein Rückblick ihren gewaltsamen Tod erklärt.
Als Grafikdesignerin arbeitet die scheue, verunsicherte Schönheit in einer großen Kosmetikfirma, die von Georges Hedare (Lambert Wilson, wieder bösartig nach "Matrix") und seiner Frau Laurel (Sharon Stone) geführt wird.
Patience lebt in totaler Unauffälligkeit, bis sie von den fatalen Nebenwirkungen eines neuen Beauty-Produkts erfährt und damit ihr Todesurteil unterschreibt. Eine Katze, schon im alten Ägypten ein Bindeglied zur Welt der Geister, erweckt Patience zu neuem Leben als Catwoman.
Dazu gehört ein veränderter Speiseplan (Thunfisch), ein offenherziges Lederoutfit mit Peitsche, ein cooles Motorrad und eine animalische Motorik, die dem Spinnenmann an Eleganz und Akrobatik Konkurrenz macht.
Dramatischer Motor dieses vom Effektspezialisten "Pitof" ("Alien 4") visuell mitreißend inszenierten Comicabenteuers ist ein Rachemotiv, das im Finale mit einem knallharten Frauenfight seine Erfüllung findet.
Mit Lust und Power darf sich Berry hier im Jinx-Revier austoben, lärmende Nachbarn, dreiste Juwelendiebe und Mörder disziplinieren.
Es ist ihr Film und ihr romantischer Bewunderer, ein Cop, kaum mehr als ein Berry-Bonus. Die Krallen sind geschärft, und die Berry-Beute sind wir: freiwillig - und hoffnungslos verloren.
| Darsteller: | Halle Berry | als Patience Price/Catwoman | |
|---|---|---|---|
| Benjamin Bratt | als Tom Lone | ||
| Sharon Stone | als Laurel Hedare | ||
| Lambert Wilson | als Georges Hedare | ||
| Frances Conroy | als Orphelia Powers | ||
| Alex Borstein | als Sally | ||
| Michael Massee | als Armando | ||
| Byron Mann | als Wesley | ||
| Kim Smith | als Drina | ||
| Christopher Heyerdahl | als Rocker | ||
| Peter Wingfield | als Dr. Ivan Slavicky | ||
| Regie: | Jean-Christophe "Pitof" Comar | ||
| Drehbuch: | John Rogers | ||
| John D. Brancato | |||
| Michael Ferris | |||
| Produzent: | Denise Di Novi | ||
| Edward L. McDonnell | |||
| Koproduzent: | Alison Greenspan | ||
| Ausf. Produzent: | Michael Fottrell | ||
| Benjamin Melniker | |||
| Michael E. Uslan | |||
| Robert Kirby | |||
| Bruce Berman | |||
| Buchvorlage: | Bob Kane | ||
| Theresa Rebeck | |||
| John D. Brancato | |||
| Michael Ferris | |||
| Kamera: | Thierry Arbogast | ||
| Schnitt: | Sylvie Landra | ||
| Musik: | Klaus Badelt | ||
| Produktionsdesign: | Bill Brzeski | ||
| Shepherd Frankel | |||
| Dan Hermansen | |||
| Don MacAulay | |||
| Kostüme: | Angus Strathie | ||
| Ton: | Rob Young | ||
| Casting: | John Papsidera | ||
| Coreen Mayrs | |||
| Heike Brandstatter | |||
Wenn dieses Beispiel Schule macht, stehen hochbezahlte Promi-Psychologen bald vor dem Bankrott.
Eigentlich gehört der eigene Seelenklempner in Hollywood zur Standardausstattung eines Stars wie der persönliche Fitnesscoach oder der Schönheits-Chirurg: Keiner redet darüber, aber jeder hat einen.
Für die Psychologen und Mentaltrainer ist das ein sehr einträgliches Schattendasein. Doch damit könnte es nun schnell vorbei sein. Denn ausgerechnet "Bond"-Girl und Oscar-Preisträgerin Halle Berry verstieß gegen das ungeschriebene Promi-Gesetz, sich bei unlösbaren Problemen einen neuen Therapeuten, nie jedoch das Licht der Öffentlichkeit zu suchen.
In einem Leserbrief an die bekannte Kolumnistin Deanna Michaud schüttete Halle ihr Herz aus über ihre gescheiterten Ehen mit dem Baseballspieler David Justice und dem Sänger Eric Benet. Folgen weitere Promis Berrys Vorbild, könnten die Praxen der Psychologen bald leer sein.
Auch aus ihren persönlichen Problemen mit dem Misserfolg ihres letzten Filmes "Catwoman" machte Halle keinen Hehl. Weiter erbat sie von der Kummertante in dem zur Veröffentlichung freigegebenen Brief Ratschlag für ihr Privat- und Berufsleben.
"Wir hielten das natürlich erst einmal für einen schlechten Scherz.", erklärte Deanna Michaud in einem Interview. "Doch in dem Brief finden sich Informationen über Halle, über die wir die Herkunft verifizieren konnten. Diese Daten können wir natürlich nicht abdrucken, aber der Brief stammt tatsächlich von ihr."
Der Ratschlag von Deanna Michaud, die vor allem unter der afroamerikanischen Frauen in den USA hohes Ansehen genießt, war allerdings dann eher trivial: "Wie viele Frauen hast du, Halle, mit Problemen zu kämpfen, die du nur mit einem starken Freundeskreis, professioneller Hilfe und einem unbändigen Glauben an dich selbst lösen kannst." Klingt fast nach der Einladung zu einer persönlichen Sitzung in Michauds Praxis...
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