Christina Ricci
Bill Pullman
Cathy Moriarty
Regie: Brad Silberling, ...
Verleih: UIP
Das niedliche Gespenst Casper lebt mit seinen drei unausstehlichen, bösen Geister-Onkeln in einem Spukschloß. Um die unliebsamen "Mitbewohner" zu vertreiben heuert die Besitzerin den selbstproklamierten Geistertherapeuten Dr. Harvey an. Dessen Tochter Kat freundet sich bald mit Casper an.

Seit 1949 spukt das "freundliche Gespenst" Casper als Comicfigur und kurz darauf auch als Held einer höchst erfolgreichen TV-Serie durch die amerikanischen Haushalte. Jetzt schickt sich das sympathische Gespenst als Hauptfigur eines kinderfreundlichen Special-Effect- Grusicals an, den Platz der "Flintstones" an der diesjährigen US-Sommer-Blockbuster-Front einzunehmen. In der 50 Millionen Dollar teuren Amblin/Industrial Light & Magic Produktion "Casper" wird der niedliche Geist mit nachträglich eingefügter Animation und Computergrafik zu verblüffendem, neuem "Leben" erweckt. Das Ergebnis ist eine hervorragend produzierte Geisterkomödie mit Anleihen an "Ghost - Nachricht von Sam", dem "Frankenstein"-Mythos, "Ghostbusters" und gar "La Boum - Die Fete". Regieneuling Brad Silberling fiel die schwierige Aufgabe zu, seine Besetzung mit dem "Nichts" agieren zu lassen, da die Animation erst nachträglich hinzugefügt wurde. Er hat sie perfekt gelöst: Seine Protagonisten Bill Pullman ("Während Du schliefst") als Dr. Harvey und "Addams Family"-Göre Christina Ricci als dessen Tochter Kat liefern glänzende Leistungen. "Casper" lebt einsam mit seinen drei unausstehlichen Gespensteronkeln in dem Spukschloß Whipstaff. (Produktionsdesignerin Leslie Dilley entwarf ein verschachtelt-morbides Juwel). Um die unliebsamen Geister loszuwerden, heuert die geldgierige Erbin Carrigan (Cathy Moriarty) mit ihrem duckmäuserischen Anwalt (köstlich: Ex-Monty-Python Eric Idle) den selbstproklamierten Geistertherapeuten Dr. Harvey an. Nach anfänglichen Zusammenstößen mit den übernatürlichen Hausbewohnern, freundet sich Casper mit Kat an. Gemeinsam planen sie die Reanimierung des transparenten Knuffels. Höhepunkt ist eine Halloween-Party im Schloß, in deren Verlauf Kats Vater vorübergehend das Zeitliche segnet, Casper für kurze Zeit einen Körper erhält, um mit Kat zu schwofen, und selbst Kats verstorbene Mutter als Engel auf den Plan tritt. Für die ausgezeichneten Spezialeffekte wurde das "Jurassic Park"-Team Dennis Muren und Michael Lantieri herangezogen. Wie sie leistet auch Kameramann Dean Cundey ("Falsches Spiel mit Roger Rabbit") Beachtliches. Daß "Casper" nicht nur im technischen Bereich makellose Unterhaltung bietet, dafür steht Steven Spielberg mit seinem guten Namen als ausführender Produzent: Der zuckersüße Grundton des Films trägt deutlich die Amblin-Family- Entertainment-Handschrift, auch wenn mit der Thematik von Tod und Wiederauferstehung teilweise etwas zu leichtfertig umgegangen wird. Etliche Verulkungen anderer Filme sorgen für zusätzlichen Spaß in diesem sympathischen Komödienleichtgewicht, das auch die Cameos von Hollywood-Größen wie Clint Eastwood, Rodney Dangerfield und Dan Aykroyd auf seiner Habenseite verbuchen kann. Die ausgewogene Mischung aus Komik und Sentimentalität des perfekt realisierten Spukspaßes wird einem umfangreichem Publikum eine wohlige Gänsehaut bescheren. ara.
| Darsteller: | Christina Ricci | ||
|---|---|---|---|
| Bill Pullman | |||
| Cathy Moriarty | |||
| Eric Idle | |||
| Regie: | Brad Silberling | ||
| Phil Nibbelink | |||
| Eric Armstrong | |||
| Drehbuch: | Sherri Stoner | ||
| Deanna Oliver | |||
| Produzent: | Colin Wilson | ||
| Ausf. Produzent: | Steven Spielberg | ||
| Gerald R. Molen | |||
| Jeffrey A. Montgomery | |||
| Kamera: | Dean Cundey | ||
| Schnitt: | Michael Kahn | ||
| Musik: | James Horner | ||
Jack und Casper machen das Weihnachtsfest schön schaurig und schaurig schön!
Jack gibt demnächst wieder den "Nickigraus" in "Nightmare Before Christmas 2" und "Casper" soll Kat ganz neu betören (Foto: Walt Disney / UIP)
Die Lichterketten am Weihnachtsbaum glühen langsam aus und die Tanne wird demnächst vom Balkon geworfen. Doch in Hollywood hat das Fest der Liebe weiter Hochkonjunktur: Dort arbeitet man an neuen Versionen der Festtags-Klassiker "Nightmare Before Christmas" und "Casper".
Im Fall des schrägen Animations-Spaßes von Produzent Tim Burton dürfen sich Fans sogar über eine echte Fortsetzung freuen. Das hat Paul Reubens verraten, der in der englischen Version "Lock" seine Stimme leiht. Nach Aussage des Schauspielers wird Tim Burton "Nightmare Before Christmas 2" angehen, sobald er die Verfilmung der kultigen US-Vampirserie "Dark Shadows" mit Johnny Depp abgeschlossen hat.
Über die Handlung des zweiten Abenteuers von Knochenheld Jack Skellington ist derzeit aber noch nichts bekannt - ebenso wenig, ob Tim Burton den Regiestuhl wieder "Coraline"-Macher Henry Selick überlasst oder sogar selbst die Puppen tanzen lässt.
Gleichzeitig plant Steven Spielberg eine Neuverfilmung von "Casper". Die rührselige Kombi aus dem CGI-Gespenst und der jungen Christina Ricci als dessen beste Freundin Kat sorgte 1995 für große Begeisterung und gehört seither zum Standard-Repertoire der TV-Sender um die Weihnachtszeit. Darauf folgten unzählige DVDs und TV-Serien, die neue Abenteuer sowie Caspers Vorgeschichte erzählten, teils auch rein animiert.
Der nun geplante Kinofilm soll aber ein "Reboot" werden, also die Geschichte des Kinofilms noch einmal neu erzählen - selbstverständlich mit den seit 1995 deutlich weiterentwickelten Möglichkeiten der Kombination von echten Schauspielern und Computeranimation. Sehr wahrscheinlich dürfte "Casper" dann auch in 3D durch Kats Leben geistern. Das gilt natürlich auch für die Fortsetzung von "Nightmare Before Christmas", dessen 3D-Neuauflage schon lange vor dem "Avatar"-Hype die Fans begeisterte!
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