Siebter CGI-Kinofilm aus dem Hause Pixar, bei dem wieder Firmenchef John Lasseter die Regie übernahm, um die Geschichte eines Sportautos mit großen Träumen zu erzählen. http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto29/06290200/b150x150.jpg Cars

Filmdetails

Cars

Siebter CGI-Kinofilm aus dem Hause Pixar, bei dem wieder Firmenchef John Lasseter die Regie übernahm, um die Geschichte eines Sportautos mit großen Träumen zu erzählen.


Cars
Start: 07.09.2006

Trickfilm / Komödie

USA 2006
Laufzeit: 116 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: John Lasseter
Verleih: Buena Vista

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Inhalt

Ausgerechnet jetzt, da er als Newcomer die etablierten Stars am Rande der Niederlage hat und nur noch ein Entscheidungsrennen aussteht, verfährt sich der etwas egomanische, aber sympathische Rennwagen Lightning McQueen (Stimme von Daniel Brühl) in der Wüste. Er landet in dem abgelegenen Hinterwaldnest Rasiator Springs, wo die Uhren eher wie in den 50ern gehen und man den ungestümen Raser nach Kollateralschäden ein paar Lektionen erteilt.

Rauschhafte Optik und Autos mit doch recht menschlichen Problemen im neuen, nunmehr siebten Animationsfeuerwerk aus der Pixar-Schmiede ("The Incredibles", "Toy Story"). Pixar-Chef Lasseter inszenierte persönlich, viele Stars drängelten sich hierzulande wie auch jenseits des Atlantiks zum Synchronisieren.


Kritik

Noch nie war der Ansturm der Computeranimationsfilme so groß wie in diesem Jahr. Doch mit "Cars" behauptet das Pixar-Studio souverän seine Poleposition im Genre - ein grandioses Comeback für Trick-Genie John Lasseter ("Toy Story").

Großansicht Lightning McQueen ist eigentlich zu cool für den alten Hook (Foto: Buena Vista)

Lightning McQueen ist eigentlich zu cool für den alten Hook (Foto: Buena Vista)

Hollywood kennt viele Superlative, aber kaum eine Erfolgsgeschichte ist so verblüffend wie die von Pixar. Seit 20 Jahren produziert das Animationsstudio einen Hit der Familienunterhaltung nach dem anderen - von "Toy Story" über "Findet Nemo" bis zu "Die Unglaublichen". Und auch die neueste digitale Komödie aus dem Trickhaus sorgt wieder für Rekorde. In den USA ist "Cars" trotz harter Konkurrenz der erfolgreichste Animationsfilm des Jahres.

Denn während die Wettbewerber noch plappernde Tiere ins Rennen schicken, liegt Pixar um viele Pferdestärken vorn: Noch kein Studio wagte Autos als Helden zu präsentieren, und Regisseur John Lasseter, der wohl größte Animationsguru seit Walt Disney, und sein Team meistern diese Herausforderung glänzend.

Großansicht Kleine Absprache vor dem Rennen (Foto: Buena Vista)

Kleine Absprache vor dem Rennen (Foto: Buena Vista)

Rasante Animationssause

Allein die Bilder zeigen eine Opulenz, die in dem Genre bislang nicht möglich schien. Und die Geschichte bietet eine bezaubernde Mischung aus herzerfrischenden Gags und Gefühlen. Held ist der sehr von sich selbst überzeugte Rennwagen Lightning McQueen, der "Verlierer zum Frühstück verspeist".

Auf dem Tempotrip zum nächsten Wettbewerb bleibt er nach einem Unfall in dem verschlafenen Nest Radiator Springs hängen. Für den angerichteten Schaden zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert, lernt er langsam die Dorfbewohner und ihren altmodischen Lebensstil kennen - und schätzen.

Großansicht In der Wüste staubt der Sand (Foto: Buena Vista)

In der Wüste staubt der Sand (Foto: Buena Vista)

Autos sind auch nur Menschen

Dabei zeigt der Film ein Panoptikum aus liebevoll gezeichneten Figuren, ob den Richter des Orts Doc Hudson, einen 1951er Hudson Hornet, oder Bully, einen VW-Bus mit Hippie-Attitüde, oder Sally, einen - weiblichen - Porsche, der einen gemütlichen Gang eingelegt hat. So gibt "Cars" für die Pixar-Produktionen der Zukunft einen klaren Kurs vor: Bei Filmen wie diesen wird die Erfolgs-Serie wohl nie reißen.

Cars

Sprecher:  Paul Newman   als Doc Hudson
  Bonnie Hunt   als Sally Carrera
  Owen Wilson   als Lightning McQueen
  Richard Petty   als The King
  Richard "Cheech" Marin   als Ramon
  Tony Shalhoub   als Luigi
  Guido Quaroni   als Guido
  Paul Dooley   als Sarge
  Michael Keaton   als Chick Hicks
  Jenifer Lewis   als Flo
  Michael Wallis   als Sheriff
  John Ratzenberger   als Mack
 
Regie:  John Lasseter  
Drehbuch:  Dan Fogelman  
  Phil Lorin  
  Kiel Murray  
  John Lasseter  
Produzent:  Darla K. Anderson  
Buchvorlage:  Jorgen Klubien  
  Joe Ranft  
Schnitt:  Ken Schretzmann  
Musik:  Randy Newman  

"Cars 2" besiegt "Star Wars" - im Kinderzimmer

Einst trat George Lucas mit dem "Krieg der Sterne" die Merchandising-Welle los. Jetzt übernehmen Disneys "Cars" die Marktführung im Spielzeugland.

Großansicht Die "Cars" haben mehr Fans im Kinderzimmer als der "Krieg der Sterne" (Foto: Disney/Fox)

Die "Cars" haben mehr Fans im Kinderzimmer als der "Krieg der Sterne" (Foto: Disney/Fox)

Obwohl "Cars 2" der erste Pixar-Film ist, für den es schlechte Kritik hagelte, freuen sich die Macher über gigantische Umsätze. Das liegt nicht nur an den verkauften Kinotickets - die Fan-Artikel zur "Cars"-Serie sind Bestseller. Tatsächlich erklomm "Cars" in Sachen Film-Spielzeug jetzt die Spitze, überholte "Star Wars" und "Toy Story".

Stolze neun Millarden Dollar gaben die Fans für "Toy Story"-Spielsachen aus. Die Konkurrenz aus dem eigenen Haus, "Cars", toppte das jetzt: Lightning McQueen & Co. rasten soeben über die 10-Milliarden-Dollar-Marke.

Das beantwortet auch die Frage, warum das Studio Pixar überhaupt eine "Cars"-Fortsetzung produzieren ließ. Von allen Pixar-Blockbustern, darunter "Oben", "Ratatouille" und "Die Unglaublichen - The Incredibles", zählte "Cars" zu den schwächsten. Aber das Merchandising stimmte damals bereits und nun erwies sich die Entscheidung als goldrichtig.

Auch Harry Potter hat keine Chance gegen die magischen "Cars"

Aber das Rennen um die Gunst der Kids ist nicht wirklich fair, wie Zahlen aus England belegen. Dort listet der größte Spielwarenhändler Argos stolze 414 "Cars"-Produkte. Zu "Toy Story" sind gerade mal 78, zu "Transformers" gar nur 23 Artikel zu haben.

Spielzeug-Analysten glauben, den Grund für die "Cars"-Dominanz im Kinderzimmer ausgemacht zu haben: Die Serie spricht das ganz junge Publikum an. "Harry Potter ist nicht das Richtige für den Spielzeug- und Merchandising-Markt", sagt Experte Frederique Tutt. "Das perfekte Alter für Spielzeug ist vier oder fünf. Danach beschäftigen sich Kinder mit Computerspielen und Sport."

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