Lou Taylor Pucci
Chris Pine
Piper Perabo
Regie: Alex Pastor, ...
Verleih: Splendid (Fox)
Im Auto auf einem Wüstenhighway unterwegs, versuchen die Brüder Ryan, Danny und ihre zwei Begleiterinnen einem Virus zu entkommen, der bei Kontakt unweigerlich zum Tod führt und bereits das ganze Land entvölkert hat. Als eine Panne das Quartett zwingt, in ein Auto mit einem jungen infizierten Mädchen zu steigen, sitzt der Tod, nur durch eine Plastikplane getrennt, hinter ihnen. Mitgefühl bringt den Virus schließlich auch zu ihnen, leitet einen Überlebenskampf ein, der auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt.

Mitgefühl ist das Ticket in den Tod im Virenthriller der Brüder Pastor, der Genrefans mit Endzeitatmosphäre infizieren wird. Zunächst als Opener des Fantasy Filmfests 2009.
Drei Jahre nach dem Dreh feiert das Regiedebüt von Alex und David Pastor, die als von Hollywood rekrutierter spanischer Horrornachwuchs den Spuren von Jaume Balaguero ("[Rec]") oder Jaume Collet-Serra ("Orphan - Das Waisenkind") folgen, beim Fantasy Filmfest Weltpremiere. Die Eröffnungssequenz mit zwei Pärchen im Auto auf dem Wüstenweg ins Nirgendwo, schürt Erwartungen an einen "Wrong Turn", der ins Territorium mutierter Kannibalen oder renitenter Zombies führen. Tatsächlich aber ist im Szenario der Pastors nur der Überlebensinstinkt des gesunden Menschen aggressiv, setzt alle moralischen Regeln außer Kraft.
Grund ist ein nicht näher erklärter Virus, der - über Luft und Direktkontakt übertragen - unausweichlich zum Tod führt und Amerika verwaist und der Natur zurückgegeben hat. Bisher entkommen sind ihm die Brüder Ryan (Chris Pine, der junge Kirk in "Star Trek") und Danny (Lou Taylor Pucci) sowie Ryans Freundin Bobby und Kate, die mit Danny auf die Schule ging. Angesichts des menschlichen Untergangs gibt sich das Quartett anfangs in der Flucht vor dem Virus in Richtung Meer recht ausgelassen. Doch als eine Panne sie zwingt, zu einem infizierten Mädchen ins Auto zu steigen, sitzt der Tod, vor dem sie nur eine Plastikplane schützt, plötzlich hinter ihnen. Auf der Fahrt zur Küste wird es weitere Infizierte geben, werden schließlich alle Grenzen überschritten, um zu überleben.
Die Konsequenz in diesem Handeln auf Survivalmodus, das auf niemanden Rücksicht nimmt, ist eine Stärke des Films, die Fahrlässigkeit der Figuren im Umgang mit der Seuche seine größte Schwäche, wenn der Mundschutz gar nicht oder zu spät getragen wird, wenn verlassene Häuser durchsucht werden, ohne mit Spontanbegegnungen zu rechnen. Eine Geduldsprobe ist Chris Pines Hauptfigur, der über tödlich verseuchten Pools herumturnt und auch sonst längst nicht alle Gehirnzellen aktiviert hat. Atmosphärisch aber, in der Erzeugung von Spannung und einer Endzeitstimmung von emotionaler Kapitulation und Einsamkeit, überzeugt "Carriers" trotz bescheidenem Budget. Im Unterschied zum Zombiegenre gibt es keine aggressiven Infizierten, sondern nur rücksichtslose Gesunde. "Carriers", also Träger, werden gejagt, Sündenböcke aus Grenzländern aufgehängt, Restspuren von Humanität begraben oder fatal bestraft. Neu ist diese Erkenntnis über die Regressionsanfälligkeit des Menschen nicht, aber unverändert packend und realistisch. kob.
| Darsteller: | Lou Taylor Pucci | als Danny | |
|---|---|---|---|
| Chris Pine | als Brian | ||
| Piper Perabo | als Bobby | ||
| Emily VanCamp | als Kate | ||
| Christopher Meloni | als Frank | ||
| Kiernan Shipka | als Jodie | ||
| Ron McClary | als Prediger | ||
| Mark Moses | als Doktor | ||
| Josh Berry | als Überlebender | ||
| Tim Janis | als Überlebender | ||
| Dale O'Malley | als Überlebender | ||
| Dylan Kenin | als Tom | ||
| Leanne Lynch | als Rose | ||
| Jan Cunningham | als Passagier | ||
| Mary Peterson | als Laura Merkin | ||
| Regie: | Alex Pastor | ||
| David Pastor | |||
| Drehbuch: | Alex Pastor | ||
| David Pastor | |||
| Produzent: | Ray Angelic | ||
| Anthony Bregman | |||
| Ausf. Produzent: | Stefanie Azpiazu | ||
| Kamera: | Benoît Debie | ||
| Schnitt: | Craig McKay | ||
| Musik: | Peter Nashel | ||
| Brick Garner | |||
| Produktionsdesign: | Clark Hunter | ||
| Kostüme: | Jill Newell | ||
| Casting: | Jeanne McCarthy | ||
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