Cher
Christina Aguilera
Eric Dane
Regie: Steven Antin
Verleih: Sony Pictures
Ali Rose will in Los Angeles Karriere im Showbusiness machen. Ihr Traum, den schon unzählige Hoffnungsvolle vor ihr geträumt haben, erfüllt sich, als sie im finanziell angeschlagenen Revuetheater von Tess den Sprung von der Kellnerin auf die Bühne schafft. Als Sängerin und Tänzerin erweist sich Ali als Naturtalent, doch mit dem Erfolg kommt auch die Versuchung. Kann Ali ihr widerstehen, ihren guten Charakter bewahren, ihr romantisches Glück finden und dabei die Burlesque Lounge vor dem drohenden Verkauf retten?

Steve Antins Musical über den Aufstieg eines Revuegirls spielt seine Trümpfe überzeugend aus: das Filmdebüt Christina Aguileras und das Comeback Chers.
"Sag niemals Strip Club", weist Alan Cumming Provinzimport Ali (Christina Aguilera) beim Erstkontakt zurecht - und der Film damit auch für den Zuschauer verständlich jede Assoziation zu billigen Naturschauspielen von sich. Die Burlesque Lounge, die sich mit dem besten Ausblick am Sunset Boulevard brüstet, präsentiert sich als verstaubtes Revuetheater, in dem Showgirls in Pin-up-Outfits die Beine schwingen und zum Playback alter Standards "singen". Der Club hält es wie der Film: er will verführen und dabei unschuldig bleiben. In seiner zweiten Inszenierung feiert Drehbuchautor Steve Antin erotisches Entertainment, das seine Schwester Robin als Mitgründerin der Pussycat Dolls bereits zum Erfolg führte. Dabei korrespondiert "Burlesque" mehr mit "Coyote Ugly" als mit "Showgirls" und sieht die Showtruppe als große Familie, die Schutz vor dem Gift der großen Stadt bietet. Mutterfiguren sind Clubmitbesitzerin Tess (Cher) und ihr Bühnenmanager Sean (Stanley Tucci in seiner "Prada"-Rolle), Kristin Bell spielt ein zickiges Protegé, das Tess' Vertrauen ausnutzt, und Aguilera die neue, vom Skript fast heilig gesprochene Tochterfigur, die Tess an sie selbst erinnert. Bedroht wird diese Familie von einem smarten Playboy, der Tess' desolate finanzielle Lage ausnutzen, ihren Club kaufen und die unschuldige Ali von Kellner Jack loseisen will, der als Gentleman nicht schnellen Sex, sondern romantisches Glück verspricht.
Antins Drehbuch absolviert alle Etappen, die man sich von einem Showbiz-Märchen erwartet: Die Ankunft der Provinzblume in der Metropole, die Annäherung an den charmanten, anfangs noch vergebenen Prinzen, der Aufstieg zum Star, die Verführung durch Erfolg und schließlich das Happy End nach dem Erkennen der wahren und wichtigen Werte. "Burlesque" ist nur bedingt ein klassisches Musical, weil alle Nummern strikt an die Bühne gebunden sind und so spontaner Gesangsausbruch ausbleibt, aber in der Funktion des Plots als loser Rahmen für temperamentvolle Song- and Dance-Auftritte bleibt der Film der Tradition treu. Klar ist Aguilera ein bisschen zu alt und prominent für ein Ingenue, aber Kameramann Bojan Bazelli taucht sie, Cher und den Film in ein märchenhaftes Glamourlicht, während sich die Push-ups auf der Bühne duellieren, Cher zum ersten Mal seit "Good Times" (1967) vor der Kamera singt, Aguilera die Anforderungen ihrer Rolle als Darstellerin souverän und die als Sängerin brillant bewältigt. Ob man nun die Songs oder das Überdruckvokalisieren des Vier-Oktaven-Wunders Aguilera mag oder nicht - dank C & C gehört "Burlesque" unter den Musicals der letzten Jahre in die A-Klasse. kob.
| Darsteller: | Cher | als Tess | |
|---|---|---|---|
| Christina Aguilera | als Ali | ||
| Eric Dane | als Marcus | ||
| Cam Gigandet | als Jack | ||
| Julianne Hough | als Georgia | ||
| Alan Cumming | als Alexis | ||
| Peter Gallagher | als Vince | ||
| Kristen Bell | als Nikki | ||
| Stanley Tucci | als Sean | ||
| Regie: | Steven Antin | ||
| Drehbuch: | Steven Antin | ||
| Susannah Grant | |||
| Produzent: | Donald de Line | ||
| Ausf. Produzent: | Stacy Cramer | ||
| Risa Shapiro | |||
| Kamera: | Bojan Bazelli | ||
| Schnitt: | Virginia Katz | ||
| Musik: | Buck Damon | ||
| Christophe Beck | |||
| Diane Warren | |||
| Produktionsdesign: | Jon Gary Steele | ||
| Kostüme: | Michael Kaplan | ||
Harry, Ron und Hermine treten ab - Merlin, Rhia und Shim treten auf!
Für Kinomagie ist statt Harry Potter bald der junge Merlin zuständig (Foto: Penguin USA)
Über zehn Jahre lang haben Harry Potter und seine beiden treuen Begleiter Ron und Hermine die Kinofans mit magischen Abenteuern begeistert. Doch wenn am 14. Juli der Abspann von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" über die Leinwände flimmert, ist es endgültig aus mit Quidditch, Zaubertrankprüfungen und Expelliarmus-Sprüchen.
Trotzdem müssen die Fantasy-Freunde nicht auf Kinozauber verzichten: Filmriese Warner, der die Harry Potter-Romane auf die Leinwand hievte, hat soeben die nächste magische Filmreihe gestartet: die Merlin-Saga!
In fünf Romanen hat Thomas A. Barron darin die Jugendjahre des berühmten Magiers ausgestaltet, der später als Mentor des legendären König Artus zu Weltruhm gelangte und dessen Taten vielfach besungen und verfilmt wurden. Doch was trieb Merlin eigentlich, als er ein Kind war?
Darf man T.A. Barron glauben, wurde der kleine Merlin als Findelkind an der Küste von Wales angespült. Er entdeckte schon sehr früh, dass er ungewöhnliche Fähigkeiten besitzt. Um das Rätsel dieser Fähigkeiten und seiner Herkunft zu lösen, verlässt Merlin seine Heimat - und landet bald auf der Insel Fincayra, die später als Avalon bekannt werden soll. Das Waldmädchen Rhia und der kleine Riese Shim helfen Merlin bei seiner Suche auf einer Insel, die zwischen der "Anderswelt", dem Totenreich, und unserer Wirklichkeit liegt...
Diesen Inhalt des ersten Romans, der unter dem deutschen Titel "Merlin - Wie alles begann" erschien, wird nun Autor Ed Whitworth, der sonst für Oprah Winfrey arbeitet, in ein spannendes Drehbuch gießen. Als Produzent ist Donald de Line an Bord. Er machte zuletzt mit "Die Legende der Wächter", "Burlesque" und aktuell "Green Lantern" von sich reden.
Sollte der erste Film ein Erfolg werden, warten noch "Merlin und die sieben Schritte zur Weisheit", "Merlin und die Feuerproben", "Merlin und der Zauberspiegel" sowie "Merlin und die Flügel der Freiheit". Darin entwickelt sich Merlin, obwohl anfangs ein echter Draufgänger, nach seinen ersten prägenden Begegnungen mit der Magie durch viele Herausforderungen und seine erste Liebe zu jenem weisen Zauberer, den man aus der Artus-Sage kennt - und den Sam Neill bereits in einem epischen Fantasy-Zweiteiler spielte.
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