Um seinen verstorbenen Bruder Ben zu Grabe zu tragen und den Nachlass zu regeln, reist Duke Johnson in die Stadt Bucktown. Bei der Beerdigung macht er die Bekanntschaft mit Bens Freunden: Da ist Aretha, Bens Geliebte, Harley, ein ehemaliger Footballstar und Langzeitalkoholiker und der kleine Steve. Sie alle trauern um Dukes Bruder.
Duke, der die Angelegenheiten seines Bruders schnell zu erledigen hofft und die Stadt sofort wieder verlassen möchte, ahnt nicht, dass sein Aufenthalt in Bucktown zur gefährlichen Bewährungsprobe werden wird. Der Nachlassverwalter verlangt von ihm, zwei Monate zu bleiben, bevor er die Bar seines Bruders übernehmen und verkaufen kann.
Mit viel Überredungskunst schaffen es Bens Freunde schließlich, Duke zu überzeugen, den Club wieder aufzumachen. Erst danach erzählen sie ihm, dass Ben sterben musste, weil er kein Schutzgeld an die ortsansässige Polizeibrigade zahlen wollte, die nichts anderes ist als ein Haufen korrupter, mafiöser und rassistischer Schläger.
Die Polizei will den selbstbewussten Fremden, der sich über ihre Regeln hinwegsetzt, aus dem Weg räumen, aber Duke holt sich Verstärkung. Er ruft seinen langjährigen Freund Roy an, der sogleich mit einer Bande ebenso "schlagfertiger" Männer nach Bucktown fährt. "Nicht ein Polizist soll mir entkommen", sagt Roy, und er ist ein Mann, der Wort hält ...
Was niemand ahnt: Roy und seine Gefolgsmänner riechen das große Geld und wollen nun bleiben, um selbst die Stadt Bucktown zu übernehmen. Als Harley schwer verletzt und Aretha von Roys Männern bedrängt wird, ist Duke klar, dass sich seine eigenen Reihen gegen ihn stellen. Um Bucktown vor dem Schlimmsten zu bewahren, nimmt Duke alleine den Kampf gegen Roy auf und zeigt diesem, was es bedeutet einen Freund zu verraten.
"Bucktown" des aus Los Angeles stammenden Produzenten und Regisseur Arthur Marks ist eine Perle des amerikanischen 70's-Soul-Trash. Neben "Foxy Brown" (1974) und Arthur Marks "Friday Foster" (1975), ist "Bucktown" zwar einer der weniger bekannten, aber nicht minder unterhaltsamen Blaxploitation-Filme mit der hinreißenden Pam Grier in der Hauptrolle. Quentin Tarantinos dritter Film "Jackie Brown" ist schon vom Titel und von der Besetzung her - Pam Grier spielt die Hauptrolle - eine Hommage an Arthur Marks und das Blaxploitation-Genre. Im Jahr 1998 war es ebenfalls Tarantino, der dafür sorgte, dass Arthur Marks Kult-Blaxploitation-Film "Detroit 9000" 25 Jahre nach seiner ersten Ausstrahlung noch einmal in die Kinos kam.
Bekannt war und wurde Marks zudem durch seine Mitarbeit an den Kultserien "I Spy" (1965), die erste Serie mit einem afroamerikanischen Hauptdarsteller, welche in Deutschland unter dem Titel "Tennisschläger und Kanonen" bekannt sein dürfte, und "Starsky and Hutch" (produziert zwischen 1975 und 1979).
Quelle: ARTE, www.arte.tv
| Darsteller: | Fred Williamson | als Duke Johnson | |
|---|---|---|---|
| Pam Grier | als Aretha | ||
| Thalmus Rasulala | als Roy | ||
| Tony King | als T.J. | ||
| Bernie Hamilton | als Harley | ||
| Art Lund | als Chief Patterson | ||
| Tierre Turner | als Steve | ||
| Morgan Upton | als Sam | ||
| Carl Weathers | als Hambone | ||
| Jim Bohan | als Clete | ||
| Robert Burton | als Merle | ||
| Gene Simms | als Josh | ||
| Bruce Watson | als Bagman | ||
| Regie: | Arthur Marks | ||
| Drehbuch: | Bob Ellison | ||
| Produzent: | Bernard Schwartz | ||
| Ausf. Produzent: | Ric R. Roman | ||
| Kamera: | Robert Birchall | ||
| Schnitt: | George Folsey Jr. | ||
| Musik: | Johnny Pate | ||
| Produktionsdesign: | George Costello | ||
| Kostüme: | Casey Spencer | ||
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.