Originaltitel: Lock, Stock and Two Smoking Barrels
Großbritannien 1998
Jason Flemyng
Dexter Fletcher
Nick Moran
Regie: Guy Ritchie
Verleih: UIP
Eddy (Nick Moran) verliert bei einer Pokerparty nicht nur seinen Einsatz von 100.000 Pfund, sondern muss Gangsterboss Harry (P. H. Moriarty) innerhalb einer Woche den fünffachen Betrag nachlegen. Als Eddys Freunde eine andere, brutale Gang um deren jüngste Einnahmen bringt, fegt eine Lawine von unvorhersehbaren, blutigen Konsequenzen über alle Beteiligten hinweg.
Keine Sekunde lang lässt diese in England sensationell erfolgreiche Komödie den Eindruck zu, dass sie ein Debütant geschrieben und inszeniert hat. Mit visueller Fantasie, einem guten Auge für Milieu, Typen und skurrile Situationen, sowie einem Ohr für spritzige Dialoge erwies sich der spätere Madonna-Gatte Guy Ritchie damals als hochtalentierter Newcomer.
Unwiderstehlich komische Farce um Spielschulden und einen daraus resultierenden Gangsterkrieg.
Hunderttausend Pfund Einsatz haben der kleine Gauner Eddy (Nick Moran) und seine Kumpels aufgebracht, um bei einem Pokerspiel ans große Geld zu kommen.
Doch Eddy ist den miesen Tricks seines Gegenspielers, dem Gangsterboss Hatchet Harry (P. H. Moriarty), nicht gewachsen und steht am Ende des Abends gar mit einer halben Million Pfund in der Kreide. Innerhalb einer Woche sollen die Jungs nun ihre Schulden begleichen, sonst ist es um ihre Finger geschehen.
In ihrer Not beschließen Eddy und Co., eine andere Bande um deren erbeutetes Drogengeld zu bringen...
Anarchisch, witzig, wild, verzwickt - Guy Ritchies furioses Regiedebüt ist ein Musterbeispiel für die Renaissance des britischen Films. Seine vitale Gaunerkomödie lebt von verblüffenden Drehbuchwendungen, aufregenden filmischen Einfällen und den enthusiastischen Darstellern, zu denen unter anderem auch die Pop-Ikone Sting und der Fußball-Star Vinnie Jones zählen.
Abgerundet wird das ungewöhnliche Filmerlebnis durch den coolen Soundtrack, einer Mischung aus altbekannten Soulklassikern, modernem Britpop sowie treibendem Drum'n'Bass. Ein echter Tipp für Filmfreaks und Cineasten.
| Darsteller: | Jason Flemyng | als Tom | |
|---|---|---|---|
| Dexter Fletcher | als Soap | ||
| Nick Moran | als Eddy | ||
| Jason Statham | als Bacon | ||
| Steven Mackintosh | als Winston | ||
| Vinnie Jones | als Big Chris | ||
| Sting | als J. D. | ||
| Lenny McLean | als Barry the Bapist | ||
| P. H. Moriarty | als Hatchet Harry | ||
| Steve Sweeney | als Plank | ||
| Frank Harper | als Dog | ||
| Stephen Marcus | als Nick the Greek | ||
| Peter McNicholl | als Little Chris | ||
| Vas Blackwood | als Rory Breaker | ||
| Jake Abraham | als Dean | ||
| Stephen Callender-Ferrier | als Lenny | ||
| Suzy Ratner | als Gloria | ||
| Regie: | Guy Ritchie | ||
| Drehbuch: | Guy Ritchie | ||
| Produzent: | Matthew Vaughn | ||
| Koproduzent: | Georgia Masters | ||
| Ausf. Produzent: | Steve Tisch | ||
| Peter Morton | |||
| Angad Paul | |||
| Stephen Marks | |||
| Trudie Styler | |||
| Kamera: | Tim Maurice-Jones | ||
| Schnitt: | Niven Howie | ||
| Musik: | David A. Hughes | ||
| John Murphy | |||
| Produktionsdesign: | Iain Andrews | ||
| Eve Mavrakis | |||
| Kostüme: | Stephanie Collie | ||
| Ton: | Simon Hayes | ||
Die Gentlemen bitten zur Kasse - und wie!
Ob lebensgefährliche Kurieraufträge oder Adrenalin treibende Vendettas in Killerkreisen, wenn irgendwo die Fetzen fliegen, ist Jason Statham meist nicht weit. Der Brite hat sich vom auf Kleingaunerrollen geeichten Lokalschauspieler zum internationalen Actionstar gemausert und ist deshalb geradezu prädestiniert für die Hauptrolle in einem der am heißesten erwarteten Thriller der letzten Jahre, "Baker Street".
Die Straße in der Innenstadt Londons spielt nicht nur wegen des angeblich dort liegenden Wohnsitzes von Sherlock Holmes eine wichtige Rolle in der britischen Kriminalgeschichte. 1971 ereignete sich dort einer der größten und mysteriösesten Einbrüche im Vereinigten Königreich, den Regisseur Roger Donaldson ("Mit Herz und Hand") nun erstmals verfilmt.
In einem spektakulären Coup erleichterte eine Ganovenbande damals eine der wichtigsten Privatbanken Englands um die unglaubliche Summe von knapp 90 Millionen Pfund. Das Pikante daran war allerdings nicht der Einbruch. Denn wie schnell bekannt wurde, war der Überfall vom britischen Inlandsgeheimdienst MI5 und von Scotland Yard initiiert worden.
Die Ermittler wollten einer Gruppe von Spitzengaunern eine Falle stellen. Doch die Ganoven überlisteten die Beamten und tauchten mit dem Geld unter. Von der Beute und den Dieben fehlt bis zum heutigen Tag jede Spur, obwohl den Behörden bekannt sein muss, wer für den Bruch verantwortlich ist, hatten sie diese doch selbst angeworben.
Nach einer weitverbreiteten These fanden die Diebe in den Schließfächern neben dem Geld auch Unmengen von Dokumenten, Unterlagen und Fotos, die als Druckmittel gegen Wirtschaftsführer, Politiker und sogar die königliche Familie eingesetzt hätten werden können. Schnell machte das Gerücht die Runde, die Gauner hätten mit der Regierung einen Deal vereinbart, wonach diese Geheimnisse im Dunkeln blieben, wenn sie die Fahndung einstellten.
Untermauert wird diese Theorie von der Tatsache, dass alle Akten zu dem Fall über 30 Jahre ein Staatsgeheimnis waren und auch heute nur beschränkt der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Ganoven und Exzentriker sind die Spezialität des britischen Charakterkopfs Jason Flemyng. Ihm gelang der Durchbruch mit zwei Krimikomödien...
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