Amüsante Komödie über die Abenteuer zweier Auftragsmörder im vorweihnachtlichen Brügge. http://images.kino.de/flbilder/max08/mbiz08/mbiz15/z0815515/b150x150.jpg Brügge sehen... und sterben?

Filmdetails

Brügge sehen... und sterben?

Amüsante Komödie über die Abenteuer zweier Auftragsmörder im vorweihnachtlichen Brügge.


Brügge sehen... und sterben?
Start: 15.05.2008

Originaltitel: In Bruges

Kriminalfilm / Komödie

Großbritannien 2008
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Colin Farrell
Brendan Gleeson
Ralph Fiennes

Regie: Martin McDonagh
Verleih: Tobis

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
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Temperatur

lau

Inhalt

Das irische Killerduo Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) muss auf Anweisung des Bosses Harry (Ralph Fiennes) nach einem verpatzten Auftragsmord im belgischen Brügge zur Strafe untertauchen. Kulturmensch Ken erkundet touristisch die Stadt, Holzklotz Ray lieber die einheimische Chloe (Clémence Poésy), die er am Set eines Films aufgabelt. Derweil hat das Warten ein Ende und Ken erhält einen Auftrag, der für Ray tödlich ausgehen soll.

Das vorweihnachtliche Brügge ist mit seinem poetischen Flair das melancholische Zentrum der Killerkomödie des Jahres. Das famos besetzte Debüt von Theaterautor Martin McDonagh weist sensationellen Humor, aber auch eine märchenhafte Story vom moralischen Kern zweier Mörder auf.


Kritik

Knarre statt Reiseführer: In dieser brillanten Krimi-Farce wird das beschauliche Brügge zum Schauplatz einer grotesken wie witzigen Hetzjagd unter Ganoven.

Großansicht Auch das Leben eines Killers geht einmal zu Ende (Foto: Tobis)

Auch das Leben eines Killers geht einmal zu Ende (Foto: Tobis)

Quentin Tarantino aufgepasst, diese coole Komödie macht dir Konkurrenz! Denn selten gab es so umwerfende Dialoge und rabenschwarze Situationskomik am Stück wie hier. Warum ausgerechnet Brügge, sinnieren die beiden Londoner Profikiller Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson), die nach einem vermasselten Job in Flanderns pittoreskem Städtchen erst einmal pausieren, besser gesagt von der Bildfläche verschwinden sollen.

Während Mustertourist Ken begeistert die Sehenswürdigkeiten abklappert, legt sich sein junger, aufbrausender Kollege Ray mit Gott und der Welt an. Er prügelt sich mit dicken Amerikanern, feiert wilde Partys und bändelt auch noch mit der lokalen Schönheit Chloë an. Wen wundert's, dass deren Ex-Freund davon wenig begeistert ist.

Großansicht Der Boss ist von dem Treiben seiner Männer nicht angetan (Foto: Tobis)

Der Boss ist von dem Treiben seiner Männer nicht angetan (Foto: Tobis)

Neuer Auftrag

Noch weniger begeistert von dem lärmenden Treiben aber zeigt sich bald auch der Boss (Ralph Fiennes). Deshalb erhält Ken nun den Auftrag, seinen Kumpel Ray ruhig zu stellen - und zwar endgültig ...

Mit knallharter Action und typisch britischem Witz inszeniert Martin McDonagh, der für den Kurzfilm "Six Shooter" bereits einen Oscar erhalten hat, sein Spielfilmdebüt. Die hochkarätige Besetzung um das traumhafte Duo Colin Farrell als heißblütiger Haudrauf und Brendan Gleeson als erfahrener Hitman verleihen diesem kultigen Genrestück die richtige Würze.

Brügge sehen... und sterben?

Darsteller:  Colin Farrell   als Ray
  Brendan Gleeson   als Ken
  Ralph Fiennes   als Harry
  Clémence Poésy   als Chloë
  Thekla Reuten   als Marie
  Jérémie Renier   als Eirik
  Jordan Prentice   als Jimmy
 
Regie:  Martin McDonagh  
Drehbuch:  Martin McDonagh  
Produzent:  Graham Broadbent  
  Peter Czernin  
Kamera:  Eigil Bryld  
Schnitt:  Jon Gregory  
Musik:  Carter Burwell  
Produktionsdesign:  Michael Carlin  
Kostüme:  Jany Temime  
Casting:  Jina Jay  

Heath Ledger gewinnt Golden Globe

Viele hatten auf ihn getippt und die Jury hatte tatsächlich den Mut für eine postume Auszeichnung - jetzt deutet auch alles auf einen Oscar für Heath Ledger hin.

Großansicht Einfach beeindruckend: Die Rolle als Joker bringt dem verstorbenen Heath Ledger einen Golden Globe (Foto: Warner)

Einfach beeindruckend: Die Rolle als Joker bringt dem verstorbenen Heath Ledger einen Golden Globe (Foto: Warner)

Normalerweise ist der Preis für den besten Nebendarsteller eine Randnotiz bei der Verleihung der Golden Globes. Doch dieses Jahr war es die meistbeachtete Kategorie bei der Zeremonie in der Nacht zum Montag in Los Angeles: Die Vertreter der Auslandspresse, die die Globes vergeben, ehrten Heath Ledger für seine Rolle als Joker in "The Dark Knight" als besten Nebendarsteller. Ledger war vor knapp einem Jahr unter tragischen Umständen an einem tödlichen Cocktail von Schlaf- und Schmerzmitteln gestorben. Postume Ehrungen sind sowohl bei den Globes als auch bei den Oscars - für die Ledger nun ebenfalls als Favorit gilt - eine große Ausnahme.

In den Königskategorien dominierte ansonsten der Independent-Film: "Slumdog Millionär" über einen Jungen, dem beim indischen "Wer wird Millionär" Betrug vorgeworfen wird, wurde zum besten Drama gekürt. Woody Allens zynischer Reigen um Liebe und Untreue "Vicky Cristina Barcelona" ist nach Meinung der Jury die beste Komödie. Bester Animationsfilm wurde "WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf".

Altstar Rourke und die doppelte Kate

Als bester Schauspieler setzte sich Mickey Rourke in seiner Rolle als alternder Catcher im anrührenden Drama "The Wrestler" überraschend gegen Sean Penn ("Milk") durch. Beste Schauspielerin ist Kate Winslet für das starke Beziehungsdrama "Zeiten des Aufruhrs", in dem sie neben ihrem "Titanic"-Partner Leonardo DiCaprio zu sehen ist. Dazu gewann Winslet für die Romanverfilmung "Der Vorleser" auch den Preis als beste Nebendarstellerin. Bester komischer Schauspieler ist Colin Farrell für "Brügge sehen... und sterben?", Sally Hawkins setzte sich mit "Happy-Go-Lucky" durch.

Die deutsche Hoffnung "Der Baader Meinhof Komplex" ging leider leer aus. Das RAF-Drama musste sich im Rennen um den besten ausländischen Film der deutschen Koproduktion "Waltz With Bashir" geschlagen geben, die für Israel ins Rennen gegangen war.

Der beste Film "Slumdog Millionär" bescherte auch seinem Regisseur Danny Boyle einen Globe - seinen ersten. Zudem wurden Drehbuchautor Simon Beaufoy und Komponist A. R. Rahman ausgezeichnet. Der beste Song stammt von Bruce Springsteen für "The Wrestler".

Die Golden Globes gelten insgesamt als wichtiger Fingerzeig für die Oscar-Verleihung, die in der Nacht des 22. Januar vergeben werden.

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