Eddie Murphy
Halle Berry
Robin Givens
Regie: Reginald Hudlin
Verleih: Paramount
Werbe-As Marcus Graham hat Erfolg bei den Frauen und nutzt das nach Strich und Faden aus. Als die Geschäftsleitung der Firma wechselt, bekommt der eitle Pfau die attraktive Jacqueline als Vorgesetzte vor die Nase gesetzt. Nach allen Regeln der Kunst macht Marcus ihr den Hof. Als er sie nach langem Werben endlich gewonnen hat, ist er erstmals hoffnungslos verliebt. Doch da läßt sie ihn fallen wie eine heiße Kartoffel - ganz so, wie er es bislang mit Frauen immer gemacht hat. Trost findet er bei der süßen Angela, doch als sich die Chance ergibt, doch wieder mit Jacqueline zusammen zu sein, zögert Marcus keine Sekunde - und erkennt den Fehler. Geläutert kehrt er zu Angela zurück.

Mit "Boomerang" feiert Eddie Murphy nach zweijähriger Pause sein Leinwand-Comeback: Mit einer Rolle, die seinem überkandidelten Ego genau entspricht, ist er der Mittelpunkt einer etwas zu selbstgefälligen Screwball-Komödie. Umringt von so heißen farbigen Damen wie Halle Berry ("Last Boy Scout"), Robin Givens ("Harlem Action"), Grace Jones und "Catwoman" Eartha Kitt läuft Murphy nur manchmal zu Hochform auf. Die formelhafte Regie von Reginald Hudlin ("House Party") ist ein weiteres Manko eines Spaßes, der dank des Charmes der weiblichen Darstellerriege dennoch überzeugen kann. Über 1,8 Mio. Murphy-Fans wollten das Comeback ihres Helden im Kino nicht verpassen und weisen "Boomerang" als klaren Videohit aus.
| Darsteller: | Eddie Murphy | ||
|---|---|---|---|
| Halle Berry | |||
| Robin Givens | |||
| David Alan Grier | |||
| Martin Lawrence | |||
| Grace Jones | |||
| Geoffrey Holder | |||
| Eartha Kitt | |||
| Chris Rock | |||
| Tisha Campbell | |||
| Regie: | Reginald Hudlin | ||
| Drehbuch: | Barry W. Blaustein | ||
| David Sheffield | |||
| Produzent: | Brian Grazer | ||
| Warren Hudlin | |||
| Kamera: | Woody Omens | ||
| Musik: | Marcus Miller | ||
Witziges Drehbuch mit gehöriger Portion Romantik - das ist das Rezept, nach dem Reginald Hudlin bei der Verfilmung von "Mann umständehalber abzugeben" im Regie-Topf rührte. Wenn dann noch die Hauptdarsteller die richtige Würze mitbringen, kann der Film nur ein Gaumenkitzler werden.
Hudlin verließ sich voll und ganz auf zwei Zutaten - den Witz von Matthew Perry und die Schönheit von Elizabeth Hurley. Ein wahrer Glücksgriff:
"Liz ist großartig. Nicht nur, weil sie wundervoll aussieht. Was ich an ihr mag: Sie ist eine wandlungsfähige Schauspielerin - sie ist nicht nur schön. Man nimmt ihr auch die clevere Geschäftsfrau ab."
Hudlin war sich sicher, dass Matthew Perry neben einer so schönen Frau sein volles komödiantisches Aroma entfalten würde und sah gute Chancen, dass das Duo Hurley / Perry ein feuriger Leinwand-Leckerbissen werden könnte:
"Mein erster Gedanke war: 'Das funktioniert'. Die Beiden haben sich sofort großartig verstanden. Schon als sie sich das erste Mal getroffen haben, um das Drehbuch zu besprechen, stimmte die Chemie. Alle waren sich sofort einig: 'Wir wollen den Film zusammen machen'."
Küssender Freund
Vor allem Matthew Perry war von Anfang an Feuer und Flamme. Dem Star der erfolgreichen TV-Serie "Friends" gefiel das Drehbuch. Außerdem ist er seit Hudlins Komödienerfolg "Boomerang" ein großer Fan des Regisseurs. Er war sich sicher, dass die Zusammenarbeit mit ihm bestens klappen würde.
Und dann war da natürlich auch noch Elizabeth Hurley: " Hey, im Drehbuch steht: Joe Taylor darf Elizabeth Hurley küssen. Da musste ich einfach mitspielen."
Strahlemann auf Abwegen
Perry sah in der Rolle des Joe Taylor eine neue, schauspielerische Herausforderung: "In der einen Minute ist Joe knallharter New Yorker, in der nächsten schon ein lahmer Sonderling. Sein Charakter ist komplizierter als bei den Rollen, die ich bisher gespielt habe. Ich wollte einfach weg von dem ewigen Strahlemann-Image. Joe ist lustig. Aber trotzdem hat er eine dunkle Seite."
Natürlich drohte die Suppe auch mal überzukochen und Hauptdarsteller und Regisseur gerieten aneinander. Perry ist eben ein Vollblutkomiker, der gerne improvisiert. Ein ums andere Mal musste Hudlin seinen Star zurückpfeifen, wenn der zu sehr vom Text des Drehbuchs abwich. Oftmals ließ er die Zügel aber auch locker und seinem Star freie Hand. Vor allem Liz Hurley ließ sich gerne von Perrys Kreativität mitreißen:
Ein Lob an Liz
"Die letzte Szene im Film ist komplett improvisiert. Matthew hat sich den Gag spontan am Set einfallen lassen. Es stand nichts davon im Script. Zu mir sagte er nur: "Erzähl keinem, dass ich den Text geändert habe." Und wirklich: Es hat funktioniert! Nach der ersten Klappe war die Szene bereits im Kasten."
Perry zeigte sich von so viel Lob geschmeichelt und gab das Kompliment artig zurück: "Liz ist witzig. Vor allem kann man sich unglaublich gut an ihr reiben - natürlich nicht körperlich, sondern komödiantisch. Sie hat einfach genau das richtige Timing für Gags," bekannte er grinsend.
Das fertige Gericht kann sich sehen lassen. Kein Wunder, dass sich Chefkoch Hudlin nach Abschluss der Dreharbeiten selbst auf die Schultern klopfte: "Man könnte meinen, Hurley und Perry stehen jeden Tag gemeinsam vor der Kamera. Eine echte Traumbesetzung. Solche gutaussehenden, amüsanten Menschen will man doch in einer romantischen Komödie sehen."
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