Fiktionalisiertes Drama über den Vorabend der Ermordung von Robert F. Kennedy am 6. Juni 1968. http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz02/z0702514/b150x150.jpg Bobby

Filmdetails

Bobby

Fiktionalisiertes Drama über den Vorabend der Ermordung von Robert F. Kennedy am 6. Juni 1968.


Bobby
Start: 08.03.2007

Drama

USA 2006
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Emilio Estevez
Harry Belafonte
Joy Bryant

Regie: Emilio Estevez
Verleih: Studiocanal

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Fünf Jahre, nachdem JFK ermordet wurde, ist sein Bruder Robert "Bobby" F. Kennedy die Hoffnung der Demokraten für die Präsidentschaft und Symbol für den friedlichen Wandel im unruhigen Land. Im Ambassador Hotel in Los Angeles erwarten der Manager Paul Ebbers (William H. Macy) und seine Frau Miriam (Sharon Stone) die Dankesrede nach dem Gewinn der Vorwahlen. Und mit ihnen der Hotelbetrieb vom Küchenchef (Christian Slater) bis zur Sängerin (Demi Moore) und allen Gästen. Genau an diesem 6. Juni 1968 wird Bobby erschossen.

Eine All-Star-Besetzung sondergleichen - darunter Lindsay Lohan, Ashton Kutcher, Martin Sheen, Anthony Hopkins - adelt das fiktionalisierte Ensembledrama vom früheren Schauspieler Emilio Estevez, der die Vorgänge aus Amerikas schwärzester Zeit schildert.


Kritik

Politischer Mord in Los Angeles: Mit "Bobby" Kennedy starb nicht nur ein Präsidentschaftskandidat, sondern auch die Hoffnung.

Großansicht Tim streitet mit seiner Frau Virginia Fallon (Foto: Kinowelt)

Tim streitet mit seiner Frau Virginia Fallon (Foto: Kinowelt)

Als in der Nacht zum 6. Juni 1968 Senator Robert F. Kennedy im Ambassador-Hotel in Los Angeles durch ein Attentat starb, war das nicht nur sein Tod, sondern auch das Ende vom Traum einer offenen Gesellschaft, zerplatzte die Hoffnung einer ganzen Generation. Ein schwarzer Tag für Amerika!

In diesem fein verwobenen Schicksalsreigen von Emilio Estevez (Hauptdarsteller und Regisseur) steckt Herzblut und triumphiert das Gefühl, wenn in bester Altman-Manier 22 Menschen im Hotel in vielen kleinen Episoden einander begegnen, sich lieben, betrügen und belügen, in alltägliche Kleinigkeiten verstricken und gegenseitig enttäuschen, bis ihr Leben durch die Politik eine andere Wendung nimmt.

Großansicht John und Nelson haben schon viel gesehen in ihrem Leben (Foto: Kinowelt)

John und Nelson haben schon viel gesehen in ihrem Leben (Foto: Kinowelt)

Versammlung der Stars

Die Schauspielerliste des dramatischen Ensemblefilms liest sich wie das Who's who Hollywoods, von Anthony Hopkins über Sharon Stone und Demi Moore bis Martin Sheen und Shootingstar Lindsay Lohan. Kraftvolles und emotionales Kino mit Langzeitwirkung in Kopf, Bauch und Seele.

Bobby

Darsteller:  Emilio Estevez   als Tim
  Harry Belafonte   als Nelson
  Joy Bryant   als Patricia
  Nick Cannon   als Dwayne
  Laurence Fishburne   als Edward Robinson
  Brian Geraghty   als Hodge
  Heather Graham   als Angela
  Sir Anthony Hopkins   als John Casey
  Helen Hunt   als Samantha
  Joshua Jackson   als Wade Buckley
  David Krumholtz   als Phil
  Shia LaBeouf   als Jimmy
  Lindsay Lohan   als Diane
  William H. Macy   als Paul Ebbers
  Swetlana Metkina   als Lenka
  Demi Moore   als Virginia Fallon
  Freddy Rodriguez   als Jose Rojas
  Martin Sheen   als Jack Stevens
  Christian Slater   als Timmons
  Sharon Stone   als Miriam Ebbers
  Jacob Vargas   als Miguel
  Mary Elizabeth Winstead   als Susan
  Elijah Wood   als William Avary
 
Regie:  Emilio Estevez  
Drehbuch:  Emilio Estevez  
Produzent:  Edward Bass  
  Holly Wiersma  
Koproduzent:  Lisa Niedenthal  
  David Lancaster  
Ausf. Produzent:  Gary Michael Walters  
  Daniel Grodnik  
Kamera:  Michael Barrett  
Schnitt:  Richard Chew  
Produktionsdesign:  Patti Podesta  
Kostüme:  Julie Weiss  
Casting:  Justine Baddeley  

"Mit Amerika geht es bergab"

Für "Bobby" holte Schauspieler und Regisseur Emilio Estevez halb Hollywood vor die Kamera. Alle wollten mitmachen beim Schicksalsreigen am Tag der Ermordung von Robert F. Kennedy.

Großansicht Großes Starensemble in "Bobby": Sharon Stone, Wiliam H. Macy, Elijah Wood und Lindsay Lohan (Foto: Kinowelt)

Großes Starensemble in "Bobby": Sharon Stone, Wiliam H. Macy, Elijah Wood und Lindsay Lohan (Foto: Kinowelt)

» Sie waren 1968 sechs Jahre alt. An was können Sie sich noch erinnern?

EMILIO ESTEVEZ: An die Nachrichten im Fernsehen und an meinen Vater, der ständig mit einem Freund telefonierte, der in Los Angeles in einer Menschenmenge vor dem Krankenhaus wartete, in dem die Ärzte um das Leben des Politikers kämpften.

Erst viel später verstand ich, was an dem Tag wirklich passiert war. Eine ganze Generation begrub ihre Träume und Hoffnungen. Bobby Kennedy war nach dem Mord an seinem Bruder John F. Kennedy und Martin Luther King der letzte Strohhalm, an den sie sich klammerten. Seitdem geht es mit Amerika bergab.

Großansicht Regisseur Emilio Estevez bespricht mit Anthony Hopkins eine Szene am Filmset (Foto: Kinowelt)

Regisseur Emilio Estevez bespricht mit Anthony Hopkins eine Szene am Filmset (Foto: Kinowelt)

» Durch den Krieg im Irak gewinnt Ihr Film an Aktualität.

Dabei begann ich mit dem Schreiben an "Bobby" schon 2000, lange vor 9/11, vor den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Dieser Bezug zur Realität macht mich traurig. Die Welt ändert sich leider nicht.

» Wie bekamen Sie diese ganze Hollywood-Prominenz zusammen?

Eine alte Weisheit: das Drehbuch. Jeder wollte dabei sein bei diesem Projekt über einen großen Charismatiker und jeder arbeitete ohne die übliche Gage. Wenn Legenden wie Anthony Hopkins oder Harry Belafonte mitspielen, hat das Magnetwirkung.

Schwierig war die Terminkoordinierung, weil allen nur wenige Tage zur Verfügung standen. Wegen des wahnsinnigen Zeitdrucks konnten wir nicht proben. Manche Schauspieler begegneten sich erstmals vor der Kamera. Mulmig wurde mir, als Sharon Stone in ihrem Kosmetiksalon die angetrunkene Sängerin Demi Moore verschönern sollte - wie zwei Tigerinnen im Käfig. Und dann redeten beide völlig easy übers Alter! Nicht weniger stressig die Aufnahmen im Ambassador-Hotel, dem Ort des Attentats. Die mussten in fünf Tagen im Kasten sein. Während der Dreharbeiten wurde das Gebäude schon abgerissen, manchmal mussten wir wegen des Lärms unterbrechen und wir rechneten auch damit, dass uns Bruchstücke der Mauern um die Ohren fliegen würden.

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Harry Belafonte

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