Kyle MacLachlan
Isabella Rossellini
Dennis Hopper
Regie: David Lynch
Verleih: Alamode
David Lynch in Höchstform: Der junge Jeffrey (Kyle MacLachlan) gerät aus reiner voyeuristischer Neugier in eine sadomasochistische Beziehung mit der Nachtclubsängerin Dorothy (Isabella Rossellini), die vom perversen Wüstling und Drogenboss Frank Booth (Dennis Hopper) missbraucht und erpresst wird. Es beginnt ein surrealer Albtraum, der in den gediegenen Mittelstandsvorgärten von Lynch-City Lumberton in einem mörderischen Duell endet.
Bergmann-Tochter Isabella Rossellini gab mit ihrer freizügigen Rolle in David Lynchs doppelbödigem Meisterwerk nicht das einzige verstörende Element dieses unter die Haut kriechenden, surrealistischen Thrillers, der jeden Horrorfilm an Widerwärtigkeit übertrifft und als süßlich-makabrer Traum auch beinahe zehn Jahre nach seiner Erstaufführung weiterhin Rätsel aufgibt.

Ingrid Bergmann-Tochter Isabella Rossellini sorgte mit ihrer freizügigen Rolle in diesem doppelbödigen Thriller von David Lynch ("Der Elefantenmensch") für helle Aufregung. Viel Kritikerlob und mehr als eine halbe Mio. Kinobesucher dürften sich als guter Grund für eine Wiederaufführung des Kultklassikers erweisen.
| Darsteller: | Kyle MacLachlan | als Jeffrey Beaumont | |
|---|---|---|---|
| Isabella Rossellini | als Dorothy Vallens | ||
| Dennis Hopper | als Frank Booth | ||
| Laura Dern | als Sandy Williams | ||
| Hope Lange | als Mrs. Williams | ||
| Dean Stockwell | als Ben | ||
| George Dickerson | als Detective Willi | ||
| Priscilla Pointer | als Mrs. Beaumont | ||
| Frances Bay | als Tante Barbara | ||
| Jack Harvey | als Tom Beaumont | ||
| Brad Dourif | als Raymond | ||
| Fred Pickler | als Yellow Man | ||
| Regie: | David Lynch | ||
| Drehbuch: | David Lynch | ||
| Produzent: | Richard Roth | ||
| Kamera: | Frederick Elmes | ||
| Schnitt: | Duwayne Dunham | ||
| Musik: | Angelo Badalamenti | ||
"Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen" - Mit "Apocalypse Now" ist jetzt passenderweise ein Antikriegsepos zum besten Film der letzten 25 Jahre gewählt worden. Neben Robert Duvalls berühmtem Ausspruch ist in Francis Ford Coppolas Meisterwerk auch einen betrunkener Martin Sheen beim Zertrümmern einer Zimmereinrichtung zu bewundern.
Auf die Plätze kamen Robert de Niros oscarprämierte Boxer-Biografie "Wie ein wilder Stier" und Ingmar Bergmans Vermächtnis, die beklemmende Familientragödie "Fanny und Alexander". Anstelle von "Star Wars" hält "Blade Runner" (Platz 7) die Fahne des Science Fiction hoch - weil George Lucas' erster Film der Sternensaga mit 1977 ein Jahr zu früh gedreht wurde. Doppelheld Harrison Ford wird's gelassen sehen.
Gewählt haben 50 englische Filmkritiker, Journalisten und Fachautoren. Ihr Favorit "Apocalypse Now" ist eine teilweise höchst experimentelle Verfilmung von Joseph Conrads Roman "Heart of Darkness" aus dem Jahr 1902. Aus der Filmfassung von 1979 mussten wegen der Kritik an der US-Außenpolitik seinerzeit viele Szenen herausgeschnitten werden. Diese Aufnahmen konnten Kinofans erst 22 Jahre später in "Apocalypse Now Redux" (2001) sehen: Captain Willards Bootsreise in den Dschungel tritt in der neuen Fassung wesentlich in den Vordergrund, wie auch in Conrads Roman die Reise eines französischen Handlungsreisenden den Kongo hinauf im Mittelpunkt steht.
Das Projekt verschlang damals unerhörte 40 Mio. Dollar: Die Schwierigkeiten bei der Produktion sind legendär: So fegte beispielsweise ein Tornado sämtliche Kulissen hinweg und Robert Duvall (als durchgeknallter Hardliner Kilgore) erlitt einen Herzinfarkt.
Die Top Ten der besten Filme der letzten 25 Jahre:
Hinter seinem blassen aber gepflegten Äußeren verbirgt sich eine unerwartete Härte, die er als FBI-Agent Cooper in der TV-Serie "Twin...
Sie ist ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten und pflegt in ihren relativ wenigen Filmrollen eine etwas entrückte,...
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