Wesley Snipes
Stephen Dorff
Kris Kristofferson
Regie: Stephen Norrington
Verleih: Studiocanal
Blade ist Halbvampir, doch seine Mission ist es, die Blutsauger auszurotten - und das tut er mit der Virtuosität eines Samurais. Sein Erzfeind, der Nachwuchs-Nosferatu Deacon Frost, will den Blutgott La Magra wiedererwecken und die Macht an sich reißen. Blade ist zwar ein Einzelgänger, doch muß sein väterlicher Freund Whistler den Mann in Schwarz vor seinem Blutdurst bewahren und ihn mit Waffen versorgen.

1995 setzte New Line im späten August auf die hochenergetische Videospiel-Adaption "Mortal Kombat" und im vergangenen Spätsommer auf die splatter- und spezialeffektesaturierte Comicverfilmung um den afroamerikanischen Actionheroen "Spawn". In der actionreichen Vampir-Fantasy "Blade" nach einem Marvel Comic von 1973 werden nun die Martial Arts- und Horror-Elemente aus den beiden Vorgängern verquickt, und das athletische Allround-Talent Wesley Snipes (zuletzt in "Auf der Jagd") als übernatürlicher Vampir Killer in einer emotional eher eindimensionalen Rolle, aber mit sympathischer Leinwandpräsenz und meisterhafter Kampfkunst in den Krieg mit den Horden der Dunkelheit geschickt.
In der ersten Szene nach dem Prolog, der Blades garstige Geburtsumstände erläutert, konstruiert Regisseur Stephen Norrington einen satirisch aufbereiteten urbanen Alptraum: Ein naiver junger Typ wird von einer Schönen in Rot in einen geheimen Nachtclub hinter einem Schlachthof gelockt. Ein Meer von Körpern wiegt sich zu peitschend-pochenden Techno-Rhythmen, bis aus den Wassersprinklern an der Decke ein steter Strom von Blut auf die ekstatische Masse niederprasselt. Eine rote Flut, die die Anwesenden veranlaßt, ihre wahre Natur zu offenbaren und sich als brutale Brut von Blutsaugern erkennen zu geben. Doch bevor der menschliche Unglückswurm seinem Schicksal als Vampir-Futter erliegt, tritt der in eine Art schwarzledernes Schnallenkorsett gewandete Dracula-Dompteur Blade auf den Plan.
Mit elegant-expertenhaft eingesetztem Samuraischwert, Schnellfeuerrunden von Silbermunition, Knoblauchinjektionen und Herzpflöcken schickt er die Untoten endgültig in die Hölle. Als Blades Erzfeind kristallisiert sich Deacon Frost (Stephen Dorff mit überarrogantem "Lost Boys"-Charme), ein rebellischer Nachwuchs-Nosferatu in Designer-Junkie-Chic, der den Umsturz alteingesessener Sauger-Sozialstrukturen (geleitet u. a. von Udo Kier) und die Wiedererweckung des Blutgotts La Magra als greifbares Nahziel verfolgt. Doch bei der Showdown-Zeremonie in einem unterirdischen Tempel hat Blade noch ein entscheidendes Wort mitzureden.
Als Blades Sidekick ist der rauhbeinige Rockertyp Whistler (Kris Kristofferson) zur Stelle, der ihm zur rechten Zeit die Waffen und ein Serum zur Unterdrückung seines Blutdursts (Blade selbst ist ein halber Vampir, der jedoch als Tagwandler gegen ihre üblichen Schwächen immun ist) reicht. Als anämisch angedeuteter Love Interest kommt eine Ärztin für Blutkrankheiten (N'Bushe Wright) zum Einsatz, doch im Vordergrund bleibt die bisweilen in groteske Gewaltauswüchse gesteigerte Action, die vom "Dark City"-Drehbuchautoren David S. Goyer ins übliche Schema von Comicverfilmungen eingepaßt wurde und im zunehmenden Verlauf im Stile eines richtigen Comicbooks gerne auch die Gesetze der Logik überstrapaziert. Auch die zahlreichen digitalen Effekte (pulverisierte Vampire, fliegende Skelette, aufquellende Blubberbiester) könnten direkt den Seiten eines Marvel-Comics entnommen sein.
Anders als in "Spawn" verzichtete man darauf, die expliziten Gore-Sequenzen mit befreiendem Humor zu lindern. Insgesamt legt Regisseur Norrington (gab sein Debüt mit dem gelungenen Low-Budget-Schocker "Death Machine") vor allem Wert auf düstere Atmosphäre, erfindungsreiche Grausamkeiten (Fangzahnziehen auf den Spuren von "Marathon Man") und adrenalinaufputschende Actionmomente in Hochglanzszene zu setzen. Das jugendliche Publikum dürfte für den hyperkinetischen Hämoglobin-Horror durchaus gesunden Appetit empfinden, auch wenn das Startwochenendeinspiel von "Mortal Kombat" und "Spawn" (beide jeweils über 20 Mio. Dollar) nicht ganz erreicht wurden. ara.
| Darsteller: | Wesley Snipes | als Blade | |
|---|---|---|---|
| Stephen Dorff | als Deacon Frost | ||
| Kris Kristofferson | als Abraham Whistler | ||
| N'Bushe Wright | als Karen | ||
| Donal Logue | als Quinn | ||
| Udo Kier | als Dragonetti | ||
| Arly Jover | als Mercury | ||
| Traci Lords | als Racquel | ||
| Kevin Patrick Walls | als Krieger | ||
| Tim Guinee | als Curtis Webb | ||
| Sanaa Lathan | als Vanessa | ||
| Eric "Sparky" Edwards | als Peal | ||
| Judson Scott | als Palentine | ||
| Regie: | Stephen Norrington | ||
| Drehbuch: | David S. Goyer | ||
| Produzent: | Peter Frankfurt | ||
| Wesley Snipes | |||
| Robert Engelman | |||
| Koproduzent: | Andrew J. Horne | ||
| Jon Divens | |||
| Ausf. Produzent: | Lynn Harris | ||
| Stan Lee | |||
| Avi Arad | |||
| Joseph Calamari | |||
| Kamera: | Theo van de Sande | ||
| Schnitt: | Paul Rubell | ||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Produktionsdesign: | Kirk M. Petruccelli | ||
| Barry Chusid | |||
| Kostüme: | Sanja Mikovic Hays | ||
| Ton: | Lee Orloff | ||
Steuersünden lohnen auch bei Hollywoodstars nicht.
Zwei Jahre lang versuchte Wesley Snipes dem Gefängnis zu entkommen. Nun sind die Würfel gefallen. Der "Blade"-Star muss für drei Jahre in den Knast. Grund: Steuerhinterziehung. Vor einigen Tagen wies der Richter einen weiteren Einspruch von Snipes Anwälten ab: Er habe "einen fairen Prozess gehabt", hieß es. Die Zeit sei nun gekommen, das Urteil endlich zu vollstrecken.
Der millionenschwere Star war 2008 wegen Steuerbetrugs zu drei Jahren Haft verurteilt wurden. Snipes ging in Berufung, hinterlegte eine Kaution und gab sich nicht geschlagen - vergeblich. Angeblich hat Wesley Snipes zwischen 1999 und 2004 satte 37 Millionen Dollar verdient und sich durch Steuertricks ein zu großes Sümmchen davon behalten.
Zuletzt machten George Michael und Lindsay Lohan im Glamourgeschäft mit Gefängniserfahrung Schlagzeilen. Der Popstar wurde für Drogendelikte bestraft und Lindsay musste wegen Trunkenheit am Steuer einsitzen. Sie durfte ins kalifornische Frauengefängnis Lynwood einchecken, wo auch schon Paris Hilton und "Machete"-Schönheit Michelle Rodriguez kurzzeitig "abstiegen".
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