Los Angeles 2019. Der desillusionierte Ex-Polizist Deckard macht im Auftrag hoher Industriekreise Jagd auf eine Handvoll halbsynthetischer Arbeitssklaven, sogenannte "Replikanten", die sich selbständig gemacht haben und nun in den Schluchten der Megametropole nach ihrem Schöpfer forschen. Deckard richtet seine Zielobjekte einen nach dem anderen gnadenlos hin, beginnt aber seine Arbeit zu hinterfragen, als er sich in eine Replikantin verliebt, die ebenfalls auf seiner Todesliste steht.

Stilsichere Mischung aus Noir-Thriller und Zukunftsalptraum des britischen Atmosphärezauberers Ridley Scott ("Alien") basierend auf einer Geschichte des SF-Kultliteraten Philip K. Dick: Harrison Ford liefert als Endzeit-Marlowe die vielleicht beste Darstellung seiner gesamten Karriere und findet in Rutger Hauer als höchst humanem Maschinenmenschen einen würdigen Gegner. "Blade Runner" wurde zum Kultfilm einer gewaltigen Fangemeinde, und 2007 in der dritten Version wiederveröffentlicht.
| Darsteller: | Harrison Ford | als Rick Deckard | |
|---|---|---|---|
| Rutger Hauer | als Roy Batty | ||
| Sean Young | als Rachael | ||
| Daryl Hannah | als Pris | ||
| Edward James Olmos | als Gaff | ||
| M. Emmet Walsh | als Bryant | ||
| William Sanderson | als J.F. Sebastian | ||
| Brion James | als Leon | ||
| Joe Turkel | als Tyrell | ||
| Joanna Cassidy | als Zhora | ||
| James Hong | als Hannibal Chew | ||
| Regie: | Ridley Scott | ||
| Drehbuch: | Hampton Fancher | ||
| David Webb Peoples | |||
| Produzent: | Michael Deeley | ||
| Ridley Scott | |||
| Buchvorlage: | Philip K. Dick | ||
| Kamera: | Jordan Cronenweth | ||
| Schnitt: | Terry Rawlings | ||
| Musik: | Vangelis | ||
| Produktionsdesign: | Lawrence G. Paull | ||
| Kostüme: | Charles Knode | ||
| Michael Kaplan | |||
Ohne Original-Deckard macht die Replikantenhatz nur halb so viel Spaß…
Kehrt Harrison Ford doch als Rick Deckard im neuen "Blade Runner" zurück? (Foto: Warner)
Harrison Ford IST "Der Blade Runner": Wie er den grübelnden Replikantenjäger Rick Deckard im genial designten Moloch von Los Angeles spielte, war eine schauspielerische Glanzleistung, die viel zum Kultstatus von Ridley Scotts dystopischem SciFi-Epos von 1982 beitrug.
Seit nun Filmriese Warner einen neuen "Blade Runner"-Film unter der Ägide von Orginal-Regisseur Scott angekündigt hat, gibt es daher ein großes Hin und Her um den beliebten Ex-Hauptdarsteller. Produzent Andrew Kosove hatte zuletzt noch verkündet:
"Ich kann zwar nicht für den Regisseur Ridley Scott sprechen, aber wenn sie mich fragen, ob der neue Film irgendetwas mit Harrison Ford zu tun haben wird, dann lautet die Antwort 'Nein!'. Es wird eine komplette Neufassung und das heißt, dass alles neu eingestielt wird, inklusive der Schauspieler."
Doch nun will die Website "Twitch" erfahren haben, dass Harrison Ford Verhandlungen für den neuen "Blade Runner" aufgenommen hat. Interessanterweise ist dabei aber nicht mehr von einem Reboot im Stil von "Batman Begins" die Rede, sondern von einer direkten Fortsetzung, also "Blade Runner 2". Dementsprechend heißt es: "Wir haben es hier nicht mit einer Neuverfilmung zu tun, sondern mit einem Film, der direkt an das Original anknüpft."
Das recht offene Ende des ersten Films ließe jedenfalls zahllose Möglichkeiten für ein Weiterspinnen der Handlungsfäden zu, insbesondere die Fassung des Director's Cut: Gerade die Frage nach der Identität der Replikanten ergäbe bei einer Rückkehr von Harrison Ford eine spannende Fortsetzung - was die meisten Fans vermutlich eher begeistern könnte, als ein Update mit jungen Darstellern eines Films, an dem eigentlich nichts zu verbessern ist…
UPDATE:Andrew Kosove hat die Meldung dementiert: "Es ist schlicht falsch, dass es zur Debatte steht, ob Harrison Ford in "Blade Runner" mitspielt. Was wir im Moment mit Ridley Scott versuchen, ist den mühsamen Prozess durchzuziehen, an dessen Ende eine grobe Storyline steht, dann herauszufinden, in welche Richtung der Film zielen soll und schließlich einen Drehbuchautor zu finden, der das umsetzt."
Heißt im Klartext: Wir planen nicht mit Harrison Ford, weil es momentan schlicht noch viel zu früh dafür wäre, da wir selbst nocht nicht wissen, wohin die Reise genau geht.
Ganz raus ist Harrison Ford daher nicht - zumindest jetzt noch nicht...
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