Als achtteilige Krimiserie geplant und nun als Vierteiler ausgestrahlt: Im Zentrum steht ein von Misel Maticevic gespielter ehemaliger korrupter LKA-Drogenfahnder, der sein Gedächtnis verloren und dadurch seine Unschuld wiedergewonnen hat. http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto41/06410553/b150x150.jpg Blackout - Die Erinnerung ist tödlich

Filmdetails

Blackout - Die Erinnerung ist tödlich

Als achtteilige Krimiserie geplant und nun als Vierteiler ausgestrahlt: Im Zentrum steht ein von Misel Maticevic gespielter ehemaliger korrupter LKA-Drogenfahnder, der sein Gedächtnis verloren und dadurch seine Unschuld wiedergewonnen hat.


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Inhalt

Im Mittelpunkt der im Januar 2006 abgedrehten, vierteiligen Serie steht der LKA-Beamte Paul Novak, der durch einen Verkehrsunfall sein Gedächtnis verloren hat. Er kann sich weder an seinen kleinen Sohn, noch an seinen Bruder oder Freunde und Kollegen erinnern. Während er sein altes Leben mühsam rekonstruiert, stößt er auf den ungeklärten Mord an seiner Frau. Bei der Suche nach dem Täter gerät er bald selbst in höchste Gefahr.


Kritik

Blackout - Die Erinnerung ist tödlich

Eine in jeder Hinsicht mutige Reihe von Sat 1: Seriell erzählte Geschichten sind immer ein Risiko, zumal "Blackout" der düstere Entwurf einer freudlosen Welt ist, in der Gegenspieler kaltblütig aus dem Weg geräumt werden.

Schweres Schädelhirntrauma, Gedächtnisverlust, ein Leben in Trümmern: Die Grundzüge dieser Geschichte, in der ein Mann nach dem Mörder seiner Frau sucht, sind nicht neu. Ebenso wenig wie die schleichende Erkenntnis, dass der vermeintlich herzensgute Vater, liebevolle Ehemann und vorbildliche Polizist bis zu seinem Autounfall ein ganz anderer war. Und nicht nur das: Womöglich ist er sogar für den Tod seiner Frau verantwortlich. Im Unterschied zu den diversen Vorbildern (stellvertretend: Wolfgang Petersens Hollywood-Debüt "Tod im Spiegel") erzählt Autor Norbert Eberlein eine finstere Geschichte, in der die Männer mit der Marke keinen Deut besser sind als jene, die sie jagen. Vielleicht ist der Vergleich mit den Filmen Jean-Pierre Melvilles (exemplarisch: "Der Chef", 1972) etwas hoch gegriffen. Doch die von Hans-Günther Bücking zunächst für Peter Keglevic, am Ende dann in eigener Regie betont unbunt fotografierte Handlung orientiert sich ohnehin am Krimi-Stil der Siebziger. Gerade der von dem Schweizer Roeland Wiesnekker fast schon prototypisch negativ verkörperte Polizist ist eine Figur, wie sie in dieser grimmigen Konsequenz im deutschen Fernsehen bislang äußerst selten war.

Der Held hingegen, Paul Novak (Misel Maticevic), ist in der Gegenwart von fast schon kindlicher Unschuld, in den Rückblenden aber ein brutaler Schläger, der im jahrelangen Kampf gegen das Verbrechen dessen Methoden angenommen hat. Ihre Faszination verdankt die Figur einem schlichten Kniff Eberleins: Ähnlich wie der tragische Held aus Christopher Nolans Film "Memento" (2000) - auch er sucht den Mörder seiner Frau - vergisst Novak sämtliche neu gewonnenen Erkenntnisse gleich wieder. Er befindet sich daher in einem Zustand permanenter Verunsicherung, muss also nicht bloß die Puzzle-Stücke seine Lebens zusammensetzen, sondern sich auch immer wieder seiner selbst vergewissern.

Die serielle Erzählweise birgt natürlich ein Risiko. Acht Teile, auf vier Abende verteilt: Das wird manchem zuviel sein. Und man darf in der Tat keine Folge verpassen, weil das Bild ja immer vollständiger wird. Deshalb wird Novaks Genesung auch von zwei Männern argwöhnisch beobachtet, die beide über die Stadt herrschen wollen: Der Chef einer aufstrebenden Partei (Walter Kreye) ist bereit, für seine Vision eines neuen Berlins über Leichen zu gehen. Und Drogenboss Turgut (Hilmi Sözer) hat Novak und Schenker bei seinem Aufstieg als willige Werkzeuge benutzt. tpg.

Blackout - Die Erinnerung ist tödlich

Darsteller:  Misel Maticevic   als Paul Novak
  Roeland Wiesnekker   als Boris Schenker
  Dominic Raacke   als Christoph Dermühl
  Claudia Michelsen   als Marion Dermühl
  Richy Müller   als Robert Voss
  Hilmi Sözer   als Turgut
  Ina Weisse   als Carla Bräuninger
  Jule Böwe   als Nicole Schenker
  Mischa Knobloch   als Finn Novak
  Hinnerk Schönemann   als Rocco
  Alexander Schubert   als Baby
  Laura-Charlotte Syniawa   als Lotta Dermühl
  Constantin von Jascheroff   als Sebastian
  Walter Kreye   als Born
  Bülent Sharif   als Mehmet Ersoy
  Franz Dinda   als John
  Peter Benedict   als Seifert
  Ina Rudolph   als Lili Novak
  René Hofschneider   als Thomas Geffken
  Marie-Terese Katt   als Kitty
  Hakan Can   als Ali
  Sebastian Urzendowsky   als Buttje
  Jana Pallaske   als Hanna
  Erden Alkan   als Hasan Arslan
  Komi Togbonou   als Kaku
  Sanna Englund   als Sina
  Heike Jonca   als Empfangsdame
  Charly Hübner   als Olli
  Stefan Rudolf   als Chuck
  Ruth Reinecke   als Ärztin
  Steffi Kühnert   als Taxifahrerin
  Jonas Jägermeyr   als Mike
  Murat Aydin   als Oral
  Steffen Scheumann   als Nachbar
  Knut Berger   als junger Gast
  David A. Hamade   als Ergün Kilic
  Sinan Al Kuri   als Arif Buruk
  Cem Ungan   als Erdem
  Turgay Manduz   als Murat
  Karin Baal   als Mutti
  Christian Schmitt   als Herr Matz
  Dirk Borchardt   als Dutsche
  Robert Wolfram   als Holle
  Adnan Maral   als Übersetzer
  Robert Schupp   als Liebhaber
  Arnel Taci   als Okan
  Dietmar Heddram   als Bartender
  Ufuk Bozkurt   als Lude
  Nenad Zanic   als junger Kollege bei Nicole
  Jörg Biester   als Patient Jürgen
  Blanche Kommerell   als Frau Zepeda
  Konstanze Dutzi   als Astrid Mertens
  Özgür Özata   als Birol
  Erman Sahin   als Ümit
 
Regie:  Peter Keglevic  
  Hans-Günther Bücking  
Drehbuch:  Norbert Eberlein  
Produzent:  Friedrich Wildfeuer  
Kamera:  Hans-Günther Bücking  
Schnitt:  Barbara von Weitershausen  
Musik:  Jürgen Ecke  
Produktionsdesign:  Martin Schreiber  
  Christiane Stein  
Kostüme:  Ulrike Schütte  
  Joyce Tan  
Ton:  Roland Winke  
  Philipp Ulikowski  
  Jörg Wiegleb  
Casting:  An Dorthe Braker  

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