Schwarze Komödie: Ein Mittfünfziger ist nach einem Autounfall von dem Gedanken an sein baldiges Ende besessen - sehr zum Leidwesen seiner lebensfrohen Ehefrau. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf41/b0141016/b150x150.jpg Bis dass dein Tod uns scheidet

Filmdetails

Bis dass dein Tod uns scheidet

Schwarze Komödie: Ein Mittfünfziger ist nach einem Autounfall von dem Gedanken an sein baldiges Ende besessen - sehr zum Leidwesen seiner lebensfrohen Ehefrau.


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Bis dass dein Tod uns scheidet

Was wäre, wenn man das Datum des eigenen Todes wüsste? Wie würde man den Rest seines Lebens gestalten? In Saus und Braus? Oder eher in stiller Einkehr? Gunnar (Günther Maria Halmer) entscheidet sich für das Letztere. Seit ein Computerprogramm seinen Todestag errechnet hat, spürt Gunnar: Das Ende ist nahe; auch wenn er den Brief mit dem verhängnisvollen Datum gar nicht geöffnet hat. Fortan geht er nur noch in Sack und Asche, findet den inneren Frieden und rüstet sich schließlich zur letzten Ruhe.

Und das soll Stoff für eine Komödie sein? In der Tat: "Bis dass Dein Tod uns scheidet" ist eine höchst amüsante, bisweilen gar tiefschwarze Komödie, die sich ihrem vermeintlich schweren Inhalt zum Trotz wunderbar beschwingt entfaltet. Denn das pfiffige Drehbuch von Michel Bergmann und Anke Apelt macht sich einen heiteren Jux aus Gunnars plötzlicher Todessehnsucht, zumal Regisseur Manfred Stelzer von Anfang an voll auf Lustspiel setzt. Das beginnt schon mit Gunnars Fahrt im Ferrari seines permanent balzenden Partners (Hanno Pöschl), den er zielsicher zu den Klängen von "Born to be wild" in einem Ententeich parkt. Und sein Ableben zelebriert er derart übertrieben, dass nie ein Zweifel an seinem Überleben aufkommen kann. Allerdings endet der Film trotzdem mit einem Todesfall; für das unerwartete Ende haben sich Bergmann und Apelt gleich zwei äußerst grimmige Pointen einfallen lassen.

Die schönere Rolle als die des zusehends hypochondrisch verfallenden Gunnar hat allerdings Senta Berger als Gattin Edith, die der Nekrophilie ihres Mannes einigermaßen ratlos gegenübersteht. Edith arbeitet für ein anspruchsvolles Tussi-Blatt und bringt die Sache mit dem "Todesprofil" überhaupt erst ins Rollen. Der Part ist Senta Berger perfekt auf den Leib geschrieben; ihre Dialoge strotzen nur so von bissigen Seitenhieben auf den Jugendwahn und die hysterische Medienwelt. Ergänzt wird das Duo Halmer/Berger um Hanna Burgwitz als Ediths etwas extravagante Mutter, die auch jenseits der achtzig noch voll im Leben steht. Eine hübsche ironische Komödie also, die erst gegen Ende ihr Anfangstempo einbüßt und sich zum Ausgleich aufdringlich makaber gibt. tpg.

Bis dass dein Tod uns scheidet

Darsteller:  Senta Berger   als Edith Mosbach
  Günther Maria Halmer   als Gunnar Mosbach
  Loretta Pflaum   als Kyra Rosentreter
  Hanna Burgwitz   als Thea
  Hanno Pöschl   als Lothar
  Roswitha Schreiner   als Birgit
  Paul Faßnacht   als Hermann
  Michael Brandner   als Willi
  Kristina van Eyck   als Kroll-Morawetz
  Enie van de Meiklokjes   als Marietta
  Dietmar Mössmer   als Manager
  Sara Hilliger   als Redakteurin Alina
  Karo Guthke   als Redakteurin Franka
  Wilhelm Beck   als Sievert
  Christoph Hofrichter   als Herr Loose
  Hans Bergmann   als Onkel Hubert
  Johannes Habla   als Dr. Kaufmann
  Günter Junghans   als Dr. Hinrichs
  Gilbert von Sohlern   als Dr. Wetzel
  Joseph Hannesschläger   als Mann im Aufzug
  Gabriele Dossi   als Frau Sievert
  Leander Lichti   als Layouter
  Germán Casano   als Rodriguez
  Edgar M. Böhlke   als Verleger
  Silke Nikowski   als Kassiererin
  Conni Hermann   als Moderatorin
  Stefan Rutz   als Pfarrer
  Luise Deschauer   als ältere Dame
 
Regie:  Manfred Stelzer  
Drehbuch:  Michael Bergmann  
  Anke Apelt  
Produzent:  Mario Krebs  
Kamera:  Frank Grunert  
Schnitt:  Bernd Schriever  
Musik:  Lutz Kerschowski  
Produktionsdesign:  Christian Kettler  
Kostüme:  Evelyn Straulino  
Ton:  Erik Seifert  

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