Nicole Kidman
Ben Chaplin
Mathieu Kassovitz
Regie: Jez Butterworth
Verleih: Concorde
Der schüchterne Bankangestellte John (Ben Chaplin) wird von allen verspottet und hat nur Pech beim anderen Geschlecht. Als er via Internet-Partneragentur eine Ehefrau bestellt, scheint sich sein Schicksal zu wenden: Nadia (Nicole Kidman) spricht zwar nicht besonders gut Englisch, ist ansonsten aber genau das, was sich ein einsamer Mann in noch einsameren Nächten erträumen kann. Weniger erträumt hat sich John allerdings Nadias ruppige Gangsterbrüder, die sich auffallend für seinen Arbeitsplatz interessieren.
Jez Butterworths hochgelobte Independent-Produktion beginnt als romantisches Culture-Clash-Vergnügen, um in der zweiten Halbzeit in eine actiongeladene Kriminalkomödie zu münden.
Als russische Nachnahme-Braut bringt Nicole Kidman den Alltag des biederen britischen Bankers Ben Chaplin gehörig durcheinander.
Nicole Kidman ist nicht aufzuhalten: Nach "Moulin Rouge" und " The Others" ist Tom Cruises Ex-Gattin jetzt in der schrägen Independent-Comedy "Birthday Girl" zu bewundern.
Der Brite Jez Butterworth erzählt in seinem zweiten Kinofilm die Tragödie eines Losers: Der biedere Bankangestellte John (Ben Chaplin) fristet ein trostloses Dasein. Das ändert sich, als er via Internet eine Ehefrau "bestellt".
Der Haken bei der Sache: Seine Nadja (Nicole Kidman) kommt aus Russland und spricht kein Wort englisch. Zunächst will der erboste John die Dame postwendend zurückgeben, doch dann bemerkt der schusselig-scheue Banker, dass man auch ohne viele Worte jede Menge Spaß und hervorragenden Sex haben kann. Dummerweise tauchen zu Nadjas vermeintlicher Geburtstagsfeier deren russische "Cousins" Yuri (Mathieu Kassovitz) und Alexej (Vincent Cassel) auf und trüben die traute Zweisamkeit.
Im ersten Teil der Story versuchen Chaplin und Kidman miteinander Kontakt aufzunehmen. Die nonverbale Kommunikation macht einen Großteil des Humors aus. Wenn dann aber Kassovitz und Cassel auf den Plan treten, wird die originelle Love Story zum Action-Krimi. Tempo und Spannung kommen auf, während das feinnuancierte Spiel zwischen der souverän agierenden Kidman und dem sympathisch-trotteligen, gleichzeitig gewitzten Ben Chaplin ein wenig in den Hintergrund gerät.
Die gute Schauspielführung, die geschickt eingesetzte Situationskomik sowie Kidmans Leinwandpräsenz machen dieses Low-Budget-Produktion zu einem echten Kino-Kleinod.
| Darsteller: | Nicole Kidman | als Nadia | |
|---|---|---|---|
| Ben Chaplin | als John | ||
| Mathieu Kassovitz | als Yuri | ||
| Vincent Cassel | als Alexei | ||
| Kate Evans | als Clare | ||
| Stephen Mangan | als Bankmanager | ||
| Xander Armstrong | als Robert Moseley | ||
| Sally Phillips | als Karen | ||
| Jo McInnes | als Kellnerin | ||
| Ben Miller | als Concierge | ||
| Regie: | Jez Butterworth | ||
| Drehbuch: | Jez Butterworth | ||
| Tom Butterworth | |||
| Produzent: | Steve Butterworth | ||
| Diana Phillips | |||
| Ausf. Produzent: | Paul Webster | ||
| Julie Goldstein | |||
| Colin Leventhal | |||
| Sydney Pollack | |||
| Kamera: | Oliver Stapleton | ||
| Schnitt: | Christopher Tellefsen | ||
| Musik: | Stephen Warbeck | ||
| Produktionsdesign: | Hugo Luczyc-Wyhowski | ||
| Rebecca Holmes | |||
| Kostüme: | Phoebe De Gaye | ||
| Ton: | Garth Marshall | ||
Nicole Kidman hat gut Lachen, wenn sie das Kalenderjahr 2002 Revue passieren lässt. Die Trennung von Ex-Mann Tom Cruise hat sie ohne Probleme verkraftet und auch beruflich war sexy Nicole überaus erfolgreich:
Nicht in ihrem eigentlichen Beruf als Schauspielerin, dafür aber - was die wenigsten erwartet hätten - als Sängerin. Nicole Kidmans Duett "Something Stupid", das sie gemeinsam mit Pop-Superstar Robbie Williams aufgenommen hatte, stürmte weltweit an die Spitze der Charts.
Was die Schauspielerei betrifft, war es 2002 eher ruhig um die Australierin. Außer "Birthday Girl" war sie in keinem weiteren Film zu sehen.
Im Jahr 2003 soll sich das aber wieder ändern. Kidman arbeitet mit Hochdruck an neuen, vielversprechenden Projekten. Zuerst wird sie für Lars von Trier in dessen neuem Film "Dogville" vor der Kamera stehen. Sind die Dreharbeiten beendet, begibt sie sich unter die Fittiche von Regisseur Jonathan Glazer ("Sexy Beast"). Unter dessen Kommando übernimmt sie die Hauptrolle in "Birth".
Der Film handelt von einem zehnjährigen Jungen, der sich in eine ältere Frau alias Nicole Kidman verliebt. Er ist davon überzeugt, die Reinkarnation ihres verstorbenen Ehegatten zu sein. Das findet ihr volljähriger Verlobter allerdings gar nicht lustig.
Neben Kidman haben noch andere prominente Leinwandgrößen ihre Zusage gegeben: Lauren Bacall ("Misery") wird Kidmans Mutter mimen. Danny Huston ("Anna Karenina") spielt den Verlobten von Nicole.
Die erste Klappe fällt Anfang nächsten Jahres im "Big Apple".
Spätestens seit dem Triumph von "Moulin Rouge" (2001) rangiert die Australierin Nicole Kidman in der Liga der Weltstars. Die Rolle als Star...
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