John Cusack
Cameron Diaz
Catherine Keener
Regie: Spike Jonze
Verleih: UIP
Craig Schwartz will als Puppenspieler prominent werden und seine erloschene Liebe zu Frau Lotte durch die frisch entfachte Leidenschaft für Bürokollegin Maxine ersetzen. Wünsche, die auf ungewöhnlichste Art in Erfüllung gehen, als er den Zugang zum Kopf von John Malkovich entdeckt und den Hollywoodstar als Medium eigener Ambitionen manipuliert.

Zwei Debütanten auf kreativ verantwortungsvollsten Positionen stehen hinter einer der originellsten Komödien der letzten Jahre, deren einzigartige Prämisse das Gehirn von Schauspieler John Malkovich zu einer Art Vergnügungspark macht, in dem man für 15 Minuten das Leben eines Hollywoodstars erfahren und sogar beeinflussen kann. Drei Oscarnominierungen für Autor Charlie Kaufman, Regisseur Spike Jonze und Darstellerin Catherine Keener honorieren die Qualitäten dieser Fantasy-Komödie angemessen, die ein anspruchsvolleres Publikum sucht und dieses hoffentlich auch finden wird.
Die brillante Prämisse von Charlie Kaufman garantiert Szenen amüsanter Situationskomik, aber auch intelligente ironische Reflexionen über Veränderung, den Starkult und den Wunsch, jemand anderes sein zu wollen. Manipulation ist ein weiteres zentrales Thema, und der Beruf des Protagonisten dafür ideal gewählt. John Cusack ist Puppenspieler und ein armer Hund. Die Öffentlichkeit ignoriert ihn, seine Frau (Cameron Diaz im unglamourösen Tarnlook) ist ein reizarmes Neutrum, das ihren Mann wie eines der vielen Haustiere behandelt, und Cusacks künstlerische Berufung fruchtlos. Sein neuer Akten-Job im hinreißend komischen kafkaesken Stockwerk 7 1/2 eines Geschäftshauses bedeutet nüchterne Demütigung, gäbe es nicht mit Kollegin Maxine (sexy, aber ein kalter Brocken: Keener) eine verführerische, ihres gelangweilten Desinteresses wegen aber illusionäre amouröse Offerte und natürlich das geheimnisvolle Portal hinter einem Aktenschrank, das den direkten Zugang zum Kopf von John Malkovich ermöglicht. Voyeurismus und der trendige Wunsch nach dem Erleben von (virtuellen) Sekundärerfahrungen begegnen sich in dieser Prämisse höchst vergnüglich und ermöglichen den Hauptfiguren die Erfüllung ihrer Sehnsüchte. Diaz kann endlich Mann sein, Keener die Zärtlichkeit einer Frau mit dem Körper eines Mannes fühlen, Cusack mit Keener schlafen und durch das prominente Medium zum Star-Puppenspieler werden. Malkovich ist eine komische selbstironische Offenbarung in diesem Film, der die lästigen Begleiterscheinungen des Starkults genauso thematisiert wie die Selbstverliebtheit der VIPs, die dank optischer Tricks in einer superben Sequenz in einer reinen Malkovich-Welt gespiegelt wird. Spike Jonze, einer der gefragtesten Regisseure der Musikclipbranche und zuletzt als Darsteller in "Three Kings" tätig, passt sich mit stilistischer Zurückhaltung den Erfordernissen der Story an, zeigt aber im letzten Drittel, bei der Reise in Malkovichs Unterbewusstsein, sein ganzes Potential. Der exzentrische Newcomer und Schwiegersohn Francis Ford Coppolas ist der ideale Steuermann für diese unorthodoxe, respektlose und absurde Komödie, die ganz nebenbei auch noch das Trauma gefangener Affen oder die Unsterblichkeit von Charlie Sheen anspricht, der sich mutig über sein Image lustig macht, wenn er sich nicht mit Liebesdienerinnen, sondern einem Rubik's Cube anregt. Ein Spaß, der jedes Ausrufezeichen verdient hat. kob.
| Darsteller: | John Cusack | als Craig Schwartz | |
|---|---|---|---|
| Cameron Diaz | als Lotte Schwartz | ||
| Catherine Keener | als Maxine | ||
| Orson Bean | als Dr. Lester | ||
| Mary Kay Place | als Florís | ||
| John Malkovich | als John Horatio Malkovich | ||
| Charlie Sheen | als Charlie | ||
| Regie: | Spike Jonze | ||
| Drehbuch: | Charlie Kaufman | ||
| Produzent: | Michael Stipe | ||
| Sandy Stern | |||
| Steve Golin | |||
| Vincent Landay | |||
| Ausf. Produzent: | Charlie Kaufman | ||
| Michael Kuhn | |||
| Kamera: | Lance Acord | ||
| Schnitt: | Eric Zumbrunnen | ||
| Musik: | Carter Burwell | ||
| Produktionsdesign: | K. K. Barrett | ||
| Peter Andrus | |||
| Kostüme: | Casey Storm | ||
| Ton: | Forrest Brakeman | ||
In der neuen Komödie "The Beaver" führt Jim Carrey hitzige Diskussionen mit seinem besten Freund - einer Stoffpuppe in Bibergestalt.
Spielt in seiner neuen Komödie mal wieder einen ganz schrägen Vogel: Jim Carrey (Foto: Kurt Krieger)
Eines der derzeit heißesten Drehbücher Hollywoods lässt die Filmmetropole Kopf stehen. Geschrieben hat es Kyle Killen, der damit momentan die Liste der besten noch zu produzierenden Filme anführt. Dementsprechend groß ist das Interesse der Stars. Ganz vorne dabei: Jim Carrey. In der durchgeknallten Komödie geht es um die Beziehung zwischen einem Mann und dessen bestem Freund - einer Handpuppe in Bibergestalt! Mit dem Stoffnager spricht er und behandelt ihn wie einen Kumpel.
Das Ganze soll eine Mischung aus "Being John Malkovich" und "Lars und die Frauen" sein. Nachdem zu Beginn Jay Roach als heißer Kandidat für den Regiestuhl gehandelt wurde, zeichnet sich nun Jodie Foster als Chefin im Ring ab. Die 46-Jährige feierte mit "Das Wunderkind Tate" und "Familienfest - und andere Schwierigkeiten" beachtliche Regieerfolge. Für Carrey wäre es in diesem Jahr ein weiteres Projekt nach "Disney's Eine Weihnachtsgeschichte", "I Love You Phillip Morris" und "The Three Stooges".
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