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Drama - USA 2000 FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 134 Min. - Verleih: Arsenal Start: 29.01.2004
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Aufgewachsen in bitterster Armut im Kuba der 40er Jahre, schließt sich Reinaldo Arenas als 14-Jähriger den Truppen Castros an und avanciert mit seinem Romanfrühwerk "Celestino antes del alba" zum Dichter der Revolution. Seine politische Unabhängigkeit und offen ausgelebte Homosexualität bringen ihn jedoch schnell in Konflikt mit den neuen Herren. Arenas wandert erst in den Knast und 1980 nach Manhattan aus, wo er bis zu seinem Aids-Tod im Jahr 1990 für individuelle Freiheit und gegen Zensur kämpft.
Julian Schnabels ("Basquiat") bewegendes, energiegeladenes Künstlerportrait gewann den Großen Preis der Jury bei den 57. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Hauptdarsteller Javier Bardem strich zudem den Coppa Volpi ein. In Nebenrollen sind Olivier Martinez, Johnny Depp und Sean Penn zu sehen. |
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KRITIK
Meisterliches Biopic über das ereignis- und konfliktreiche Leben des homosexuellen Schriftstellers Reinaldo Arenas.
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Reinaldo riskiert bei Bon Bon einen zweiten Blick (Foto: Arsenal) |
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Geboren 1943 in der kubanischen Provinz Oriente, wächst der unehelich geborene Reinaldo Arenas in tiefster Armut, aber - nach eigenen Aussagen - auch vollkommener Freiheit auf.

Als 14-Jähriger wird er in Castros Revolution gegen die Diktatur Battistas verwickelt. Mit 20 veröffentlicht er seinen ersten Roman "Celestino antes del alba", der gleich den nationalen Buchpreis gewinnt.

Arenas scheint die Welt offen zu stehen, wären nicht die Umstände gegen ihn. Politisch ein Freigeist und zudem ein bekennender Homosexueller, wird der Poet bis zu seinem AIDS-Tod im Jahre 1990 stets gegen die Zensur ankämpfen, Demütigungen aller Art erleiden, für zwei Jahre als Staatsfeind ins berüchtigte El Morro-Gefängnis wandern, in seiner Heimat nie mehr ein Buch publizieren dürfen und 1980 ins Exil nach New York gehen.

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Die Zeit im Gefängnis wird zur Hölle (Foto: Arsenal) |
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Künstler unter sich

Wie schon in seinem beachtlichen Erstling "Basquiat" setzt sich der Teilzeit-Regisseur Julian Schnabel auch hier mit einem Mann auseinander, der sein Leben der Kunst opfert. Gespielt wird dieser vor Energie strotzende Künstler vom Spanier Javier Bardem ("Perdita Durango"), der in einer Tour de Force neben Johnny Depp und Sean Penn glänzt. |
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SEAN PENN
Talentierter Rebell
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Seine Fehde mit George W. Bush ist zwar vorbei, doch in "Milk" wird Sean Penn nun doch zum Opfer konservativer Politiker. Dafür gab's den Oscar. mehr |
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