Science Fiction http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz23/z0123092/b150x150.jpg Battlefield Earth

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Battlefield Earth


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Inhalt

Im Jahr 3000 beherrschen grimmige Aliens vom Planeten Psychlo die Erde, beuten deren Rohstoffe aus und versklaven die kümmerlichen Reste der Menschheit zu Minenarbeitern. Jonnie Goodboy, seines Zeichens humanoider Hoffnungsträger, will sich das nicht länger bieten lassen und zettelt eine Verschwörung an. Sein Mittel zum Zweck ist der kriminelle Psychlo-Offizier Terl, der mit Hilfe des cleveren Menschen das Gold von Fort Knox bergen und an seinen Vorgesetzten vorbei schmuggeln will.


Kritik

Battlefield Earth

Für Kevin Costner gerieten seine Zukunftsepen "Waterworld" und "Postman" zu kostspieligen Karrieretiefpunkten. Comeback-König John Travolta hat sich nun mit seinem langgehegten Traumprojekt "Battlefield Earth" in eine ähnliche Situation hineinmanövriert. Basierend auf dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman des kontroversen Scientology-Gründers Ron L. Hubbard wird das triste Zukunftsbild einer von Außerirdischen versklavten Menschheit gemalt. Das Ergebnis vermag jedoch weder auf logischer noch produktionstechnischer Ebene zu überzeugen und so konnte der absurd alberne Future-Schocker am amerikanischen Boxoffice bislang lediglich 21 Mio. Dollar einspielen.

Die Saga ist im Jahr 3000 angesiedelt und die Menschen haben sich nach einem neunminütigen Angriff von Außerirdischen des Planeten Psychlos wieder zum Stadium von vorzeitlichen Nomadenstämmen zurück entwickelt. Die meisten von ihnen werden von den bösartigen Psychlos als versklavte "Mensch-Tiere" gezwungen, die Bodenschätze für sie auszubeuten. Die Psychlos sind drei Meter große Unholde mit Nasenklammern, Dreadlocks, giftgrünen Augen und gelbstichigen Krallen samt gummigepanzerten Kostümen, was ihnen den Anschein verleiht, sich optisch an Schockrockern wie Rob Zombie, Gwar oder Kiss zu orientieren. Wie ihre musikalischen Gegenstücke wirken sie in ihrer camphaften Überzogenheit mehr erheiternd denn furchteinflössend. Doch handelt es sich um unfreiwillige Komik und Travolta ist als diabolischer Psychlo-Sicherheitschef Terl mit seinem gemeinen Gemecker-Gelächter nicht ernst zu nehmen. Seinen Sidekick in Gestalt von Forest Whitaker behandelt er nicht viel besser als die primitiven Menschlinge, die sich nach viel Leid und Unterdrückung unter der Führung des rebellischen Jonnie Goodboy Tyler zu bewaffneten Widerstand organisieren. Diese entscheidende Rolle wird vom unauffälligen Barry Pepper übernommen, der sich bisher gut in Nebenrollen in "The Green Mile" und "Der Soldat James Ryan" machte, doch hier erweist sich seine eher unscheinbare Ausstrahlung als hinderlich. Ebenfalls wenig zuträglich ist die bläuliche Unterbeleuchtung des Films und Spezialeffekte, die oftmals allzu deutlich als Computergrafiken zu erkennen sind. Einige Mühe wurde hingegen auf das postapokalyptische Produktionsdesign von verfallenen Städten und deprimierend düsteren Psychlo-Lebensräumen verwandt. Regisseur Roger Christian, der beim Inszenieren mit dem 2. Drehteam von "Star Wars: Episode 1" Genreerfahrung sammeln konnte, zeigt zudem eine Vorliebe für ausgefallene Kameraeinstellungen und Zeitlupenaufnahmen von Kugelhagel und Glassplittern à la John Woo. Beim Showdown des finalen Befreiungskampfes untermalen ohrenbetäubende Soundeffekte zahllose Explosionen und das Zusammenbrechen riesiger Gebäudestrukturen. Der Schluss deutet überdeutlich auf ein Sequel hin, doch mutet eine Nachfrage eher unwahrscheinlich an. In Deutschland wird sich die Vermarktung aufgrund der Verbindung zur Scientology-Organisation - auch wenn sich im Film keinerlei ihrer Ideologien finden - als schwierige Mission erweisen. ara.

Battlefield Earth

Darsteller:  John Travolta   als Sicherheitschef Psychlo Terl
  Barry Pepper   als Jonnie Goodboy Tyler
  Forest Whitaker   als Ker
  Kelly Preston   als Chirk
  Kim Coates   als Carlo
  Richard Tyson   als Robert the Fox
  Michael MacRae   als Zete
  Michael Byrne   als Priester Staffer
  Sean Hewitt   als Heywood
  Michel Perron   als Rock
  Shaun Austin-Olsen   als Planetship
  Christian Tessier   als Mickey
  Sabine Karsenti   als Chrissy
  Marie-Josée Croze   als Mara
  Jim Meskimen   als Blythe
 
Regie:  Roger Christian  
Drehbuch:  Corey Mandel  
  J. David Shapiro  
Produzent:  Elie Samaha  
  Jonathan D. Krane  
  John Travolta  
Koproduzent:  James Holt  
  Tracee Stanley  
Ausf. Produzent:  Ashok Amritraj  
  Don Carmody  
  Andrew Stevens  
Buchvorlage:  L. Ron Hubbard  
Kamera:  Giles Nuttgens  
Schnitt:  Robin Russell  
Musik:  Elia Cmiral  
Produktionsdesign:  Patrick Tatopoulos  
  Oana Bogdan  
Kostüme:  Patrick Tatopoulos  

"Pluto Nash" größter Flop des Jahrzehnts

And the loser is... Eddie Murphy!

Großansicht Minus-Rekordhalter: Eddie Murphy mit "Pluto Nash" (Foto: Warner)

Minus-Rekordhalter: Eddie Murphy mit "Pluto Nash" (Foto: Warner)

Nicht nur die Qualität, sondern vor allem nackte Zahlen galten als Kriterium für das Rohrkrepierer-Ranking, das die Branchenzeitschrift "The Hollywood Reporter" jetzt veröffentlicht hat. Die Top Ten der größten Filmflops beweisen aber, das fehlendes Niveau und ein schlechtes Ergebnis an den Kinokassen oft Hand in Hand gehen.

Die SciFi-Komödie Pluto Nash, in der sich Eddie Murphy als Nachtclubbesitzer auf dem Mond mit einer Mafiafamilie anlegt, spielte 2002 nicht einmal zehn Prozent ihres astronomischen Budgets von 100 Millionen Dollar wieder ein und rangiert damit unangefochten auf Platz Eins.

Travolta und Ferrell auf dem Treppchen

Auf den Rängen: John Travoltas schauriges Scientology-Epos "Battlefield Earth" und Will Ferrells erst im Oktober in Deutschland angelaufener Zeitreisen-Nonsens "Die fast vergessene Welt". Nicht wirklich überraschend - schließlich wurde Ferrell erst kürzlich zum unprofitabelsten und überbezahltesten Schauspieler Hollywoods gewählt.

Die komplette Flop Ten:

1. Pluto Nash - Im Kampf gegen die Mondmafia

2. Battlefield Earth

3. Die fast vergessene Welt

4. Liebe mit Risiko

5. "Stadt, Land, Kuss"

6. "Catwoman"

7. Invasion

8. Rollerball

9. "Grindhouse"

10. The Spirit

Star

John Travolta

Als Sohn sizilianischer und irischer Immigranten errang Travolta ersten Ruhm als großspuriger Vinnie Barbarino in der TV-Serie "Welcome Back...

Star

Barry Pepper

* 04.04.1970

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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