Originaltitel: Basic Instinct 2: Risk Addiction
USA/Deutschland/Großbritannien/Spanien 2006
Sharon Stone
David Morrissey
Charlotte Rampling
Regie: Michael Caton-Jones
Verleih: Constantin
Catherine Tramell (Sharon Stone), attraktive Kriminalliteratin mit undurchsichtiger Vergangenheit, lässt San Francisco hinter sich und siedelt nach London über. Dort interessiert sich bald wieder die Polizei für sie, ist doch soeben ihr ehemaliger Bettgefährte gewaltsam zu Tode gekommen. Scotland Yard bittet den Psychiater Dr. Andrew Glass (David Morrissey), ein Profil zu erstellen. Dem allerdings brennen angesichts der heißen Verdächtigen bald alle Sicherungen durch.
Mit so ziemlich derselben Geschichte, nur ohne Michael Douglas und einem Maniker wie Paul Verhoeven hinter Kamera, sucht Sharon Stone vierzehn Jahre später noch einmal ihr Glück als Femme fatale.
Die Eispickelkillerin ist zurück: In extrem gewagten Szenen lässt Sharon Stone einen Film-Mythos wieder aufleben und übertrifft sich selbst.
Als Sharon Stone vor über zehn Jahren in "Basic Instinct" ihren Männern einen Cocktail aus Sex und Tod servierte, sorgte das für eine erotische Sensation und monatelangen Gesprächsstoff. Kein Wunder, dass es mit einer Fortsetzung so lange dauerte. Dieser moderne Klassiker ließ sich nur schwer übertrumpfen.
Das Warten hat sich gelohnt: "Basic Instinct II" ist ein würdiger und doch völlig eigenständiger Nachfolger. Rein theoretisch wäre die Geschichte auch ohne den Kontext des ersten Teils denkbar: Als in London ein Profisportler ermordet wird, gerät eine zwielichtige Frau ins Visier von Scotland Yard. Ein junger Kriminalpsychologe soll sie analysieren, doch ehe er sich's versieht, wird er von ihr in ein ebenso mörderisches wie sexuell aufgeladenes Katz-und-Maus-Spiel verwickelt.
Schon allein dieser Plot würde für einen hoch spannenden Thriller sorgen. Aber die Protagonistin ist eben keine geringere als die Romanautorin Catherine Tramell, die manipulative "Basic Instinct"-Killerin. Und das macht den Film zu einem regelrechten Event.
Aber das Highlight ist die immer noch extrem knackige Sharon Stone, die sich mit spürbarer Leidenschaft in die Rolle ihres Lebens stürzt. Ihren Gegenspieler, der vor ihren Reizen die Waffen streckt, spielt der englische Jungstar David Morrissey ("Entgleist"); in Nebenrollen sind Charlotte Rampling ("Swimming Pool") und David Thewlis ("Königreich der Himmel") zu sehen.
Dabei waren sich die Macher des Films, allen voran Regisseur Michael Caton-Jones, bewusst, dass auch sie neue Grenzen des erotischen Films ausloten mussten. Denn die Skandalbilder von einst sind längst Standard geworden. Und die Erwartungen werden nicht enttäuscht: "Basic Instinct II" wagt Szenen, wie sie das Mainstream-Kino noch nicht gesehen hat.
Was die puritanischen Zensoren in den USA dazu sagen werden, will man sich nicht ausmalen. Mit diesem Potenzial dürfte der Film zum Gesprächsstoff dieses Frühjahrs werden. Wer Ostern etwas Aufregenderes suchen möchte als Hasen und Eier, der braucht nur ins Kino zu gehen.
| Darsteller: | Sharon Stone | als Catherine Tramell | |
|---|---|---|---|
| David Morrissey | als Dr. Andrew Glass | ||
| Charlotte Rampling | als Milena Gardosh | ||
| David Thewlis | als Roy Washburn | ||
| Hugh Dancy | als Michael Tower | ||
| Anne Caillon | als Laney Ward | ||
| Iain Robertson | als Peter Ristedes | ||
| Stan Collymore | als Kevin Franks | ||
| Regie: | Michael Caton-Jones | ||
| Drehbuch: | Henry Bean | ||
| Leora Barish | |||
| Produzent: | Mario F. Kassar | ||
| Andrew G. Vajna | |||
| Ausf. Produzent: | Moritz Borman | ||
| Matthias Deyle | |||
| Denise O'Dell | |||
| Mark Albela | |||
| Kamera: | Gyula Pados | ||
| Schnitt: | John Scott | ||
| Musik: | Jerry Goldsmith | ||
| John Murphy | |||
| John Scott | |||
| Kostüme: | Beatrix Aruna Pasztor | ||
| Ton: | Glen Gathard | ||
| Casting: | Karen Lindsay-Stewart | ||
Regie führt "American History X"-Macher Tony Kaye.
Als langbeinige Sexgöttin in "Basic Instinct" feierte Sharon Stone einst einen bombastischen Erfolg. Seitdem ist es still um den Star geworden, der seine Karriere nur wenig erfolgreich mit einer Neuauflage des 90er-Jahre-Kinohits wiederzubeleben versuchte.
Nun wagt Sharon Stone einen weiteren Versuch: Im Thriller "Attachment" wird sie die weibliche Hauptrolle spielen - und die ist als heißes Luder.
Stone soll als verheiratete Frau auftreten, die einen One Night Stand mit einem ihrer Studenten hat. Das Ganze beginnt unangenehm zu werden, als der längst vergessene Liebhaber plötzlich mit der Tochter des Hauses anbändelt und sich auch immer mehr zum lästigen Stalker zu entwickeln beginnt.
Sonderlich aufregend klingt dieser Plot nicht, jedoch gibt Regisseur Tony Kaye, der immerhin schon mit "American History X" einen viel beachteten Film lieferte, Grund zur Hoffnung. Das Drehbuch hingegen kommt von einem völligen Neuling: Christopher Denham, der bisher nur für einen Horrorfilm namens "Home Movie" aus dem Jahr 2008 die Feder schwang.
Bleibt zu hoffen, dass sich Sharon Stone für diese Rolle nicht wieder nur auf ihre körperlichen Reize verlässt. Die sind zwar durchaus vorhanden, reichen aber nicht aus, um ein ähnliches Erlebnis wie einst mit "Basic Instinct" zu schaffen.
Als ehemaliges Fotomodell für Eileen Ford, Clairol, Revlon u.a. sowie Gewinnerin diverser lokaler Schönheitswettbewerbe gelang Sharon Stone...
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