Originaltitel: Barefoot in the Park
USA 1966
Robert Redford
Jane Fonda
Charles Boyer
Regie: Gene Saks
Verleih: Paramount
Paul und Corie Bratter ziehen nach fünftägigen Flitterwochen in einem Hotel in New York in die erste gemeinsame Wohnung. Der Alltag gestaltet sich schwierig, da sie von unterschiedlichem Temperament sind und Paul sich als erzkonservativer Bürohengst herausstellt. Cories schrullige Mutter nervt den Schwiegersohn, weil sie ständig auf der Matte steht. Sie verliebt sich in Viktor Velasco, den alternden Lebemann von nebenan. Nach einem Krach läuft Paul barfuß in den Central Park und wird von Corie zurück geholt, die ihre konservative Ader entdeckt hat.

Gene Saks' amüsante Komödie basiert auf einem Broadway-Hit von Neil Simon, der für viele Erfolgsstücke der 60er ("Ein seltsames Paar", "Der letzte der feurigen Liebhaber") verantwortlich zeichnet. Von der Kritik wurde vor allem Jane Fonda gelobt, die als schnurriges Sexkätzchen wie als Kratzbürste mit Temperament überzeugte. Robert Redford hatte seinen Part bereits auf der Bühne gespielt (unter Mike Nichols' Regie). Beide waren wenige Jahre später Weltstars. Oscar-Nominierung für Mildred Natwick als Schwiegermutter.
| Darsteller: | Robert Redford | als Paul Bratter | |
|---|---|---|---|
| Jane Fonda | als Corie Bratter | ||
| Charles Boyer | als Victor Velasco | ||
| Mildred Natwick | als Mrs. Banks | ||
| Herb Edelman | als Telephone Man | ||
| James Stone | als Delivery Man | ||
| Ted Hartley | als Frank | ||
| Mabel Albertson | als Aunt Harriet | ||
| Fritz Feld | als Restaurantbesitzer | ||
| Regie: | Gene Saks | ||
| Drehbuch: | Neil Simon | ||
| Produzent: | Hal B. Wallis | ||
| Kamera: | Joseph LaShelle | ||
| Schnitt: | William A. Lyon | ||
| Musik: | Neal Hefti | ||
| Kostüme: | Edith Head | ||
260 klassische Filmküsse, 187 mal eifersüchtiges Gezanke und unzählige Lastwagenladungen von Taschentüchern für zu Tränen gerührte Kinogänger - Das ist das Ergebnis der 100 beliebtesten Liebesfilme Amerikas.
Gibt es überhaupt einen romantischeren Ort? Gedämpftes Licht, die Sitz- und Lümmelgelegenheiten mit weichem Samt überzogen, in den Händen das Lieblingseis. Und auf der großen Leinwand die zelluloidgewordene Erfüllung aller Jugendträume von Hingabe, Verzweiflung und der einen großen Liebe. Amor, dein Name ist Hollywood.
Nach über 80 Jahren zieht die Traumfabrik nun die Bilanz ihrer zahllosen Apelle an unsere sehnsuchtsvollen Herzen: Das renommierte American Film Institute (www.afi.com) hat eine Liste der 100 populärsten Liebesfilme veröffentlicht. Abgestimmt haben Kritiker, Autoren, Regisseure und Schauspieler.
Und der inoffizielle Oscar für den schönsten Schmachtfetzen aller Zeiten geht an - welch Überraschung - "Casablanca". Auch nach 60 Jahren größter Bemühungen der Schönen und Schönsten hat die Stadt der Engel kein größeres Traumpaar als Humphrey Bogart und Ingrid Bergman gefunden - da nützt auch Julia Roberts' imposanter Schmollmund nichts.
Klassisch liebt am Besten
Die "Pretty Woman" findet sich mit ihrer naiven Kurtisanenromanze an der Seite von Chefgigolo Richard Gere erst auf Platz 21 - wie die neueren Filme überhaupt wenig Land sehen im Vergleich mit den bildgewaltigen Klassikern.
So landet mit "Shakespeare in Love" der aktuellste Film unter den Top 100 gerade mal auf Platz 50 - wohlwollend gesagt gesichertes Mittelfeld, "tabellarisches Niemandsland" trifft's aber besser.
Auch Meg Ryans mustergültig vorgespielter Orgasmus brachte einen großen Liebesfilm der 80er nicht auf die filmgeschichtliche Überholspur. Für "Harry und Sally" gab's nur Platz 25. Beim Kampf von Stimmbanderotik und verbalen Anzüglichkeiten contra Cary Grants Gentleman-Attitüde siegt klar der Klassiker.
Ikonen unter sich
Grant brachte gleich sechs Filme unter die Top 100 und erstürmte mit "Die große Liebe meines Lebens" Platz 5. Als Leinwand-Lover fast genauso beliebt ist Humhrey Bogart, der es auf fünf Einträge in die Liebesliste bringt. Meg Ryan, die neuzeitliche Queen of Romantic Comedy, ist neben "Harry und Sally" nur noch mit "Schlaflos in Seattle" vertreten.
Dafür, dass Cary Grant als Filmbeau so unerreicht charmant wirkte, sorgte unter anderem Regisseur George Cukor: Er erwies sich statistisch als der Meister im herzergreifenden Inszenieren. So führte Cukor unter anderem bei "Die Nacht vor der Hochzeit" (Platz 44) Regie, der Grant als reumütigen Playboy an der Seite von Katharine Hepburn zeigte.
Sehnsüchtige Träume
Katharine wiederum macht zusammen mit ihrer Namensvetterin Audrey stolze elf Prozent der 100 schönsten Liebesgeschichten Hollwoods aus: Katharine erweichte sechs mal die Herzen ihrer Filmpartner, die "Fair Lady" Audrey fünf mal. Unvergessen ihr "Frühstück bei Tiffany" und die melancholische Weise "Moonriver", bei der wahre Tränenströme in die Stofftaschentücher flossen.
Apropos Fließen, das monumentale Liebesepos der 90er, "Titanic", ist richtungsweisend - zwar lediglich Platz 37 für Teenieschwarm Leo und seine propere Kate, dafür aber eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Top Ten: In nur drei der zehn schönsten Liebesfilme aller Zeiten kriegen sich Männlein und Weiblein - sieben mal bleibt die Liebe unerfüllt.
Klar, wenn jeder Topf gleich sein Deckelchen findet, wer schaut dann noch Liebesfilme?
Boris Sunjic
Die 100 populärsten Liebesfilme:
Quelle: American Film Institute
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