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Filmdetails

Bamako


Bamako
Start: 01.02.2007

Drama

Frankreich/Mali/USA 2006
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Aïssa Maïga
Tiécoura Traoré
Hélène Diarra

Regie: Abderrahmane Sissako
Verleih: Kairos

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Die schöne Sängerin Melé (Aissa Maiga) arbeitet in einer Bar und lebt mit ihrem arbeitslosen Mann Chaka (Tiecoura Traore) in Trennung. Sie teilen sich mit anderen Bewohnern den Hinterhof eines Hauses in Bamako, der Hauptstadt des armen westafrikanischen Mali. Dort, wo Hochzeitsgesellschaften durchziehen, Waschtage zelebriert werden und es von Hühnern und Ziegen nur so wimmelt, soll Gericht gehalten werden. Das afrikanische Volk klagt gegen den internationalen Währungsfonds IWF und die Weltbank, die das Land zugrunde richten.

Als afrikanischer Film des Jahres gehandeltes Drama ohne durchgängige Handlung, das über die Globalisierung diskutiert und dabei nicht nur Politik und Weltwirtschaft berührt, sondern auch die prekäre Lage im dunklen Kontinent auf unterhaltsame Art wiedergibt.


Kritik

Bamako

In Afrika geht's zu wie im Wilden Westen - das behauptet zumindest Abderrahmane Sissako in seinem hintersinnigen, ironischen und schmerzhaften Lehrstück.

In das Haus, genauer gesagt den Hof seiner Kindheit kehrt er zurück, Abderrahmane Sissako ("Warten auf das Glück"), einer der gefeiertsten zeitgenössischen Filmemacher Afrikas. Dort wo er als Junge in Bamako, der Hauptstadt Malis, zwischen Lehmmauern spielte, siedelt er sein aktuelles Werk an, erhebt Anklage gegen die rücksichtslose Vorgehensweise des internationalen Währungsfonds IWF und die Entwicklungspolitik der Weltbank, die schlicht an Realitäten des Schwarzen Kontinents vorbeizielt. Echte Rechtsanwälte und Richter lädt er ein und Zeugen vor, um der Globalisierung und deren Folgen den (Schau-)Prozess zu machen.

Ein höchst ehrbares Unterfangen, dass in "Bamako" mit einfachsten Mitteln umgesetzt wird. Wie schon in seinen vorangegangen Arbeiten bleibt der in Moskau ausgebildete Filmemacher sich und seinem minimalistischen Stil treu. Er begibt sich auf Augenhöhe mit den handelnden Personen, nimmt die Position des stillen Beobachters ein: Ein französischer Richter sucht nach der passenden Sonnenbrille, eine Sängerin liegt sich mit ihrem arbeitslosen Mann in den Haaren, eine Hochzeit wird zwischen Hühnern, Ziegen und spielenden Kindern zelebriert und auch der turbulente allwöchentliche Waschtag trotz Gerichtsverhandlung abgehalten.

Im harten Kontrast zum bunten afrikanischen (Hinterhof-)Alltag stehen die flammenden, teils gesungenen Plädoyers der geplagten Zivilbevölkerung. Im kleinen Unrecht spiegelt sich das große wider, die Folgen von Migration, Kolonialismus und Ausbeutung werden spürbar. Von Wut und Verzweiflung sprechen die klaren Bilder Jacques Besses. Doch ehe man in tiefe Depression verfallen kann, galoppiert (der ausführende Produzent) Danny Glover in "Silverado"-Manier durchs Bild, flankiert von den schießfreudigen Regisseuren Elia Suleiman und Zeka Laplaine. Reißerisch der (eingeblendete) Titel ihres Mali-Western-Clips: "Tod in Timbuktu". Ironisch, spielerisch leicht treffen Unterhaltung, Kunst und Anklage aufeinander, am eindringlichsten vielleicht in Samba Diakités Arie, deren Worte man nicht zu verstehen braucht, um das Leid des riesigen Landes zu begreifen: Afrika ist, wie dies die Schriftstellerin Aminata Dramane Traoré als "Zeugin" auf den Punkt bringt, Opfer seines Reichtums. geh.

Bamako

Darsteller:  Aïssa Maïga   als Mélé
  Tiécoura Traoré   als Chaka
  Hélène Diarra   als Saramba
  Habibou Dembélé   als Falai
  Djénéba Koné   als Schwester von Chaka
  Hamadoun Kassogue   als Journalist
  Hameye Mahalmadane   als Präsident des Tribunals
  Aisatta Tall Sall   als Staatsanwalt
  William Bourdon   als Staatsanwalt
  Roland Rappaport   als Verteidiger
  Mamadou Konaté   als Verteidiger
  Danny Glover   als Cowboy
 
Regie:  Abderrahmane Sissako  
Drehbuch:  Abderrahmane Sissako  
Produzent:  Danny Glover  
  Joslyn Barnes  
  François Sauvagnargues  
  Arnaud Louvet  
Kamera:  Jacques Bessé  
Schnitt:  Nadia Ben Rachid  
Musik:  Ludovico Einaudi  
Ton:  Dana Farzanehpour  

Star

Danny Glover

Trotz zahlreicher Film- und TV-Produktionen ist der 1947 in San Francisco geborene Danny Glover für immer mit der Rolle des schwarzen Cop Roger...

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