Originaltitel: The Sitter
USA 2011
Jonah Hill
Max Records
Ari Graynor
Regie: David Gordon Green
Verleih: Fox
Noah Jaybird ist ein fauler, verantwortungsloser College-Student, der die Semesterferien wegen einer Suspendierung gezwungenermaßen zu Hause in seinem Elternhaus verbringen muss. Seine Mutter überredet ihn dazu, sich als Babysitter der Nachbarskinder etwas hinzuzuverdienen. Was ihm sodann vorgesetzt wird, sind drei Satansbraten, die es faustdick hinter den Ohren haben. Doch was noch einigermaßen harmlos beginnt, endet in einer katastrophalen Nacht, einschließlich Drogendealern, Waffen und jeder Menge Obszönitäten.

Jonah Hill bewahrt als jugendgefährdender Babysitter trotz einer katastrophalen Chaos-Nacht liebenswerte Familienverträglichkeit.
Zwar gibt es so manche anzüglichen Sprüche und sporadisch gröbere Toilettenwitze, doch im großen und ganzen ist David Gordon Greens Nachfolger zu seiner Kifferkomödie "Ananas Express" eine liebenswerte Loser-Komödie, in der "Superbad"-Boy Jonah Hill auf drei verrückte Kids aufpasst und allem Unfug zum Trotz doch eine versöhnliche Familienbotschaft verkündet.
Somit sind es genau die jüngeren Zuschauer, die von dem schrägen und schrillen Durcheinander angesprochen werden, obschon obszöne Sexszenen, ein irrer Drogendealer (psychotisch: Sam Rockwell), Kokain, Autodiebstahl und ausgiebiges Party-Crashing nur bedingt pädagogischen Wert erkennen lassen (aber keinesfalls das R-Rating rechtfertigen). So exaltiert die Freaks auch sein mögen - sie sind schlicht harmlos amüsant. Keine Spur von "Bad Santa" - sondern eher Judd Apatow. Auch wenn man sich fragen muss, wieso ausgerechnet der übel beleumundete Studenten-Faulenzer Noah (Hill), der sonst für orale Befriedigung bestellt wird, auf drei - reichlich verquere - Kinder aufpassen darf. Die Nacht mit dem tablettenabhängigen Slater (Max Records), seiner kleinen, im Beauty-Wahn delirierenden Schwester Blithe (Landry Bender) und ihrem nicht ganz stubenreinen mittelamerikanischen Adoptivbruder Rodrigo (Kevin Hernandez), der am liebsten Toiletten sprengt, gerät binnen Minuten zum heillosen Chaos. Ein Trip mit dem Mini-Van samt den schwer zu bändigenden Kids durch die Stadt führt den für verantwortungsvolle Aufgaben denkbar ungeeigneten Sitter zu einer durchgeknallten wie überkandidelten Personen-Auslese. Die lose zusammengefügte Folge von Begegnungen charakterisiert nicht nur Noah als Taugenichts auf der Suche nach einer festen Freundin und väterlicher Liebe, sondern auch die drei Kinder im verkrampften Kampf um Anerkennung.
Alle Randale und alles Rabiate verweist nur auf den Wunsch nach Freundschaft, Verständnis und Geborgenheit - eigentlich sind alle Protagonisten im Kern etwas traurige, liebesbedürftige Kinder. Wie sie zu mehr Selbstbewusstsein finden, schildert Green emphatisch, aber überraschungsarm. So crazy die Figuren, so bizarr einige Nonsense-Dialoge auch sein mögen, so viel auch zu Bruch gehen mag, es zeichnet sich doch eine familienfreundliche Entwicklung in der partyorientierten Odyssee ab, die nicht halb so anarchisch und geschmacklos ist, wie sie glauben machen will. tk.
| Darsteller: | Jonah Hill | als Noah Griffith | |
|---|---|---|---|
| Max Records | als Slater | ||
| Ari Graynor | als Marisa Lewis | ||
| J.B. Smoove | als Julio | ||
| Sam Rockwell | als Karl | ||
| Landry Bender | als Blithe | ||
| Kevin Hernandez | als Rodrigo | ||
| Kylie Bunbury | als Roxanne | ||
| Regie: | David Gordon Green | ||
| Drehbuch: | Alessandro Tanaka | ||
| Brian Gatewood | |||
| Produzent: | Michael De Luca | ||
| Ausf. Produzent: | Josh Bratman | ||
| Donald J. Lee Jr. | |||
| Lisa Muskat | |||
| Kamera: | Tim Orr | ||
| Schnitt: | Craig Alpert | ||
| Musik: | David Wingo | ||
| Jeff McIlwain | |||
| Produktionsdesign: | Richard A. Wright | ||
| Kostüme: | Leah Katznelson | ||
| Casting: | Carmen Cuba | ||
| Alexa L. Fogel | |||
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