Originaltitel: The Aviator
USA 2004
Leonardo DiCaprio
Cate Blanchett
John C. Reilly
Regie: Martin Scorsese
Verleih: Buena Vista
Mit 18 Erbe der Maschinenfirma seines Vaters, zieht es den jungen Howard Hughes (Leonardo DiCaprio) von Texas nach Hollywood, wo er sein Geld in Filme steckt und in den folgenden Jahren sowohl die Karriere zahlreicher Stars lanciert als auch so zeitlose Kinoklassiker produziert wie "Hell's Angels", "Front Page", "Scarface" oder "Geächtet". Nebenbei hat der zeitweilige Besitzer der RKO-Studios noch Zeit, Abenteuer als Flieger-As zu vollbringen, Flugboote zu entwerfen, die TWA zu gründen, die Satellitentechnik anzukurbeln und feinen Damen wie Ava Gardner (Kate Beckinsale) oder Katherine Hepburn (Cate Blanchett) nachzustellen.
Martin Scorsese erweckt eine amerikanische Legende sowie das alte Hollywood zum Leben in dieser prachtvollen Zeitreise und Hommage an das klassische amerikanische Tausendsassatum.
Mit der Biografie von Howard Hughes gelingt Martin Scorsese einer seiner besten und bildmächtigsten Filme - mit Leonardo DiCaprio in der Rolle seines Lebens.
Er nahm das Leben und die Liebe im Sturzflug: Leonardo DiCaprio spielt die Legende Hughes (Foto: Buena Vista)
Genies pendeln immer zwischen Niederlage, Triumph und Wahnsinn. Das galt besonders für Howard Hughes, eine der schillerndsten Gestalten des 20. Jahrhunderts: Er schrieb Schlagzeilen als größenwahnsinniger Flugzeugbauer, exzentrischer Regisseur und legendärer Frauenheld, der Affären mit einigen der schönsten Frauen Hollywoods hatte.
Das gilt nicht weniger für Regisseur Martin Scorsese, auf dessen Konto Kinomythen wie "Taxi Driver" oder "GoodFellas" gehen. Den Star aus seinem letzten Film, "Gangs of New York", holte er jetzt wieder vor seine Kamera, und es zeigt sich einmal mehr: DiCaprio und Scorsese sind ein unschlagbares Team.
DiCaprio ist Howard Hughes mit Haut und Haaren, und "Aviator" einer der glanzvollsten Höhepunkte in der Karriere seines Regisseurs. Von der ersten Sekunde an betört er mit ausgeklügelten, atemberaubend aufwändigen Bildkompositionen (Kamera: Robert Richardson).
Und er entfesselt eine Dynamik, die den Zuschauer bis zur letzten Sekunde in Atem hält. So gelingt seinem Film (nach einem Drehbuch von "Gladiator"-Autor John Logan) das eigentlich Unmögliche: aus einem überwältigenden Leben ein überwältigendes Stück Kino zu machen.
Explosive Flugszenen, erotische Skandale, politische Intrigen - es kracht an allen Enden, und doch verbindet "Aviator" elegant viele Elemente, die allein schon für einen Film reichen würden. So wird das Biopic zum Aufregendsten, das Hollywood seit langem zu bieten hat.
In seinem Zentrum lotet Leonardo DiCaprio die Grenzen von Genie und Wahnsinn aus und lässt sein "Titanic"-Image weit hinter sich.
Dass Scorsese ihn mit einem Reigen prominenter Kollegen umgibt, von Cate Blanchett bis Jude Law, sorgt für die letzte besondere Note. So konnte "Aviator" 3 Golden Globes und sogar 5 Oscars einheimsen.
Das Buch ein spannender Bestseller und hinter der Kamera der persönliche Lieblingsregisseur mit Legendenstatus - mit seinem nächsten Film nimmt Leonardo DiCaprio einen neuen Anlauf Richtung Oscar-Gewinn.
Für den Thriller "Shutter Island" will Leonardo DiCaprio einen US-Marshal spielen, der in den Fünfziger Jahren auf einer abgelegenen Insel vor der amerikanischen Ostküste eine entflohene Mörderin sucht. Regie wird erneut der große kleine Italiener Martin Scorsese führen - die vierte Zusammenarbeit von Leo & Marty nach dem Bandendrama "Gangs of New York", dem Exzentriker-Porträt "Aviator" und dem Gangsterthriller "Departed".
Die Handlung der erfolgreichen Romanvorlage hat's dabei wirklich in sich. Denn auf Shutter Island steht eine Anstalt für geistesgestörte Gewaltverbrecher und aus eben jener ist eine der gefährlichsten Insassinnen ausgebrochen. Seltsamerweise will aber keiner der Ärzte und Angestellten dem Ermittler helfen, der selbst bald von mysteriösen Migräneanfällen geplagt wird und mehr und mehr an seiner eigenen psychischen Gesundheit zweifelt.
Der Bestseller stammt übrigens von keinem Geringeren als Dennis Lehane, der schon die Vorlage zum doppelt oscar-prämierten Meisterwerk "Mystic River" mit Sean Penn und Tim Robbins lieferte. Gute Chancen also auf den ersehnten Goldjungen für Leo, der ihm an der Seite von Scorsese bisher verweigert blieb - der selbst auch erst nach langer Durstrecke für "Departed" einen Oscar erhielt.
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