Luke Wilkins
Alexandra Neldel
Niels Bruno Schmidt
Regie: Michael Keusch
Verleih: Constantin
Nachwuchsordnungshüter Karl-Heinz (Luke Wilkins) hat sich gerade einen Anpfiff vom Chef abgeholt, weil er angeblich einen Großeinsatz gegen Autodiebe versemmelt hat. Nun wittert er Gelegenheit zur Rehabilitation, als ihm bei Verkehrskontrollen eine Gang hochfrisierter Autobahnraser ins Visier brettert. Kurz entschlossen klinkt sich Karl-Heinz undercover in die Clique ein und macht Bekanntschaft mit deren schillernden Charakteren. Bald findet er mehr Gefallen am illegalen Geschwindigkeitsrausch, als Gesundheit und Karriere zuträglich wäre.
Computerspielverfilmungen sind in, da mag man auch in Deutschland nicht nachstehen. Was liegt also näher, als eines der erfolgreichsten nationalen PC-Game-Formate in eine turbulente Actionkomödie zu verwandeln!
Alexandra Neldel und eine coole Clique furchtloser Feger bringen in einem furiosen Actionspektakel den Asphalt zum Brennen.
Wenn Grillfeste angesagt sind, werden aus den Königen der Landstraße die göttlichen Autobahnraser (Foto: Constantin)
Wer kennt das Drama nicht? Erst schwitzt man monatelang neben einem zynischen Fahrlehrer, um dann Unsummen in die Wiederholung der Fahrprüfung zu stecken, nur weil sich mal wieder ein Radfahrer in den toten Winkel geschlichen hat.
Dann hat man den Lappen endlich im feuchten Händchen und schon schwebt das nächste Damoklesschwert über einem: Flensburg! Nur ein paar Verwegene geben in nächtlichen - natürlich illegalen - Autorennen Gummi, bis das Kühlwasser kocht: Die Autobahnraser.
"Coole Idee", dachten einst heimische Videospiel-Programmierer, als sie von diesen Spektakeln erfuhren, und sorgten so für hohe Umdrehungszahlen auf den Konsolen.
"Coole Idee", dachten auch die Produzenten Oliver Berben, Robert Kulzer und Herman Weigel und spannten den mit Pferdestärken vertrauten TV-Regisseur Michael Keusch ("Crazy Race") ein, um die Kinoversion des hochtourigen Spaßes auf die Beine zu stellen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Denn nach einer spektakulären Stuntsequenz, in der ein Sixpack nagelneuer Audi Quattros von einem Autotransporter geklaut wird, ist man auch schon mittendrin in der Story: Denn diese Diebe hätten eigentlich in die Hände des Polizei-Greenhorns Karl-Heinz (Luke J. Wilkins) fallen sollen.
Weil er die Verhaftung aber versemmelt, muss sich der junge Mann auf Geheiß seines Bosses Schmitt-Jahnke (Thomas Heinze) jetzt auf der Landstraße an der Radarfalle langweilen. Doch die ersten, die Karl-Heinz wegen zu schnellen Fahrens drankriegt, sind ausgerechnet die Autobahnraser, eine Gang junger Typen, die illegale Rennen auf der Autobahn veranstalten.
Als der Ordnungshüter sich undercover in die Clique einschleust und einen dieser als Grillfeste getarnten Wettbewerbe mitmacht, ist es auch schon um das Pflichtbewusstsein des werdenden Beamten geschehen.
Doch nicht nur der Geschwindigkeitsrausch wirft Karl-Heinz aus der Bahn, auch mit den Jungs um den Tuning-Experten Knut (Niels Bruno Schmidt) hat er seinen Spaß. Und auf Nicki, die attraktive Freundin von BMW-M3-Fahrerin Claudi (Alexandra Neldel), ist er auch scharf.
Nun muss Karl-Heinz nur noch drei Dinge unter Dach und Fach bringen. Erstens: Die Bolidendiebe schnappen, zweitens: ein Grillfest organisieren, ohne dass die Polizei dabei stört, und drittens: den neuen Kumpels seine wahre Identität verklickern...
Rasante Action, coole Oneliner und jede Menge Fun - das ist das Holz, aus dem "Autobahnraser" geschnitzt ist.
Wieder einmal konnten die gefürchteten Bolidendiebe mit ihrer wertvollen Fracht entkommen (Foto: Constantin)
Damit räumen Regisseur Michael Keusch und seine Crew talentierter Jungstars rund um Alexandra Neldel ("Erkan & Stefan"), Niels Bruno Schmidt ("Die Klasse von '99") und Viva-Moderatorin Collien Fernandes mit dem Vorurteil auf, man könne in Deutschland kein Effekte-Feuerwerk à la Hollywood zünden.
Denn dieses aufwändig inszenierte PS-Spektakel kann mit US-Produktionen wie "Nur noch 60 Sekunden" locker mithalten. Aber bitte beachten: Anschauen ist zwar Pflicht, Nachahmen aber nicht zu empfehlen!
| Darsteller: | Luke Wilkins | als Karl-Heinz | |
|---|---|---|---|
| Alexandra Neldel | als Claudi | ||
| Niels Bruno Schmidt | als Knut | ||
| Henriette Richter-Röhl | als Nicki | ||
| Manuel Cortez | als Bülent | ||
| Kristian Erik Kiehling | als Ecki | ||
| Ivonne Schönherr | als Moni | ||
| Collien Ulmen Fernandes | als Nina | ||
| Franz Dinda | als Alex | ||
| Thomas Heinze | als Schmitt-Jahnke | ||
| Regie: | Michael Keusch | ||
| Drehbuch: | Herman Weigel | ||
| Robert Kulzer | |||
| Produzent: | Oliver Berben | ||
| Robert Kulzer | |||
| Koproduzent: | Jimmy De Brabant | ||
| Kamera: | Hannes Hubach | ||
| Schnitt: | Stefan Essl | ||
| Alexander Berner | |||
| Musik: | Stephen Keusch | ||
| Marco Meister | |||
| Produktionsdesign: | Ralf Küfner | ||
| Christina Schaffer | |||
| Kostüme: | Uli Simon | ||
| Bea Gossmann | |||
| Ton: | Manfred Banach | ||
| Detlev Fichtner | |||
| Carlo Thoss | |||
| Michael Kranz | |||
| Casting: | Rita Serra-Roll | ||
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