Originaltitel: Edge of Darkness
USA 2010
Mel Gibson
Ray Winstone
Danny Huston
Regie: Martin Campbell
Verleih: Wild Bunch (Central)
Gerade erst konnte der Bostoner Cop und alleinstehende Witwer Thomas Craven seine 24-jährigen Tochter Emma bei ihrem ersten Besuch seit Jahren wieder in die Arme schließen, da muss er mit ansehen, wie sie von einem Unbekannten erschossen wird. Während die Polizei vermutet, der Schuss habe eigentlich ihm gegolten, verfolgt Craven eine andere Theorie und ermittelt auf eigene Faust. Schnell findet Craven heraus, dass Emma geheime Informationen über ihren Arbeitgeber Northmoor besaß, und gerät damit selbst ins Fadenkreuz.

Martin Campbells Actionthriller unterstreicht, dass auch nach mehrjähriger Leinwandpause Vergebung ausgeschlossen ist, wenn Mel Gibson Vergeltung sucht.
"Payback -Zahltag" - darauf versteht sich der Weltstar. Die Rolle im neuen Film von Martin Campbell ("Casino Royale") ist Mel Gibson somit auf den Leib geschrieben, der das Beste aus dem macht, was die Dramaturgie zulässt. Ein malerisches, digital perfektioniertes Nachtpanorama eines Sees, aus dem drei Leichen an die Oberfläche treiben, verdeutlicht die tödliche Wahrheit hinter der behaupteten Unschuld, die Gibsons Gegnern als Tarnung dient. Ein ähnlich starkes Bild eines ironisch gebrochenen Gegensatzes zeigt später das völlig verglaste Büro des eiskalten, alles andere als transparenten Drahtziehers. Was er und seine Mittäter zu vertuschen versuchen, muss Gibsons Detective Craven mit Faust und Kugeln ermitteln, nachdem seine Tochter vor seinen Augen bei einem Drive-By-Shooting erschossen wurde. Die Spur führt zu ihrem in Todesangst lebenden Freund und schließlich zum Chef einer Firma (gewohnt skrupellos: Danny Huston), die in Zusammenarbeit mit Regierungskreisen zivil auf dem Gebiet der Kernfusion forscht, tatsächlich aber militärische Ziele verfolgt.
Schneller als der untersuchende Pathologe erkennt der Zuschauer, dass Gibsons Tochter an den Folgen einer nuklearen Verstrahlung litt. Das Drehbuch, ein Update von Campbells erfolgreicher BBC-Miniserie "Edge of Darkness", macht daraus so wenig ein Geheimnis wie aus der Identität des Hauptverantwortlichen und seiner Hintermänner. So bleibt das größte Mysterium zum einen, warum ängstliche Zeugen sterben müssen, der furchtlose Cop aber nicht, zum anderen, wohl damit verbunden, das Verhalten eines von der Allianz des Bösen beauftragten Cleaners (Ray Winstone), der undurchschaubar bleibt, bis er im Finale denkwürdig Stellung bezieht. Dass die Produktion von "Auftrag Rache" nicht unproblematisch war, dass die Story zum Ende hin sprunghaft, actionlastig und nicht immer nachvollziehbar wirkt, ist dem Film anzusehen. Größerer Schaden bleibt jedoch aus, denn als harter Rachethriller funktioniert der Film, weil Gibson Schmerz und Zorn wie auch die Professionalität eines cleveren Cops glaubwürdig vermittelt. Seine Szenen mit Winstone, in der sich beide abtasten, sind echte Highlights eines Thrillers, der neben dem Auftrag Unterhaltung und auch so manchen moralisch unterdrückten Zuschauerwunsch erfüllt. kob.
| Darsteller: | Mel Gibson | als Thomas Craven | |
|---|---|---|---|
| Ray Winstone | als Jedburgh | ||
| Danny Huston | als Bennett | ||
| Bojana Novakovic | als Emma Craven | ||
| Shawn Roberts | als Burnham | ||
| David Aaron Baker | als Millroy | ||
| Jay O. Sanders | als Whitehouse | ||
| Denis O'Hare | als Moore | ||
| Regie: | Martin Campbell | ||
| Drehbuch: | William Monahan | ||
| Andrew Bovell | |||
| Produzent: | Graham King | ||
| Michael Wearing | |||
| Tim Headington | |||
| Ausf. Produzent: | Danton Rissner | ||
| David M. Thompson | |||
| Suzanne Warren | |||
| Gail Lyon | |||
| E. Bennett Walsh | |||
| Kamera: | Phil Meheux | ||
| Schnitt: | Stuart Baird | ||
| Musik: | Howard Shore | ||
| Kostüme: | Lindy Hemming | ||
Mel Gibson kann wieder den Schürzenjäger geben. Nach der Scheidung von seiner Frau für 450 Millionen Dollar gab er nun die Trennung von Freundin Oksana Grigorieva bekannt.
Riesenbewegung im Beziehungskarussel 2010 in Hollywood: Ein Promi-Paar nach dem anderen zerbricht. Als Neusingles dürfen sich u.a. Sandra Bullock und Jesse James, Kate Winslet und Sam Mendes, Jennifer Love Hewitt und Jamie Kennedy, sowie ganz aktuell Mel Gibson und Oksana Grigorieva bezeichnen. Der raubeinige Australier ("Auftrag Rache") gab nach nur einjährigem Paarlaufen mit der russischen Musikerin die Trennung bekannt. Mel ließ jetzt die Bombe platzen, kurz nachdem er sich die Scheidung von seiner Frau Robin mit 450 Millionen Dollar für 30 Ehejahre teuer erkauft hatte.
Dabei war Oksana der Trennungsgrund. Gibson verließ seine Gattin inklusive der sieben Kinder um mit dem russischen Star eine neue Familie zu gründen. Am 30. Oktober 2009 war es schließlich so weit. Die kleine Lucia, Frucht der Liebe des 54-Jährigen und seiner 39-jährigen Flamme, erblickte das Licht der Welt.
Sein einjähriger Liebes-Ausrutscher war für Mel Gibson ein teurer Spaß. "Sie haben sich einfach auseinandergelebt", gibt ein Vertrauter als Trennungsgrund an und verrät weiter: "Beide arbeiten mit Hochdruck an ihren Karrieren und versuchen nebenbei noch zusammen ein süßes Baby groß zu ziehen. Sie sind nach wie vor Freunde und kümmern sich zusammen um Lucia."
Derweil ist nicht bekannt, ob Grigorieva nächste Woche im Rahmen eines Wohltätigkeitskonzerts in Moskau auftreten wird. Auch auf die Stellungnahme der beiden Sprecher der Stars wartete die Welt bisher vergeblich.
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