Charmante, ein wenig uneinheitliche "Aschenputtel"-Version mit Drew Barrymore. http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008239/b150x150.jpg Auf immer und ewig

Filmdetails

Auf immer und ewig

Charmante, ein wenig uneinheitliche "Aschenputtel"-Version mit Drew Barrymore.


Auf immer und ewig
Start: 24.12.1998

Originaltitel: Ever After: A Cinderella Story

Komödie

USA 1998
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Drew Barrymore
Anjelica Huston
Dougray Scott

Regie: Andy Tennant
Verleih: Fox

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Das richtige Aschenputtel hieß Danielle und wurde von ihren Stiefschwestern tief gedemütigt. Auch auf die Hilfe ihrer Stiefmutter konnte Danielle im 16. Jahrhundert nicht vertrauen. Doch da gibt es noch den Prinz, der sich gegen eine Zweckehe mit einer spanischen Prinzessin wehrt. Als er das bürgerliche Mädchen erblickt, ist es um ihm geschehen...


Kritik

Auf immer und ewig

Nach den modernisierten Klassiker-Verfilmungen "William Shakespeares Romeo und Julia" und "Große Erwartungen" erhält nun das Gebrüder-Grimm-Märchen "Aschenputtel" eine Verjüngungskur. Dabei bleibt die im Rückblick von einer Nachfahrin (Jeanne Moreau) erzählte Story im 16. Jahrhundert angesiedelt. Sie erklärt den Grimm-Brüdern, daß es sich bei den Geschehnissen um eine wahre Begebenheit handelt. So sei Aschenputtels richtiger Name Danielle, die sich in Gestalt der reizenden Drew Barrymore sozialpolitisch engagiert zeigt. Die Dialoge sind allerdings mehr der Gegenwart verhaftet, und statt einer guten Fee erweist sich Leonardo da Vinci (Patrick Godfrey) als ratdienlicher Freund und Helfer.

Geblieben sind die Figuren der bösen Stiefmutter (Anjelica Huston) und ihrer schnippischen Töchter, wobei hier nur eine (Megan Dodds) dieser Beschreibung gerecht wird, während die andere (Jacqueline Lynskey) tatsächlich ein gutherziges Pummelchen ist. Dieser angeheirateten Familie muß Danielle als Dienstmädchen zur Verfügung stehen, nachdem ihr liebender Vater verstirbt. Die (moderaten) Bösartigkeiten werden von der herzlichen Danielle noch nicht einmal besonders übelgenommen, da sie immer noch auf die Liebe ihrer Stiefmutter hofft. Danielles Prinz (Dougray Scott) wehrt sich derweil gegen die Zweckehe mit einer spanischen Prinzessin. Als er die selbstbewußte und belesene (sie zitiert aus Sir Thomas Moores "Utopia", um dem snobistischem Prinzen eine Lektion in Sachen Menschenrechte und Gesellschaftsstruktur zu erteilen) Bürgerliche zufällig kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Allerdings hält er sie für eine Adlige und ahnt nichts von ihrem sozialen Stand. Das erweist sich später neben der Unbill der Stiefmutter als häßlicher Stolperstein in ihrer Romanze. Das märchenhafte Happy-End ist dennoch vorprogrammiert.

Neben den schönen Kostümen und romantischen Drehorten ist es das Charisma von Drew Barrymore, die die Märchenromanze von Regisseur Andy Tennant sehenswert macht. Ihr herzlicher Charme und ihre entwaffnende Unschuld sind gleichermaßen für das männliche und weibliche (Teenage-)Publikum ansprechend. Junge Mädchen werden den Umstand begrüßen, daß die Heroin ihrem Herzbuben intellektuell überlegen ist und gut für sich selbst sorgen kann. Dafür werden sie gerne in Kauf nehmen, daß der Erzählton nicht immer ganz rund gehalten wird und zwischen zärtlichem Liebestraum, parodistischer Farce und feurigem Klassenkampf- und Gleichberechtigungs-Statement schwankt. ara.

Auf immer und ewig

Darsteller:  Drew Barrymore   als Danielle
  Anjelica Huston   als Rodmilla
  Dougray Scott   als Prinz Henry
  Patrick Godfrey   als Leonardo Da Vinci
  Megan Dodds   als Marguerite
  Melanie Lynskey   als Jaqueline
  Jeanne Moreau   als Grande Dame
  Timothy West   als King Francis
  Judy Parfitt   als Queen Marie
  Jeroen Krabbé   als Auguste
  Lee Ingleby   als Gustave
  Kate Lansbury   als Paulette
  Matyelok Gibbs   als Louise
  Richard O'Brien   als Pierre Le Pieu
 
Regie:  Andy Tennant  
Drehbuch:  Susannah Grant  
  Andy Tennant  
  Rick Parks  
Produzent:  Soria Trench  
  Tracey Trench  
Koproduzent:  Kevin Reidy  
  Timothy Bourne  
Kamera:  Andrew Dunn  
Schnitt:  Roger Bondelli  
Musik:  George Fenton  
Produktionsdesign:  Michael Howells  
  David Allday  
Kostüme:  Jenny Beavan  
Ton:  Simon Kaye  

Zurück in eine andere Welt

Seit Jahren führen Kostümfilme die Kinozuschauer in die Vergangenheit. Hochgetürmte Frisuren, gepuderte Perücken und wallende Reifröcke sind für die wenigen Stunden auf der Kinoleinwand so wunderbar romantisch.

Großansicht In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)

In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)

Der Klassiker stammt aus dem Jahr 1939: "Vom Winde verweht" mit Clark Gable und Vivien Leigh. Vor dem Hintergrund des amerikanische Bürgerkriegs sprüht der Film vor Drama und Romantik.

Seitdem haben wir vor allem Jane Austen die verträumte Vorstellung des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Traumfabrik hat ihre Bücher in wunderbare Filme wie "Emma" mit Gwyneth Paltrow, "Sinn und Sinnlichkeit" mit Emma Thompson und "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley verwandelt. Alle drei Dramen durften sich über Oscar-Nominierungen freuen. Emma Thompson nahm sogar für das Drehbuch einen Goldjungen entgegen.

Großansicht Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP)

Bekam mit 26 Jahren den Oscar für "Shakespeare in Love": Gwyneth Paltrow (Foto: UIP)

Im Korsett zum Oscar

Dass Historienfilme immer wieder mit Auszeichnungen rechnen dürfen, zeigte auch "Shakespeare in Love". Gleich siebenmal wurde der Film von der Academy geehrt. Gwyneth Paltrow angelte sich die goldene Statue als beste Hauptdarstellerin und Dame Judi Dench nahm mit nur einem achtminütigen Auftritt als Königin Elizabeth den Oscar als beste Nebendarstellerin mit nach Hause.

Der Spitzenreiter ist aber "Vom Winde verweht". Das Drama wurde 1939 mit acht Goldstatuen ausgezeichnet und dann gibt es da natürlich noch den großen Erfolgshit von 1997, "Titanic", mit elf Oscars geehrt - wenn man das Drama, das 1919 spielt, noch zu den Kostümfilmen zählen will. Historienfilme berühren also nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Kritiker. So ist es nicht verwunderlich, dass das Genre auch weiterhin Furore macht.

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Drew Barrymore

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