Originaltitel: De l'autre côté du lit
Frankreich 2009
Sophie Marceau
Dany Boon
Antoine Duléry
Regie: Pascale Pouzadoux
Verleih: Movienet
Wenn Gatte Hugo abends nach Hause kommt, nervt er seine gestresste Frau Ariane mit seinen Ansprüchen. Sie als Hausfrau mache sich ja sowieso nur einen schönen Lenz. So steht ihre Ehe nach zehn Jahren vor dem Aus. Ariane schlägt dem unzufriedenen Gatten einen Rollentausch vor: Sie wird Chefin in seiner Firma, er sorgt für die zwei Kinder, den Haushalt und Verkauf ihrer Schmuck-Kollektion. Während dem Experiment lässt sich das Paar von einem Pseudopsychologen coachen.

In Frankreichs turbulenter Erfolgskomödie versuchen die populären Stars Sophie Marceau und Dany Boon in der Ehe den Rollentausch.
Ob sie nun als "D'Artagnans Tochter" Degenduelle ficht, sich als Bond-Gegnerin im Bett räkelt wie in "Die Welt ist nicht genug" oder in "Lol" die Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs spielt, Sophie Marceau punktet immer mit verführerischem Charme. Diesmal gerät sie mit Dany Boon als Partner in die Midlife-Crisis, die bei dem Paar aus der französischen Bourgeoisie auf jeden Fall zu früh kommt: Ariane ist Mutter von zwei Kindern und stresst sich den ganzen Tag. Wenn Göttergatte Hugo abends nach Hause kommt, nervt er mit Ansprüchen an die Hausfrau, die sich seiner Meinung nach sowieso nur einen schönen Lenz macht. Als die Ehe nach zehn Jahren vor dem Aus steht, schlägt sie ihm vor, die Rollen zu tauschen. Sie wird Chefin in seiner Firma und er sorgt für Kinder, Haushalt und Verkauf ihrer Schmuck-Kollektion. Trotz Maulerei der Kinder: Das Paar will es wissen und lässt sich bei dem unsicheren Unterfangen von einem Gerichtsvollzieher und Pseudopsychologen coachen. Nach kleinen Stolpersteinen mimt sie perfekt den weiblichen Boss und lässt auch einen Quickie mit dem Beau der Firma nicht aus, er schlägt sich als Hausmann mit Einkauf, Waschmaschine und verbranntem Braten herum, hat gute Karten bei Schmuckkundinnen und der Freundin seiner Angetrauten.
Das Gespann Marceau und Boon machen diese nicht gerade moderne Ehekomödie trotz konventioneller Dramaturgie unterhaltsam, sie nehmen gesellschaftliche Konventionen und sich selbst rigoros auf die Schippe. So verzeiht man ihr die Heulerei und ihm die Softie-Nummer. Rollentausch bringt hier nicht den tollen Rausch, sondern sorgt lediglich für einen Kater. Vorhersehbar geht alles seinen Gang. Am Ende heißt es: Alles auf Anfang. Der Blick auf die diffizile Beziehung zwischen Mann und Frau und die Fallstricke der Emanzipation verwehrt sich mit Lust der Realität des Alltags, jongliert mit herkömmlichen Klischees und festigt sie sogar, löst das Unbehagen darüber durch Überspitzung und mit dem Mittel der Parodie aber schnell wieder auf. Fazit: Manchmal reicht es nicht, nur von der einen Seite des Bettes auf die andere zu wechseln. mk.
| Darsteller: | Sophie Marceau | als Ariane Marciac | |
|---|---|---|---|
| Dany Boon | als Hugo Marciac | ||
| Antoine Duléry | als Maurice | ||
| Anny Duperey | als Lise | ||
| Juliette Arnaud | als Charlotte | ||
| Ninon Mauger | als Louise | ||
| Clémot Couture | als Hector | ||
| François Vincentelli | als Flanvart | ||
| Delphine Rivière | als Samia | ||
| Regie: | Pascale Pouzadoux | ||
| Drehbuch: | Pascale Pouzadoux | ||
| Grégoire Vigneron | |||
| Produzent: | Olivier Delbosc | ||
| Marc Missonnier | |||
| Ausf. Produzent: | Christine de Jekel | ||
| Kamera: | Pierre Gill | ||
| Schnitt: | Sylvie Gadmer | ||
| Musik: | Eric Neveux | ||
| Produktionsdesign: | Philippe Chiffre | ||
| Kostüme: | Charlotte Betaillole | ||
| Ton: | Jean-Charles Ruault | ||
| Emmanuel Augeard | |||
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