David Alpay
Charles Aznavour
Arsinée Khanjian
Regie: Atom Egoyan
Verleih: Kool
Ein in Kanada lebender, armenisch-stämmiger Regisseur (Charles Aznavour) dreht einen höchst persönlichen Film über einen von Politikern wie Völkerrechtlern totgeschwiegenen Genozid, der im Schatten des Ersten Weltkriegs von Türken an Armeniern begangen wurde. Rund um den Drehort mischen sich bald eigene mit künstlerischen Konflikten, und mühsam gebändigte, jahrzehntealte Familienprobleme kommen erneut hoch und befruchten sein kontroverses Werk.
Arthouse-Liebling Atom Egoyan, wie viele seiner zentralen Hauptdarsteller selbst Armenier, kocht sein persönliches Süppchen in diesem kunstvoll verschachtelten Film-im-Film-Schlüsseldrama. Die Türkei, anstatt sich für dokumentierte 1,5 Mio. Ermordete wenigstens mal zu entschuldigen, begleitet den Film unverdrossen mit Protesten.
Ästhetisch gepuzzletes Mosaik aus Familienbanden, Identitäts- und Wahrheitssuche, Geschichte und Erinnerung.
Kleine, in der Gegenwart angesiedelte Geschichten kreisen um das in den Studios von Toronto gefilmte, "Ararat" genannte Epos, das der angesehene Regisseur Edward Saroyan als Film seines Lebens gegen das Vergessen dreht.
Mit am Set ist die Kunsthistorikerin Ani, die als Beraterin wirkt und über einen armenischen Maler arbeitet. Ebenso involviert ist Anis Teenager-Sohn Raffi, der heimlich in der Türkei gefilmt hat.
Auf dem Flugplatz wird er vom Zollbeamten David an dessen letztem Arbeitstag über die Filmrollen, in denen ja geschmuggelte Drogen sein könnten, und über den Völkermord befragt, um den es bei den Dreharbeiten geht.
Virtuos und ästhetisch vollendet puzzelt Atom Egoyan ein Mosaik aus Familienbanden, Voyeurismus, Identitäts- und Wahrheitssuche, Film im Film und Meditation über Kunst und Fiktion versus Geschichte und Erinnerung. Geschickt verknüpft er den historischen Völkermord der Türken an den Armeniern 1915 mit einem Personenreigen über drei Generationen.
| Darsteller: | David Alpay | als Raffi | |
|---|---|---|---|
| Charles Aznavour | als Edward Saroyan | ||
| Arsinée Khanjian | als Ani | ||
| Christopher Plummer | als David | ||
| Marie-Josée Croze | als Celia | ||
| Eric Bogosian | als Rouben | ||
| Brent Carver | als Philip | ||
| Bruce Greenwood | als Martin/Ussher | ||
| Elias Koteas | als Ali/Jevdet Bey | ||
| Simon Abkarian | als Arshile Gorky | ||
| Lousnak | als Shushan Gorky | ||
| Raoul Bhaneja | als Fotograf | ||
| Max Morrow | als Tony | ||
| Christie MacFadyen | als Janet | ||
| Haig Sarkissian | als Sevan | ||
| Garen Boyajian | als Gorky als Kind | ||
| Lousnak Abdalian | als Gorkys Mutter | ||
| Regie: | Atom Egoyan | ||
| Drehbuch: | Atom Egoyan | ||
| Produzent: | Robert Lantos | ||
| Atom Egoyan | |||
| Koproduzent: | Sandra Cunningham | ||
| Kamera: | Paul Sarossy | ||
| Schnitt: | Susan Shipton | ||
| Musik: | Mychael Danna | ||
| Produktionsdesign: | Phillip Barker | ||
| Kathleen Climie | |||
| Kostüme: | Beth Pasternak | ||
| Ton: | Steve Munro | ||
| Ross Redfern | |||
| Casting: | John Buchan | ||
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