Star-gespickter, dialoglastiger Romantik-Spaß von Woody Allen um die Irrungen und Wirrungen eines jungen New Yorker Paares. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz34/z0434647/b150x150.jpg Anything Else

Filmdetails

Anything Else

Star-gespickter, dialoglastiger Romantik-Spaß von Woody Allen um die Irrungen und Wirrungen eines jungen New Yorker Paares.


Anything Else
Start: 02.09.2004

Komödie

USA 2003
Laufzeit: 108 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Woody Allen
Jason Biggs
Fisher Stevens

Regie: Woody Allen
Verleih: Alamode

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Comedy-Autor Jerry Falk (Jason Biggs) ist nicht nach Lachen zumute, als seine neurotische Freundin Amanda (Christina Ricci) ihm nicht nur den Beischlaf verweigert, sondern obendrein ungehemmt mit anderen Männern anbandelt. Jerrys bester Kumpel, der ebenso lüsterne wie paranoide Pauker David (Woody Allen), ist da ebenso wenig eine Hilfe wie sein unfähiger Manager (Danny DeVito), der den letzten verbliebenen Klienten an einen 7-Jahres-Vertrag zu ketten versucht. Der Einzug von Amandas trinkfreudiger Mutter (Stockard Channing) in den gemeinsamen Haushalt bringt das Fass zum überlaufen.

Lauter wohlbekannte Stereotypen geben sich ein gleichwohl kurzweiliges Stelldichein in der neusten Stadtneurotiker-Komödie von Beziehungsfachmann Woody Allen.


Kritik

Star-gespickter Romantik-Spaß von Woody Allen um die Irrungen und Wirrungen eines jungen New Yorker Paares.

Großansicht David hält Jerry einen Vortrag über das Leben (Foto: Alamode Film)

David hält Jerry einen Vortrag über das Leben (Foto: Alamode Film)

Jerry (Jason Biggs) ist Comedy-Autor, Amanda (Christina Ricci) Schauspielerin, und beide stehen in New York noch am Anfang ihrer Karriere.

Eines Tages findet Amanda, zwischen ihr und Jerry würde es sexuell nicht mehr so rund laufen. Während sie also ihre erotische Anziehungskraft bei anderen Männern testet, quartiert sich ihre Mutter bei Jerry ein. Dessen windiger Künstleragent versucht, ihn mit einem neuen Vertrag an sich zu binden und sein allwissender Comedykollege David Dobel (Woody Allen) empfiehlt ihm die Anschaffung einer Schusswaffe. Man könne ja nie wissen.

Großansicht Agent Harvey versucht, seine Schäfchen an sich zu binden (Foto: Alamode Film)

Agent Harvey versucht, seine Schäfchen an sich zu binden (Foto: Alamode Film)

Altbewährt und neu gestrichen

Woody Allens neuster Streich knüpft an seine brillanten Komödien "Manhattan" und "Ehemänner und Ehefrauen" an.

"Anything Else" ist ein mit Jason Biggs, Christina Ricci und Danny DeVito Star-gespickter Romantik-Spaß, in dem sich Allen inhaltlich wie inszenatorisch auf Altbekanntes und Altbewährtes verlässt - auf Wortwitz, jiddischen Humor, darstellerische Glanzleistungen und die unvermeidlichen psychoanalytischen Dialoge, die kein Ende finden wollen.

Anything Else

Darsteller:  Woody Allen   als David Dobel
  Jason Biggs   als Jerry Falk
  Fisher Stevens   als Manager
  Anthony Arkin   als Komiker
  Danny DeVito   als Harvey
  Christina Ricci   als Amanda
  KaDee Strickland   als Brooke
  Jimmy Fallon   als Bob
  Diana Krall   als Diana Krall
  William Hill   als Psychiater
  Stockard Channing   als Paula
  Erica Leerhsen   als Connie
  David Conrad   als Dr. Reed
  Adrian Grenier   als Ray Polito
 
Regie:  Woody Allen  
Drehbuch:  Woody Allen  
Produzent:  Letty Aronson  
Koproduzent:  Helen Robin  
Ausf. Produzent:  Stephen Tenenbaum  
Kamera:  Darius Khondji  
Schnitt:  Alisa Lepselter  
Produktionsdesign:  Santo Loquasto  
  Tom Warren  
Kostüme:  Laura Jean Shannon  
Ton:  Gary Alper  
Casting:  Juliet Taylor  
  Laura Rosenthal  

"Die endlosen Sequels beleidigen den Intellekt"

Um Irrungen und Wirrungen eines jungen Paares geht es in Woody Allens New Yorker Beziehungskomödie "Anything Else". Die modernen Stadtneurotiker Jason Biggs und Christina Ricci erleben Liebeslust und Lebensfrust, während der Meister selbst einen Waffennarren mimt.

Großansicht Arbeitswütiger Altmeister Allen: Seit 30 Jahren beinahe jährlich ein Film (Foto: Kurt Krieger)

Arbeitswütiger Altmeister Allen: Seit 30 Jahren beinahe jährlich ein Film (Foto: Kurt Krieger)

» Was bedeutet es für Sie, nach dem Ende ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit Columbia, nun jedes Projekt neu verhandeln zu müssen?

WOODY ALLEN: Mit Letty Aronson habe ich ja auch schon einige Filme produziert. Natürlich müssen wir immer wieder einen neuen Partner ins Boot holen und uns auf ihn einstellen, das ist nicht immer ganz leicht. Wenn man nur für eine Firma arbeitet, ist das entspannter.

Ich bin für den kreativen Teil zuständig und daran wird sich auch nichts ändern. Bisher lief alles ganz gut, meine Filme sind nicht so teuer. Ich brauche auch nicht 20 Wochen Drehzeit oder muss für teures Geld in einem Hotel wohnen, weil ich in meiner Umgebung drehe.

Großansicht Waffenfreak Woody Allen mit Neurotiker Jason Biggs in "Anything Else" (Foto: Alamode Film)

Waffenfreak Woody Allen mit Neurotiker Jason Biggs in "Anything Else" (Foto: Alamode Film)

» Setzen Sie mit Teenie-Star Jason Biggs und Christina Ricci auf ein junges Publikum?

Ich nehme die Schauspieler, die die Geschichte erfordert. Jason Biggs ist 25, da kann ich schlecht Meryl Streep als seine Freundin engagieren. Aber ich mache keine Filme für junge Leute, das war nie mein Anliegen.

Dadurch kommt es schon mal zu Schwierigkeiten mit den Studios, für die jemand ab 35 als Greis gilt, der das Kino meidet. Ich habe Dreamworks, die "Anything Else" in den USA verleihen, klar gesagt, das sei ein Film für Erwachsene. Aber die wollten nicht auf mich hören. Im Trailer komme ich nicht vor, nur Jason Biggs und Christina Ricci.

Großansicht Klassiker: "Der Stadtneurotiker" und Diane Keaton (Foto: United Artists)

Klassiker: "Der Stadtneurotiker" und Diane Keaton (Foto: United Artists)

» Fühlen Sie sich bei dem Jugendwahn nicht etwas fehl am Platze?

Dieses Forever-young-Feeling, also so zu tun, als bleibe man ewig jung, halte ich für einen Fehler. Die Jungen zeichnen sich nicht gerade dadurch aus, dass sie gute Filme oder anspruchsvolles Theater zu schätzen wissen. Die meisten Filme für sie sind Blockbuster mit Special Effects, oft ziemlich einfach und vulgär, überhaupt nicht sophisticated. In meiner Generation waren wir auch nicht alle Genies.

Ich bin wegen mieser Noten vom College geflogen und galt nie als besonders smart. Aber wir hatten die Gelegenheit, Filme von Antonioni, Truffaut, Fellini oder Bergman zu sehen, und hätten keine Geduld für dumme Filme gehabt.

Inzwischen gibt es kaum noch Abspielstätten für europäische Filme, weil das Publikum dafür fehlt. Selbst Studenten sind oft von filmischem Wissen unbeleckt. Meine Filme laufen nur in Universitäts- und Großstädten. Auf dem Land spielen die Kinos Action oder "American Pie" & Co.

Großansicht Der typische Allen-Blick durch das immer gleiche Brillengestell (Foto: Alamode Film)

Der typische Allen-Blick durch das immer gleiche Brillengestell (Foto: Alamode Film)

» Ist die Filmkultur am Ende?

Jedenfalls durchläuft sie eine schlechte Phase. Schauen Sie nur, was die Studios produzieren. Diese endlosen Sequels oder dämlichen Komödien mit Special Effects beleidigen den Intellekt, bringen aber Geld in die Kasse. Bei anspruchsvollen Filmen knausert man an der Werbung, bei den Blockbustern spielen die Millionen dafür keine Rolle. Eine verkehrte Welt.

» Am Ende überlegen sich Ihre Protagonisten, ob sie nach Kalifornien gehen sollen. Liegt selbst für Sie im Sunshine-State plötzlich die Zukunft?

Weniger als in den letzten 20 Jahren. Damals verließ die TV-Industrie New York in Richtung Kalifornien und Schauspieler, Autoren und Regisseure folgten zähneknirschend, weil sie die Butter auf dem Brot brauchten. Die wenigen, die blieben, rückten zusammen. Aber junge Leute sind heute noch von Kalifornien fasziniert.

Großansicht Süße Mädels zur Seite gestellt: Elisabeth Shue in "Harry außer sich" (Foto: Arthaus)

Süße Mädels zur Seite gestellt: Elisabeth Shue in "Harry außer sich" (Foto: Arthaus)

» Könnten Sie sich vorstellen wegzuziehen?

Ich bin viel zu neurotisch, um umzuziehen. Mir gefällt der Lifestyle in Kalifornien nicht, die ausufernden Städte und dann dieses ständig gute Wetter. Ich hasse Sonnenschein. Schon die Vorstellung, ins Auto zu steigen, nur um eine Zeitung zu kaufen, finde ich furchtbar. Außerdem trifft man dort ständig Typen aus dem Showbusiness, ein Horror!

In New York begegne ich ganz unterschiedlichen Leuten - von der UNO, aus der Wall Street oder aus Verlagshäusern. Ich liebe richtige Städte mit dem typischen Lärm, in denen ich zu Fuß herumlaufen kann. Mich kriegt hier keiner weg. Vielleicht wäre Paris noch eine Alternative.

Großansicht 26 Jahre später und noch immer das Traum-Paar: Woody und Diane (Foto: bla)

26 Jahre später und noch immer das Traum-Paar: Woody und Diane (Foto: bla)

» Und dann die Arbeit ruhiger angehen lassen?

Das nehme ich mir ja immer vor. Wenn ein Film fertig ist, hänge ich zwei, drei Tage zu Hause herum und dann werde ich wieder unruhig, beginne zu schreiben. Wenige Monate später stehe ich bei meinen Produzenten auf der Matte und es geht wieder von neuem los. Ich kann nicht aus meiner Haut heraus.

Star

Woody Allen

Der kleine Mann mit der großen Hornbrille und dem noch größeren Witz, dessen Dauerthemen Sex, Tod und der Sinn des Lebens in präzise pointierten...

Star

Jason Biggs

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