Woody Allen
Jason Biggs
Fisher Stevens
Regie: Woody Allen
Verleih: Alamode
Comedy-Autor Jerry Falk (Jason Biggs) ist nicht nach Lachen zumute, als seine neurotische Freundin Amanda (Christina Ricci) ihm nicht nur den Beischlaf verweigert, sondern obendrein ungehemmt mit anderen Männern anbandelt. Jerrys bester Kumpel, der ebenso lüsterne wie paranoide Pauker David (Woody Allen), ist da ebenso wenig eine Hilfe wie sein unfähiger Manager (Danny DeVito), der den letzten verbliebenen Klienten an einen 7-Jahres-Vertrag zu ketten versucht. Der Einzug von Amandas trinkfreudiger Mutter (Stockard Channing) in den gemeinsamen Haushalt bringt das Fass zum überlaufen.
Lauter wohlbekannte Stereotypen geben sich ein gleichwohl kurzweiliges Stelldichein in der neusten Stadtneurotiker-Komödie von Beziehungsfachmann Woody Allen.
Star-gespickter Romantik-Spaß von Woody Allen um die Irrungen und Wirrungen eines jungen New Yorker Paares.
Jerry (Jason Biggs) ist Comedy-Autor, Amanda (Christina Ricci) Schauspielerin, und beide stehen in New York noch am Anfang ihrer Karriere.
Eines Tages findet Amanda, zwischen ihr und Jerry würde es sexuell nicht mehr so rund laufen. Während sie also ihre erotische Anziehungskraft bei anderen Männern testet, quartiert sich ihre Mutter bei Jerry ein. Dessen windiger Künstleragent versucht, ihn mit einem neuen Vertrag an sich zu binden und sein allwissender Comedykollege David Dobel (Woody Allen) empfiehlt ihm die Anschaffung einer Schusswaffe. Man könne ja nie wissen.
Woody Allens neuster Streich knüpft an seine brillanten Komödien "Manhattan" und "Ehemänner und Ehefrauen" an.
"Anything Else" ist ein mit Jason Biggs, Christina Ricci und Danny DeVito Star-gespickter Romantik-Spaß, in dem sich Allen inhaltlich wie inszenatorisch auf Altbekanntes und Altbewährtes verlässt - auf Wortwitz, jiddischen Humor, darstellerische Glanzleistungen und die unvermeidlichen psychoanalytischen Dialoge, die kein Ende finden wollen.
| Darsteller: | Woody Allen | als David Dobel | |
|---|---|---|---|
| Jason Biggs | als Jerry Falk | ||
| Fisher Stevens | als Manager | ||
| Anthony Arkin | als Komiker | ||
| Danny DeVito | als Harvey | ||
| Christina Ricci | als Amanda | ||
| KaDee Strickland | als Brooke | ||
| Jimmy Fallon | als Bob | ||
| Diana Krall | als Diana Krall | ||
| William Hill | als Psychiater | ||
| Stockard Channing | als Paula | ||
| Erica Leerhsen | als Connie | ||
| David Conrad | als Dr. Reed | ||
| Adrian Grenier | als Ray Polito | ||
| Regie: | Woody Allen | ||
| Drehbuch: | Woody Allen | ||
| Produzent: | Letty Aronson | ||
| Koproduzent: | Helen Robin | ||
| Ausf. Produzent: | Stephen Tenenbaum | ||
| Kamera: | Darius Khondji | ||
| Schnitt: | Alisa Lepselter | ||
| Produktionsdesign: | Santo Loquasto | ||
| Tom Warren | |||
| Kostüme: | Laura Jean Shannon | ||
| Ton: | Gary Alper | ||
| Casting: | Juliet Taylor | ||
| Laura Rosenthal | |||
Um Irrungen und Wirrungen eines jungen Paares geht es in Woody Allens New Yorker Beziehungskomödie "Anything Else". Die modernen Stadtneurotiker Jason Biggs und Christina Ricci erleben Liebeslust und Lebensfrust, während der Meister selbst einen Waffennarren mimt.
Arbeitswütiger Altmeister Allen: Seit 30 Jahren beinahe jährlich ein Film (Foto: Kurt Krieger)
WOODY ALLEN: Mit Letty Aronson habe ich ja auch schon einige Filme produziert. Natürlich müssen wir immer wieder einen neuen Partner ins Boot holen und uns auf ihn einstellen, das ist nicht immer ganz leicht. Wenn man nur für eine Firma arbeitet, ist das entspannter.
Ich bin für den kreativen Teil zuständig und daran wird sich auch nichts ändern. Bisher lief alles ganz gut, meine Filme sind nicht so teuer. Ich brauche auch nicht 20 Wochen Drehzeit oder muss für teures Geld in einem Hotel wohnen, weil ich in meiner Umgebung drehe.
Waffenfreak Woody Allen mit Neurotiker Jason Biggs in "Anything Else" (Foto: Alamode Film)
Ich nehme die Schauspieler, die die Geschichte erfordert. Jason Biggs ist 25, da kann ich schlecht Meryl Streep als seine Freundin engagieren. Aber ich mache keine Filme für junge Leute, das war nie mein Anliegen.
Dadurch kommt es schon mal zu Schwierigkeiten mit den Studios, für die jemand ab 35 als Greis gilt, der das Kino meidet. Ich habe Dreamworks, die "Anything Else" in den USA verleihen, klar gesagt, das sei ein Film für Erwachsene. Aber die wollten nicht auf mich hören. Im Trailer komme ich nicht vor, nur Jason Biggs und Christina Ricci.
Dieses Forever-young-Feeling, also so zu tun, als bleibe man ewig jung, halte ich für einen Fehler. Die Jungen zeichnen sich nicht gerade dadurch aus, dass sie gute Filme oder anspruchsvolles Theater zu schätzen wissen. Die meisten Filme für sie sind Blockbuster mit Special Effects, oft ziemlich einfach und vulgär, überhaupt nicht sophisticated. In meiner Generation waren wir auch nicht alle Genies.
Ich bin wegen mieser Noten vom College geflogen und galt nie als besonders smart. Aber wir hatten die Gelegenheit, Filme von Antonioni, Truffaut, Fellini oder Bergman zu sehen, und hätten keine Geduld für dumme Filme gehabt.
Inzwischen gibt es kaum noch Abspielstätten für europäische Filme, weil das Publikum dafür fehlt. Selbst Studenten sind oft von filmischem Wissen unbeleckt. Meine Filme laufen nur in Universitäts- und Großstädten. Auf dem Land spielen die Kinos Action oder "American Pie" & Co.
Jedenfalls durchläuft sie eine schlechte Phase. Schauen Sie nur, was die Studios produzieren. Diese endlosen Sequels oder dämlichen Komödien mit Special Effects beleidigen den Intellekt, bringen aber Geld in die Kasse. Bei anspruchsvollen Filmen knausert man an der Werbung, bei den Blockbustern spielen die Millionen dafür keine Rolle. Eine verkehrte Welt.
Weniger als in den letzten 20 Jahren. Damals verließ die TV-Industrie New York in Richtung Kalifornien und Schauspieler, Autoren und Regisseure folgten zähneknirschend, weil sie die Butter auf dem Brot brauchten. Die wenigen, die blieben, rückten zusammen. Aber junge Leute sind heute noch von Kalifornien fasziniert.
Ich bin viel zu neurotisch, um umzuziehen. Mir gefällt der Lifestyle in Kalifornien nicht, die ausufernden Städte und dann dieses ständig gute Wetter. Ich hasse Sonnenschein. Schon die Vorstellung, ins Auto zu steigen, nur um eine Zeitung zu kaufen, finde ich furchtbar. Außerdem trifft man dort ständig Typen aus dem Showbusiness, ein Horror!
In New York begegne ich ganz unterschiedlichen Leuten - von der UNO, aus der Wall Street oder aus Verlagshäusern. Ich liebe richtige Städte mit dem typischen Lärm, in denen ich zu Fuß herumlaufen kann. Mich kriegt hier keiner weg. Vielleicht wäre Paris noch eine Alternative.
Das nehme ich mir ja immer vor. Wenn ein Film fertig ist, hänge ich zwei, drei Tage zu Hause herum und dann werde ich wieder unruhig, beginne zu schreiben. Wenige Monate später stehe ich bei meinen Produzenten auf der Matte und es geht wieder von neuem los. Ich kann nicht aus meiner Haut heraus.
Der kleine Mann mit der großen Hornbrille und dem noch größeren Witz, dessen Dauerthemen Sex, Tod und der Sinn des Lebens in präzise pointierten...
Er schrieb mit seinem besten Teil buchstäblich Filmgeschichte, als er gleich in seinem ersten Spielfilm, dem Sensationserfolg "American Pie", der...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.