Der kurzweilige Mädchenfilm um eine präpubertäre Romanze stürmte die skandinavischen Charts und eröffnete die Jugendsektion der Berlinale 2011. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto49/11490112/b150x150.jpg Anne liebt Philipp

Filmdetails

Anne liebt Philipp

Der kurzweilige Mädchenfilm um eine präpubertäre Romanze stürmte die skandinavischen Charts und eröffnete die Jugendsektion der Berlinale 2011.


Anne liebt Philipp
Start: 12.01.2012

Originaltitel: Jørgen + Anne = sant

Kinderfilm / Komödie

Norwegen/Deutschland 2011
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Maria Tandero Berglyd
Otto Garli
Aurora Bach Rodal

Regie: Anne Sewitsky
Verleih: Farbfilm (24 Bilder)

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Inhalt

Wenn die junge Anne nicht gerade mit ihrer besten Freundin Beate zusammen ist, rauft sie mit ihrem älteren Bruder, klettert auf Bäume oder macht Dinge, die man eher von Jungs erwarten würde. Das ändert sich, als der gleichaltrige Philipp in der Nähe einzieht, ausgerechnet in einem als Geisterhaus verschrienen Anwesen. In ihn verliebt sich der Wildfang sofort, aber gegen ihre beliebte Klassenkameradin Ellen hat die Außenseiterin kaum eine Chance. Zwischen den Rivalinnen entbrennt ein offener Kampf um Philipp, was Anne viele Demütigungen einbringt.


Kritik

Anne liebt Philipp

Der kurzweilige Mädchenfilm um eine präpubertäre Romanze stürmte die skandinavischen Charts und eröffnete die Jugendsektion der Berlinale 2011.

Das zugrunde liegende Kinderbuch von Vigdis Hjorth erschien bereits 1984 in Norwegen und gilt seitdem als beliebter Bestseller, der es leider bis heute nicht in deutsche Buchläden geschafft hat. Das könnte sich ändern, denn die mit Gusto, Vitalität und auf den Effekt hin inszenierte Kinderwelt trägt erwachsene Züge und bietet einem Familienpublikum ironisch-liebevolle Einsichten in das keineswegs einfache Dasein 10-Jähriger.

Ein rasanter Auftakt, der im Schnelldurchlauf die Welt der Anne Lunde (wunderbar natürlich: Maria Tandero Berglyd) und alle relevanten Figuren pointiert charakterisiert, stellt das Mädchen als selbstbewussten Wildfang vor: Anne denkt gar nicht daran, ihre brave Geschlechterrolle zu übernehmen, büßt ihre weibliche Unbekümmertheit aber rasch ein, als der gleichaltrige Philipp (Otto Garli) ins lokale Geisterhaus einzieht. Anne verliebt sich, hat als Außenseiterin nur kaum eine Chance gegen die eingebildete Ellen (Vilde Fredriksen Verlo). Mit ihrer besten Freundin Beate heckt sie eine Intrige mit gefälschten Liebesbriefen aus, doch dann fährt Ellen ihre Zickenkrallen aus und für Anne beginnt eine Zeit der Demütigungen. Das mutet zeitweilig wie eine High-School-Seifenoper mit 10-Jährigen an, deren Sozialgefüge von Frühreife und Medien geprägt ist, schildert aber einfühlsam, wie sich die Prioritäten ändern, wenn man unvorbereitet seinen Hormonwallungen gegenübersteht und als Backfisch kräftig Lehrgeld zahlen muss.

Diese Sorgen weiß Anne Sewitsky ("Happy, Happy") und ihre Drehbuchautorin Kamilla Krogsveen auf Augenhöhe auszubreiten, wobei sie nicht nur farblich einen Ton wählen, der wenig mit bonbonbunten Kinderfilmen gemein hat. Die ersten Erfahrungen mit der Liebe sind mit einem Hauch Tragik umweht, was sich vor allem in der Geistergeschichte niederschlägt, eine mehrere Transformationen durchlaufende Legende, die jeden Horrorfilm bereichern würde. Wenn Anne nicht gerade das ganze Programm an Peinlichkeiten durchläuft und sich mit ihrer Rivalin buchstäblich in die Haare kriegt, dann folgt Sewitsky ihren verstohlen-verliebten Blicken und genießt das Schmetterlinge-im-Bauch-Gefühl einer éducation sentimentale nicht nur für junge Mädchen.

tk.

Anne liebt Philipp

Darsteller:  Maria Tandero Berglyd   als Anne
  Otto Garli   als Philipp Ruge
  Aurora Bach Rodal   als Beate
  Vilde Fredriksen Verlo   als Ellen
  Kristin Langsrud   als Tone
  Peter Holene   als Knut
  Sigurd Saethereng   als Einar
  Torkil Hoeg   als Ole
  Adrian Holte Kristiansen   als Dag
  Birgitte Victoria Svendsen   als Grandma
  Anna Jahr Svalheim   als Helga
  Emir Mulaosmanovic   als Luca
  Randolph Walderhaug   als Helgas Vater
  Silje Breivik   als Annes Mutter
  Terje Ranes   als Annes Vater
  Birgitte Victoria Svendsen   als Beates Großmutter
  Tone Mostraum   als Ellens Mutter
  Ole Johan Skjelbred-Knudsen   als Philipps Vater
  Markus Tønseth   als Knuts Vater
  Stella Heie   als Pavlova
  Francin Anoj Vincent   als Syversen
  Morten Faldaas   als Lehrer
  Siw Anita Johnsen   als Direktor
  Christoffer Staib   als Priester
  Magnus Young Mortensen   als Turnlehrer
  Sheenamae Tano   als Au-pair-Mädchen
 
Regie:  Anne Sewitsky  
Drehbuch:  Kamilla Krogsveen  
Produzent:  Terez Hollo-Klausen  
  Silje Hoppland-Eick  
  Tanya Badendyck  
Koproduzent:  Emely Christians  
  Maite Woköck  
Buchvorlage:  Vigdis Hjorth  
Kamera:  Anna Myking  
Schnitt:  Christoffer Heie  
Musik:  Marcel Noll  
Produktionsdesign:  Astrid Maria Saetren  
Kostüme:  Oddfrid Oppstad  
Maske:  Therese Gaarde  
Ton:  Mads Olsen  

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